Sicher ist da die Denkweise: "Kann sich ja jemand Anderes die Hände schmutzig machen!". Im Grunde gab es immer einen kleinen Teil der Bevölkerung, der so dachte. Nur scheint der in den letzten Jahren erheblich zugenommen zu haben.
Wieso sollte das jemand denken? Jede*r überlegt halt für sich, was er/sie machen möchte. Und wenn es heißt, in diesem Beruf muss man schwer heben oder Schweine schlachten, dann suchen die meisten eben weiter.
Zur Ausgangsfrage, ich habe eine Zeitlang in der Lehrerausbildung gearbeitet. Ich hab's wieder aufgegeben, weil mich die Anspruchshaltung und Selbstherrlichkeit vieler Referendar*innen abgetörnt hat. Da wurde ich hier immer eines Besseren belehrt: (mwd) Referendare werden ausgebeutet, Mentoren und Seminarleiter sind unfähige oder weggelobte Faule, denen es nur darum gehe, den armen Nachwuchs auszunutzen und fertigzumachen. Es kommt halt immer auch auf die Perspektive an.
Und ein Aspekt kann ja durchaus auch positiv gesehen werden: unsere Generation neigt oft zu sehr dazu, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Die "Jugend von heute" hat tendenziell vielleicht mehr Selbstbewusstsein? Sie kann sich ja vielerorts auch die Arbeitsbedingungen aussuchen. Im Lehramt natürlich nicht, da interessiert sich niemand für Homeofficewünsche oder Betriebskitas. Und in Ausbildungsberufen eben auch eher nicht.
Ich spekuliere natürlich auch nur vor mich hin, ich weiß nicht, ob die Unterschiede so groß sind, zwischen den Generationen. Dass sich etwas innert 5 Jahren ändern sollte, würde mich allerdings wirklich wundern