Beiträge von Quittengelee

    Schaffe das Kopfbedeckungsverbot ab und gut ist's:)

    Das gehört übrigens zu den Ansichten, die ich hier im Forum durch den Austausch verändert habe. Ich war auch eine glühende Verfechterin des Mützeabsetzens, andere Kolleg*innen fanden das total altmodisch. Und mir ist klar geworden, dass es eine verinnerlichte, 'gefühlte' und unreflektierte Regel für mich war. Für mich ein Zeichen mangelnden Respekts usw. für andere selbstverständliches Kleidungsstück.

    Was ich aber manchmal mache, ist darum bitten, im Raum z.B. die Kapuze abzusetzen, weil sie auf mich so oder so wirkt. Oder ich frage, ob jemand seine Jacke nicht lieber ausziehen möchte, weil es für mich nach Aufbruchstimmung aussieht oder weil es sehr warm ist. Aber wenn sich jemand zu Beginn so verpanzert wohler fühlt, soll er doch erst mal auftauen. Ich führe jedenfalls keine Kämpfe mehr, bei denen es darum geht, eine Kappe abzusetzen, hab ich mal durchgezogen, nur um auf Biegen und Brechen im Recht zu bleiben, würde ich nicht mehr machen:sterne:

    Genaugenommen gibt es für Kopftücher nämlich keine stichhaltigeren Argumente als für Mützen, Käppis, grüne Haare oder Glatze.

    Niemand hat in diesem Thread geschrieben, dass Behinderte unzumutbar wären. Was ist das für eine absurde Unterstellung?

    Doch, das hat jemand geschrieben. Wenn du selbst deinem Rat folgen würdest und Beiträge liest, auf die du dich beziehst, wäre der Diskurs so viel fruchtbringender. Inzwischen sind jedoch Beiträge entfernt worden, warum, kannst du nur die Moderation fragen.

    Das...

    Warum du jetzt schon wieder damit anfängst, dass die fiesen Gymnasiallehrer so menschenverachtend seien, weil sie nicht mit tauben Kindern arbeiten wollen, erschließt sich mir nicht.

    ...habe ich nicht geschrieben. Wäre allerdings ähnlich grenzwertig, wenn du dich aus Prinzip weigern würdest, ein gehörloses Kind zu unterrichten, würde ich natürlich ebenso an deinem Menschenbild zweifeln. Zu sagen, "ich stelle es mir schwierig vor", "ich weiß über diese Form der Behinderung darüber (noch) zu wenig", "ich habe Sorge, dass ich mein Fach nicht mehr unterrichten kann" o.ä. ist für jeden nachvollziehbar und würde auch nicht kritisiert.

    Ansonsten habe ich versucht, zum Ausgangathema zurückzukommen, Inklusion ist anderer Leute Wunschthema.

    Mit welchem Argument? Du verlagerst nur ein Teil deiner Arbeitszeit von zu Hause in die Schule. Statt frei im eigenen Arbeitszimmer, korrigierst du dann in der Schule. Erstmal bedeutet zwar einen Umstand aber nicht zwingend eine Mehrarbeit.

    Nein, der Schulleiter darf nicht anweisen, regelmäßig im Lehrerzimmer zu korrigieren, falls jemand vertreten werden muss.


    Edit:

    cauliflower , guck mal im Beamtengesetz §87

    https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayBG-87

    Ich erinnere mich an meinen alten Professor an der Uni in GB:

    Die meisten Verben im Deutschen, die mit einem Denkprozess verbunden sind und mit einer Präposition versehen sind, die sowohl akk. als auch dativ sein könnte, sind akkusativ. z.B. an jdn denken, nachschlagen...

    Ausgenommen sind die Verben, die nichts mit der Deutschen Kultur zu tun haben: glauben, vertrauen, leid tun, versprechen.

    Ich fand das Kommentar schon damals strange ... vergesse ich aber nie.

    Ja, strange und traurig. Aber danke für den interessanten Beitrag :wink2:

    ...Lehrkraft in VZ an einem Gymnasium in Bayern) ... Dort habe ich 23 Unterrichtsstunden, 2 Präsenzen, ...Allerdings bleibt es dabei meistens nicht, da mir häufig Präsenzpflicht für Stunden angeordnet wird, in denen ich eigentlich eine Freistunde hätte...


    ...

    Mein Wochentag sieht dann zum Beispiel so aus:
    1. Stunde Präsenz (regulär)
    2.-4. Stunde Unterricht
    5. Stunde Freistunde --> Hier wird meistens spontan Präsenz angeordnet!

    6.-8. Stunde Unterricht

    Vielleicht meldet sich cauliflower noch mal, um den Sachverhalt zu präzisieren. Ich spekuliere so lange vor mich hin: 23h volles Deputat (geht in Bayern offenbar, wenn man "wissenschaftliche Fächer" unterrichtet.) Zusätzlich 2 Präsenzpflichten.

    Und nun, neue Schule, zusätzlich dazu weitere Präsenzpflicht in Freistunden, in denen cauliflower im LZ sitzen und warten soll, ob spontan vertreten werden muss. Würde ich auf Dauer nicht mit einverstanden sein.

    Der TE schrieb doch, dass eine Präsenzpflichtstunde fest eingeplant ist, so dass es okay ist für alle. Und zusätzlich wird er jetzt laufend in einer Hohlstunde in seinem Stundenplan ad hoc eingesetzt, soll also regelmäßig in dieser Stunde zur Verfügung stehen, obwohl sein Deputat erfüllt ist

    Wie wäre es, wenn du aufhörst von den "einfachen" Förderschulen zu faseln und dich darauf besinnst, dass der TE spontan an eine Förderschule GE abgeschoben werden soll.

    Ich bezog mich auf den 13-Jährigen, der lieber behindert wäre als Noten zu bekommen und den Erwachsenen, der offenbar nicht weiter in seiner Entwicklung ist als der Junge.

    Kennst du dich denn rechtlich aus? Oder soll's auf Empörungsniveau bleiben?

    Dienstliche Leistungen, die keine Unterrichtstätigkeit sind, stellen in aller Regel keine angeordnete Mehrarbeit dar. Es handelt sich hier lediglich um die Dienstanweisung, zu einem bestimmten Zeitpunkt dienstlichen Tätigkeiten vor Ort in der Schule nachzukommen. Das stellt zwar i.d.R. Arbeitszeit, aber noch keine Mehrarbeit dar. Zu einer solchen wird es erst bei tatsächlichem Vertretungseinsatz.

    Kann dann auch von jedem verlangt werden, nach eigenem Unterrichtsschluss noch 45 min im Lehrerzimmer zu sitzen und zu warten, ob einem Vertretung zugewiesen wird? Da der Kollege nicht das Haus verlassen darf, um zur Verfügung zu stehen, ist sein Einsatz m.E. Schon mit eingepreist und zwar über sein Deputat hinaus.

    Im Zweifel: Rechtsberatung Gewerkschaft.

    Edit: für NRW hat's der VBE erläutert. Ausnahmsweise ja, prinzipiell im Plan zusätzlich nein:

    https://vbe-nrw.de/?content_id=5075

    Wie wäre es, vom Gejammer der sich benachteiligt fühlenden Nichtbehinderten wegzukommen und zur Ausgangsfrage zurückzukehren?

    Was nämlich wirklich interessant ist, ist die Frage, ob eine Versetzung aus dienstlichen Gründen an eine andere Schulart generell erlaubt ist und wie der TE dagegen ggf vorgehen kann. Ich finde es nämlich nicht unerheblich, ob man mal ein Jahr irgendwo aushelfen soll, oder ob eine Versetzung geplant ist, wie der/die TE schrieb.

    Zitat

    Anscheinend reichte es ja schon, eine Abordnung an eine Förderschule als "Zumutung" zu beschreiben.

    Die Unmöglichkeit, ein passendes Äquivalent für eine andere Schulform zu schreiben zeigt, wie menschenfeindlich diese Aussage ist.

    'Es ist eine Zumutung für Jugendliche verantwortlich zu sein, die das Abitur anstreben.' Echt jetzt?

    Erstens gibt es allein in Sachsen 7 verschiedene Forderschultypen, von 'der Förderschule' zu reden zeugt einfach nur von einer diffusen Angst, ohne Bereitschaft dazu, sich 5 min damit auseinanderzusetzen, was genau man meint, wenn man "Behinderte sind mir nicht zuzumuten" quakt .

    Und zum zweiten waren wir vor ein paar Jahren tatsächlich an einem Punkt, dass nicht weniger als die United Nations den Begriff der 'Inklusion' salonfähig gemacht hatten. Und bitte an dieser Stelle keine Diskussion über die Bedingungen der Inklusion, das wurde tausendfach durchgekaut. Was entscheidend ist: wagte man das Gedankenexperiment, dass das Förderschulsystem abgeschafft würde, säße tatsächlich in allen Klassen der Querschnitt der Bevölkerung und der ist nunmal männlich, weiblich, divers, dunkelhäutig, hellhäutig, dick, dünn, asozial, teamfähig und auch mit funktionierendem Hörnerv oder ohne.

    Allein die Tatsache, dass Kinder in Deutschland mit Sehbeinträchtigungen in einer Schule unterrichtet werden und welche mit Sprach- und Sprechstörungen in einer anderen ist kein Anlass dafür, dass man es einer Lehrkraft nicht zumuten kann, dort zu unterrichten. Kinder sind wie sie sind und der Umstand, sie nach Einschränkungen aufzuteilen hat rein praktische Erwägungen. Es bedeutet nicht, dass andere Leute ein Recht darauf hätten, nichts mit ihnen zu tun zu haben.

    Und ja, ich finde die oben genannte Sichtweise (Wortwahl ist ja nur ein Medium für die Sichtweise) menschenverachtend.

    Ich kann den Frust gut nachvollziehen und ich bitte mal die ganzen Kolleg:Innen die sofort „behindertenfeindlich“ rufen, von ihrem hohen Ross herunterzukommen.

    Wenn du den Strang verfolgt hast, hast du sicher festgestellt, dass nicht "sofort" irgendwer irgendwas gerufen hat, sondern dass es um bestimmte Aussagen ging. Also bitte etwas differenzierter, oder findest du folgende Aussage angemessen?: Ich bitte die Kollegen, die sofort "Cancel culture!" rufen, von ihrem pikierten Pfau runterzusteigen:gruss:

    Amtsangemessenheit kann sich doch nicht ausschließlich an der Gehaltsstufe festmachen und Qualifikation vollkommen ignorieren. Sorry, aber das finde ich absurd. Dann fände ich eine A13er Stelle in der Verwaltung ebenso amtsangemessen - dafür fehlt mir ggf. zwar auch die Qualifikation, aber macht ja scheinbar nichts.

    Macht ja wirklich nichts, sind doch immer wieder Stellen ausgeschrieben bzw. Abordnungen zu vergeben. Woher sollen Lehrkräfte dafür die Qualifikation haben?

    Ich kann gerne den ganzen Text zitieren, wenn es dir etwas gibt.

    Es geht dir nicht darum, ob eine Kollegin irgendwas falsches unterrichtet haben mag und welche Gründe es dafür gab. Zum Beispiel ob sie vielleicht fachfremd unterrichtet hat oder was auch immer. Du hast behauptet, an einer anderen Schulart zu unterrichten wäre generell fatal, weil Realschulkollegen Blödsinn erzählen würden.

    Und zum Thema Selbständigkeit, natürlich versucht man die an allen Schularten zu erreichen. Ich habe einen Kollegen vom Gymnasium an einer Grundschule unterrichten sehen und es war katastrophal. Aber nicht, weil alle Gymnasialkollegen nicht in der Lage wären, in einen Grundschullehrplan zu schauen, sondern weil er keinen Bock auf die Abordnung hatte.

    Ob Abordnungen an andere Schularten besser sind als Unterrichtsausfall, weiß ich nicht. Mich ärgert diese Arroganz, Leute, die ihr Fach im Realschullehramt studiert haben, als Volldeppen hinzustellen.

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