Beiträge von Quittengelee

    - freundlicher Umgangston im Lehrerzimmer, es wird oft gelacht

    - wenig Cliquenbildung im Kollegium

    - kein Mobbing

    - Toleranz, jeder darf seinen Spleen haben

    - Engagierte Leute, die ihren Job und unsere Kinder ernst nehmen

    - kollegiale Unterstützung im Umgang mit schwierigen Schüler*innen (kein: "also bei mir ist die 8b immer suuuuper" wenn ein Haufen A****geigen dort anderen das Leben schwer macht)

    - Schulgebäude saniert

    Gibt natürlich auch Sachen, die schieflaufen. Aber aktuell nicht so, dass ich die Versetzung plane.

    Also wenn du entschieden hast, zu gehen, dann weißt du sehr genau warum, die Entscheidung ist wohlüberlegt, es geht so nicht weiter. Es kann also nur besser werden:geschenk:

    Tom123 , ist das nicht alles unheimlich theoretisch? Wer symptomlos erkrankt, weiß nicht, dass er positiv ist. Wer Symptome hat und testet, wird wohl kaum zur Arbeit gehen. Wer Symptome hat und nicht testet, aber trotzdem zur Arbeit geht, steckt andere nicht wissentlich an. Es gibt also nur ein Szenario des Vorsatzes: jemand hat Symptome, testet sich und geht trotz positiven Tests zur Arbeit. Da ihn niemand zum Testen nötigt, spart er sich das aller Wahrscheinlichkeit nach. Oder er ist so krank, dass ihm nicht nach Arbeiten ist, dann ist er sowieso "abgesondert" zu Hause.

    Warum hängt sich das Gespräch eigentlich am A12er-Sold auf, dass das soweit in Ordnung ist, sollte klar sein. Vor allem besteht doch gerade im Lehrerberuf keine Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern.

    Das Problem ist das Mantra, an der offensichtlich bestehenden Ungleichheit (z.B. Altersarmut) seien Frauen selbst Schuld. 'Frauen müssten ja nicht in der Pflege oder in der Kita arbeiten, wenn man da schlecht verdient', ist keine Lösung für die schlechte Bezahlung in diesen Berufen. 'Frauen müssten ja nur ihre Männer erziehen, damit diese auch an die Kieferorthopädentermine ihrer Töchter und das Balletttraining ihrer Söhne denken', ist in vielen Familien ja gerade so, die Frage ist, warum es immer noch so sein muss.

    Eine Frage an die Lehrkräfte Berufsbildender Schulen: ihr habt doch regelmäßig mit Azubis zu tun. Sind sich die jungen Männer und Frauen bewusst, was sie später verdienen werden, was Teilzeit für die Rente bedeutet und wie man dafür sorgt, dass alleinerziehen nicht den finanziellen Ruin bedeutet? Ich glaube nicht, dass darüber irgendeine 16-Jährige nachdenken mag und dann bewusst noch in einen anderen, männlich dominierten Berufszweig wechselt, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

    Was mache ich, wenn sie tatsächlich der SL rückmeldet, dass sie meinen Unterricht nicht so zielführend findet oder ähnliches?

    Das ist meine größte Sorge! Da ich ja ganz neu bin, wünsche ich mir, dass meine SL sich erstmal ein eigenes Bild machen kann, ohne das meine Kollegin ihr direkt "Kritikpunkte" zu meinem Unterricht nennt.

    Traust du deiner Schulleitung nicht zu, dass sie selbst Einschätzungen des Unterrichts von Kolleg*innen vornimmt? Es wäre eher unnormal, wenn sie als erstes jemand anderen fragen würde 'und, wie ist die Neue so?' Und selbst wenn es irgendwas an deinem Unterricht zu verändern gäbe, warum sollte sie dich dann gleich rauswerfen wollen? Unterricht kann man immer reflektieren, das machen ich und mir bekannte Kolleg*innen auch nach vielen Dienstjahren noch in Eigenregie. Denn wie du schreibst, Unterricht kann man verschieden machen, es gibt nicht nur falsch und richtig.

    Übrigens: wenn du jetzt schon eine LAA mit im Unterricht hast, scheint der Vertrauensvorschuss der Schulleitung doch ziemlich groß zu sein:)

    Wie gesagt, ich würde eher umgekehrt die erste sein, die das Problem anspricht: Fragen, ob die Kollegin Förderstunden parallel haben könnte und nicht im Unterricht mit drin ist, weil dich das als Berufseinsteigerin eher verunsichert. Wenn du das nicht möchtest, musst du wohl in den sauren Apfel beißen und Klartext mit ihr selbst reden. Einfach ist das sicher nicht, sind Konflikte ja nie...

    Habe ich das auch geschrieben? Ist ne ernstgemeinte Frage, ich weiss es nämlich nicht mehr, ob ich mich dazu überhaupt geäussert habe. Ich beobachte jedenfalls an unseren Studierenden ähnliches Verhalten wie das, was du beschreibst. Wenn ich diesbezüglich mal was anderes geschrieben habe, leide ich wirklich an einer Wahrnehmungsverzerrung.

    Nein, nicht du... Du hast jedenfalls bisher immer alle Heranwachsenden verteidigt und die Stärken gesehen und gesagt, dass man als Lehrperson eben klare Ansagen machen muss, wenn man was Bestimmtes erwartet:)

    Vielleicht ist ja auch einfach nur dieser Jahrgang komisch? Es gibt ja manchmal so Tendenzen in Klassen, als Gruppe irgendwie zu sein (lieb/doof/leistungsstark/interessiert/ diskutierfreudig/antisozial... oder hier schlicht großartig^^)

    Das kann sein, es gibt nicht so viele. Du arbeitest dann ggf. am Krankenbett, im Hausunterricht oder in Kleingruppen auf der Station der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Bei uns sind es Förderschullehrkräfte, das muss aber nicht so sein. Viel Erfolg in jedem Falle, vielleicht findest du noch jemanden aus NRW, der Erfahrung hat:wink2:

    Ich traue den meisten Schulabsolventen zu, dass ihnen bewusst ist, dass diese Berufe gesellschaftlich relevant sind und dass sie jemand ausüben muss. Wenn sie es nicht machen, wälzen sie es natürlich irgendwo auf Andere ab.

    Wieso ist das ein "Abwälzen"? Du hast dich doch auch für deinen Studiengang entschieden, ohne darüber nachzugrübeln, dass der Metzgermeister im Nachbarort einen Azubi sucht und auf der Baustelle lauter Rumänen schwarz arbeiten? Also ich habe damals sicher nicht daran gedacht. Für mich wäre aber auch niemals eine Lehre bei der Sparkasse oder der AOK infrage gekommen. Da hab ich aber auch nicht gedacht, "oh, das sollen mal schön andere machen", sondern ich hab mich an Unis für den Studiengang beworben, den ich eben belegen wollte.

    Sicher ist da die Denkweise: "Kann sich ja jemand Anderes die Hände schmutzig machen!". Im Grunde gab es immer einen kleinen Teil der Bevölkerung, der so dachte. Nur scheint der in den letzten Jahren erheblich zugenommen zu haben.

    Wieso sollte das jemand denken? Jede*r überlegt halt für sich, was er/sie machen möchte. Und wenn es heißt, in diesem Beruf muss man schwer heben oder Schweine schlachten, dann suchen die meisten eben weiter.

    Zur Ausgangsfrage, ich habe eine Zeitlang in der Lehrerausbildung gearbeitet. Ich hab's wieder aufgegeben, weil mich die Anspruchshaltung und Selbstherrlichkeit vieler Referendar*innen abgetörnt hat. Da wurde ich hier immer eines Besseren belehrt: (mwd) Referendare werden ausgebeutet, Mentoren und Seminarleiter sind unfähige oder weggelobte Faule, denen es nur darum gehe, den armen Nachwuchs auszunutzen und fertigzumachen. Es kommt halt immer auch auf die Perspektive an.

    Und ein Aspekt kann ja durchaus auch positiv gesehen werden: unsere Generation neigt oft zu sehr dazu, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Die "Jugend von heute" hat tendenziell vielleicht mehr Selbstbewusstsein? Sie kann sich ja vielerorts auch die Arbeitsbedingungen aussuchen. Im Lehramt natürlich nicht, da interessiert sich niemand für Homeofficewünsche oder Betriebskitas. Und in Ausbildungsberufen eben auch eher nicht.

    Ich spekuliere natürlich auch nur vor mich hin, ich weiß nicht, ob die Unterschiede so groß sind, zwischen den Generationen. Dass sich etwas innert 5 Jahren ändern sollte, würde mich allerdings wirklich wundern

    Ja. Er bedient die "oberen Zehntausend", seine Angestellten sollen mit der Kundschaft kommunizieren können (seine Begründung).

    Der Straßenbahnhersteller begründet es mit den digitalen Programmen, die seine Arbeiter benötigen.

    Bei uns ist die Arbeitslosigkeit sehr gering, die Arbeitgeber haben noch die Auswahl.

    Die Frage ist doch weniger, wen der Friseur einstellen, als wer bei ihm eine Ausbildung anfangen will. Die Wahrscheinlichkeit, dass Abiturienten ihm die Bude einrennen, halte ich persönlich doch für eher unwahrscheinlich.

    Bei uns ist es aber sowieso anders, die Betriebe suchen alle verzweifelt (fähigen) Nachwuchs. Alles was körperlich anstrengend ist oder auch eintönig werden könnte, will niemand mehr machen.

    Bären halten Winterruhe. Zur Frage: Ich würde in Klasse 1 kein Video abspielen, sondern lieber ins Gespräch kommen. Z.B. im Sitzkreis, Bildkarten, sortieren von Tieren nach den verschiedenen Arten, den Winter zu verbringen. Sicherung dann im Heft mit Bildern zum Ausschneiden oder Verbinden. Vielleicht könnt ihr noch was Praktisches machen, Meisenknödel herstellen oder so. Und je nachdem wie umfangreich die Einheit wird, würde ich mir ein längerfristiges Arbeitsergebnis überlegen (Winterbuch erstellen...)

    Ach Gottchen, jetzt spiel doch nicht die Empörte. Grundschullehrer sind nicht für IT ausgebildet und sollten sich nicht darum kümmern (müssen).

    Wenn du das hättest sagen wollen, dann hättest du auch "Lehrkräfte sind nicht ausgebildet, für..." sagen können. Die Aussage "Grundschullehrerinnen..." ist schon genauso gemeint gewesen, oder nicht? Außerdem hätten die Schulen dieses Landes ohne Kolleg*innen wie Susannea, die sich ihre Freizeit damit um die Ohren hauen, schlicht niemanden, der sich um den ganzen Zinnober kümmern würde.

    Nein, ich hatte vor 9 Jahren oder auch vor 5 Jahren Arbeiten, in denen am Ende wahrhaftig eine kritische Selbstreflexion stand.

    Wer hatte denen beigebracht, wie man kritisch selbstreflektiert? Ich kann mir nicht vorstellen, dass innerhalb von 5 Jahren die SuS dazu plötzlich nicht mehr in der Lage wären.

    Also zur Ausgangsfrage: da du bislang nie in dieses Die-Jugend-von-heute-ist-so-schlecht-Horn getutet hast, vermute ich weniger Alterszynismus als einen Deutschlehrkraftwechsel...

    Ich hab jetzt schon gerade auf Flugmodus gestellt, weil ich keine Lust hab, dass gleich 10 000 Nachrichten und Anrufe von denen reinflattern, wie ich mir das vorstelle.

    Meine Mentoren reagieren auch nicht mehr wirklich, aber naja, vielleicht ist es auch das Zeichen von "alles okay soweit", ich schreib ihnen immer wenn was Neues geschickt hab.

    Was denn nun, schreiben sie dich übermäßig viel an oder antworten sie nicht?

    Danke euch, ich arbeite jetzt einfach so weit es geht den Unterricht vor, bis Montag ist alles geschickt und ich versuche jetzt morgen bzw am Wochenende dann den Rest noch so weit vorzubereiten.

    Die meisten hier haben geschrieben, dass du vor allem kommunizieren solltest. Niemand schrieb, dass du dich verrückt machen sollst.

    Ich hatte drei Wochen vor einem UB nicht den Hauch einer Idee, oft erst 2 oder 3 Tage vorher. Auch die UPP stand erst mit 3 Tagen Vorlauf und der Entwurf war am Prüfungsmorgen um halb 6 fertig.

    Wir mussten den Plan, was in der Stunde grob drankommt, Monate vorher einreichen, damit eine Stunde ausgewählt werden kann und den Prüfungsentwurf 3 Tage vorher dreifach kopiert abgeben.

    Das ist sicher in jedem Bundesland etwas anders. Ich finde es aber erst mal nicht außergewöhnlich, dass Mentoren fragen, wie der Plan bis zur Prüfung aussieht, wenn diese denn trotz Erkrankung angetreten werden soll. Ob das so herzlos ablief, wie mancher sich das auszumalen scheint, sei mal dahingestellt.

Werbung