Huhu, ich finde es schwer, einen Hinweis zu geben, weil ich immer mit Kindern spreche, die ein Problem haben und genau das geht ja nicht.
Für mich klingt es so, als ob das Verhalten sich plötzlich geändert hat, dass also etwas vorgefallen ist, was du nicht weißt. Zum Beispiel das Versprechen, wenn er Deutsch könne, dürfe er in die Heimat fliegen. Also ganz ehrlich, dass rafft schon ein Kind, dass das ein ziemlich unkonkretes Versprechen ist, dessen Ausgang man überhaupt nicht in der Hand hat. Was soll er denn bis wann können?
Vielleicht ist es auch was anderes, er hasst Deutsch, die ganze Welt ist doof und überhaupt. Aber auch das muss man mal sagen dürfen, damit man wieder den Kopf frei hat für Lernstoff.
Zum Didaktischen: nicht zu viel Auswahl lassen. Besser etwas vorgeben und klar sagen, was du erwartest. Oder zwei Sachen hinlegen: das oder das? Oder immer erst 10 min Arbeitsheft (Sanduhr ist super) dann ein Spiel, dann darf er dir Chinesisch beibringen. Oder so. Visualisiere, was du vorhast, wann die Pause ist und wie lange die sein wird, was bildlich vor einem liegt, hat eine eigene Autorität durch Selbstverständlichkeit, die man nicht so sehr hinterfragen muss. Isso in deiner Unterrichtsstunde und fertig.
Vielleicht hast du auch Lust, was mit ihm zusammen zu unternehmen, Pizza belegen, Fußballstadion angucken, Steine übers Wasser flitschen lassen, Knete mitbringen? Wenn man was macht, ist der Fokus nicht auf dem Stressthema.
Spiele müsste ich mal überlegen, vielleicht Memory mit Bild-/Wortkarten, die könntest du selbst am PC erstellen. Mit Grammatik würde ich es gerade nicht übertreiben, A1 ist doch eher, dass man sich rudimentär verständigen kann. Und sein Problem ist ja jetzt sowieso erst mal die Motivation.