Beiträge von Quittengelee

    Ihr lieben Kolleg*innen, vor allem wahrscheinlich die, die ihr im berufbildenden Setting arbeitet. Könnt ihr bitte mal erklären, welche Möglichkeiten es gibt, ohne Abitur einen Beruf zu ergreifen? Ggf. auch, was man macht, wenn man überhaupt keinen Schulabschluss hat. Geht das, könnte ich ganz ohne Schulabschluss eine Lehre anfangen?

    Und irgendwo hab ich mal gehört, dass man mit Hauptschulabschluss eine Ausbildung machen kann und dann automatisch einen Realschulabschluss hat. Stimmt das so? Was gibt es noch für Wege abseits des klassischen Weges Realschule - > Azubi oder Abitur -> Studium.

    Interessiert mich aus persönlichen Gründen und auch, weil ich feststelle, wie wenig ich selbst und auch andere Lehrkräfte oft über die diversen Varianten wissen. Kann man da bundesweite Gemeinsamkeiten festhalten?

    In der FAZ ist ein Artikel über ein Netzwerk für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen. Ein Elternpaar, deren Kind sich das Leben genommen hat, ist gerade dabei, dieses Netzwerk unter wissenschaftlicher Begleitung aufzubauen. Es soll unter anderem Fortbildungen für Lehrkräfte geben, wie man, so verstehe ich es, "psychische erste Hilfe" leisten kann. Es geht auch um Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen generell. Jugendliche und Eltern sollen sich informieren können, Betroffene berichten über Symptome und so weiter.

    Zum Artikel:

    https://www.faz.net/aktuell/rhein-…l-18587616.html

    Hier die Seite des gemeinnützigen Unternehmens und wie man eventuell helfen kann:

    https://tomonimentalhealth.org/startseite

    Als ich nach dem Fall im Internet gesucht habe, habe ich zufällig unter 'das haben andere gesucht' gesehen, dass die Begriffe "Nationalität" und "Migrationshinterhrund" in Zusammenhang mit der Tat am häufigsten gesucht wurden.

    Ich empfinde es so, dass wenn ein gewaltsamer Tod eines Menschen sofort zu politischen Debatten führt, wird das den Angehörigen nicht gerecht, also den Menschen, die jetzt direkt betroffen sind, die verzweifelt sind und mit diesem Unfassbaren leben müssen.

    Ich kann niemandem was vorschreiben. Ich würde mir aber wünschen, dass für Grundsatzdebatten, wie welcher Gewalt Lehrer ausgesetzt sind, Rachefantasien an Straftätern, Strafrecht und andere Themen, die uns in Zusammenhang mit dieser Tat beschäftigen mögen, in einem anderen Thread zu thematisieren.

    Ich weiß zwar nicht, wer sich die oben genannten Sätze pro Kind ausgedacht hat, aber sollte man nicht lieber was gegen diese absurden Mieten machen? Bei uns haben sie sich in 10 Jahren verdoppelt und ich wohne im Osten. Es gibt ja nicht nur Beamte, die eine bezahlbare Wohnung suchen.

    Was ein Kinderloser von der Prämienrückzahlung anderer hätte, erschließt sich mir allerdings nicht. Das ist wie bei der Debatte, ob GS-Lehrer A13 kriegen sollten oder ob anderen dann dadurch ein Zacken aus der Krone fällt.

    Ich habe einen Kollegen mit zwei Kindern, der sich ins Fäustchen gelacht hat als die Erhöhung der Zuschläge kam. Ich bin recht sicher, das dritte Kind ist schon in der Mache, damit man diesen fetten Bonus auch noch mitnimmt. Das lohnt sich ja dann besonders.

    Und du, besorg dir doch auch ein Kind, nur um den Bonus zu kassieren. So wie deinem Kollegen geht es dir ja offenbar nur darum:sterne:

    Wenn du vielleicht einen Aufruf in Klasse 10 startest, wer eine alte von sich für diese Zwecke verleihen würde? Haben hab ich sowas leider nicht. Ansonsten könntest du ggf. eine Mustergliederung erstellen, damit sie das mal gesehen haben. Der Rest ist ja sehr individuell, da will man sie vielleicht gar nicht so festlegen?

    Du begibst dich hier genau in die Argumentation der Querdenker.

    Hast du eigentlich noch andere Schubladen auf deiner Halde? Ah, warte, ja...

    Ich erwartete tatsächlich von jemanden, der immerhin ein Hochschulstudium hinter sich hat und dem wir unsere Kinder anvertrauen,...

    jemandem, du erwartest etwas von jemandem mit Hochschulstudium, ja das tue ich auch. Erwartungen sind ähnlich wie Hoffnung, sie sterben zuletzt.

    Sonst was Neues?

    Ich habe relativ wenig Angst, mich mit HIV anzustecken. Trotzdem...

    Stimmmt! und der Sicherheitsgurt, hast du den heute schon erwähnt? Einmal täglich fände ich schon hilfreich, falls irgend jemand hier neu eingestiegen sein sollte. Aber weißt du, ich glaube, so richtig interessiert keinen dein Kondomgebrauch. Ich jedenfalls rede von den psychischen Folgen der Pandemie. Psyche. Immer noch. Nicht von Masken, nicht vom Lockdown und nicht vom Schutz vor HI- oder sonstigen Viren. Sondern vom Zuhören und Aufmerksamsein, wie es unseren Schüler*innen zur Zeit geht und vielleicht Austausch hier auch zu dieser Problematik. Dazu musst du nichts beitragen, wenn du nicht kannst, kein Problem.

    "Nur wegen des Lockdowns, haben die Kinder nun Lernprobleme." passen sicherlich auf jeden AFD-Parteitag, sind aber weit an der Realität vorbei.

    Kann es sein, dass das so ein "Stichwort AfD ist immer super, irgendwer wird schon den Danke"-Smiley klicken-move ist? Natürlich hat der Lockdown auch Auswirkungen auf den Lernstand von Kindern. Selbst wenn man den Lockdown aus epidemiologischen Gesichtspunkten noch so befürworten sollte, darf man sich mit negativen Folgen tatsächlich gedanklich auseinandersetzen.

    Zitiere mich doch bitte künftig nicht, wenn du eigentlich was sagen willst, das nichts mit mir und meiner Aussage zu tun hat. Ich kritisiere weder die Entscheidung zum Lockdown und schon gar nicht die zum Masketragen und ich hatte mich im entsprechenden Post nicht mal zum Lernstand geäußert. Sonst ist deine Methode, sorry, dass ich es mit den abgedroschenen Begriffen sagen muss, etwa AfD-Niveau von einem Querdenker und eines Hochschulabsolventen nicht würdig, dem wir unsere Kinder anvertrauen, gell?

    ...Problem ist bei mir leider auch, dass ich durch soetwas ziemlich an meinen eigenen Methoden und an meinem Können zweifele auf diese Weise und das zieht einen ganz schön runter...

    Das ist mit die größte Herausforderung in unserem Job, sich selbst zu reflektieren und sein eigenes Verhalten ggf. zu ändern. Klar machst du nicht alles perfekt. Das musst du auch nicht, niemand ist perfekt. Wichtiger ist, dass du das alles nicht persönlich nimmst. Es ist sein Frust.

    Huhu, ich finde es schwer, einen Hinweis zu geben, weil ich immer mit Kindern spreche, die ein Problem haben und genau das geht ja nicht.

    Für mich klingt es so, als ob das Verhalten sich plötzlich geändert hat, dass also etwas vorgefallen ist, was du nicht weißt. Zum Beispiel das Versprechen, wenn er Deutsch könne, dürfe er in die Heimat fliegen. Also ganz ehrlich, dass rafft schon ein Kind, dass das ein ziemlich unkonkretes Versprechen ist, dessen Ausgang man überhaupt nicht in der Hand hat. Was soll er denn bis wann können?

    Vielleicht ist es auch was anderes, er hasst Deutsch, die ganze Welt ist doof und überhaupt. Aber auch das muss man mal sagen dürfen, damit man wieder den Kopf frei hat für Lernstoff.

    Zum Didaktischen: nicht zu viel Auswahl lassen. Besser etwas vorgeben und klar sagen, was du erwartest. Oder zwei Sachen hinlegen: das oder das? Oder immer erst 10 min Arbeitsheft (Sanduhr ist super) dann ein Spiel, dann darf er dir Chinesisch beibringen. Oder so. Visualisiere, was du vorhast, wann die Pause ist und wie lange die sein wird, was bildlich vor einem liegt, hat eine eigene Autorität durch Selbstverständlichkeit, die man nicht so sehr hinterfragen muss. Isso in deiner Unterrichtsstunde und fertig.

    Vielleicht hast du auch Lust, was mit ihm zusammen zu unternehmen, Pizza belegen, Fußballstadion angucken, Steine übers Wasser flitschen lassen, Knete mitbringen? Wenn man was macht, ist der Fokus nicht auf dem Stressthema.

    Spiele müsste ich mal überlegen, vielleicht Memory mit Bild-/Wortkarten, die könntest du selbst am PC erstellen. Mit Grammatik würde ich es gerade nicht übertreiben, A1 ist doch eher, dass man sich rudimentär verständigen kann. Und sein Problem ist ja jetzt sowieso erst mal die Motivation.

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