Beiträge von Quittengelee

    Musste gerade über den Satz lachen, was es bringt zu erfahren, was die Oma in einem anderen Land vor 50 Jahren gefrühstückt hat^^.

    Also ich interessiere mich schon ganz ernsthaft für meine SuS. Aber du hast natürlich total Recht, man muss aufpassen, dass es nicht um Folklore geht, die Neugier fürs Exotische nicht die Grenze zum ernsthaften Interesse verwischt.

    Und PPS: Ihr dürft euch sicher sein, dass den beurteilenden Personen auch lange vorher bereits klar ist, dass sich jemand nur noch durchschleppt. Manchmal auch bereits bevor die betreffende Person selbst realisiert hat, dass es so nicht weitergehen kann.

    Wir hatten bereits einen solchen Fall, bei dem sich eine Lehrkraft trotz klar erkennbarer (und auch von ihr angezeigter) Überlastung entgegen aller Hinweise immer wieder weitere Aufgaben aufhalsen wollte anstatt sich um wesentliche Kernaspekte und vor allem sich selbst zu kümmern. Das hatte uns vor allem Sorgen um die Person bereitet und weniger den Drang, diese Person auch noch zu befördern und damit die Probleme zu verschlimmern.

    Ich mag nicht so gerne "ihr, euch, man". Vielleicht hast du in diesem Fall erkannt, was diese Person braucht, vielleicht auch nicht, ein Garant, dass alle Vorgesetzten der Welt erkennen, was für andere das Beste ist, gibt es nicht.

    Gesundheitliche Belastung hängt zum Beispiel nicht immer mit der Schule zusammen, wird aber manches Mal verstärkt durch unprofessionelles Verhalten von Vorgesetzten, Mobbing im Kollegium etc. Da wäre eine Beförderung vielleicht nicht kontraproduktiv, sondern jemand hätte mehr Zeit für Verwaltungskram, weniger Zeit vor der Klasse und mehr Selbstwirksamkeitserleben.

    Non sequitur. „Etwas wissen über“ ist doch etwas anderes als „Rituale begehen“.

    Ja, klingt auf der einen Seite richtig, zumal man eben genau nicht einsteigen kann und will in die Religionen anderer Leute. Auf der anderen Seite klingt "Rituale begehen" anders als "Feste feiern". Sie sollen ja nicht Gläser rücken, sondern gemütlich Kerzen anzünden und was Bestimmtes essen, und sich dabei anhören, was Jüdinnen und Juden oder Muslime tun, um was auch immer zu feiern und warum es ihnen wichtig ist.

    Wir machen vier Wochen lang Adventsgedöns in der Schule, muslimische Jugendliche fasten 4 Wochen lang. Es ist ihnen also sehr wichtig. Deswegen muss niemand mitfasten, aber -und das frage ich mich- ist es gemeinschaftsstiftend, mit syrische Gerichte zu essen und an der Feierlichkeit teilzuhaben.

    Oder, wenn ich es so hinschreibe, vielleicht können wir auch einfach einmal im Jahr ein Picknick veranstalten und dann gibt's syrisches Gebäck und deutschen Kartoffelsalat (oder so) und jeder erzählt, worauf er Lust hat.

    Was mich nachdenklich stimmt: bei einer Fortbildung haben Mitarbeiterinnen des Yad Vashem gesagt, Kinder sollten in der Grundschule etwas über Religion und Kultur jüdischer Familien lernen, damit sie nicht als ersten Kontakt mit dem Judentum mit dem Holocaust konfrontiert werden.

    Das spricht für die Theorie, offener aufeinander zugehen zu können, indem man gemeinsam Feste und Bräuche begeht. Aber ich weiß es letztlich nicht, möchte mich aber, wenn es darauf ankommt, positionieren können.

    Ich lese die verschiedenen Meinungen und Ideen weiterhin aufmerksam.

    Und wo in der Religion das Hinterfragen verboten wird, möchte ich wirklich gerne mal wissen.

    Du meinst mit "in der Religion" wahrscheinlich evangelische Christen in Deutschland, die außer Konfirmation und ab und an beten, dass der liebe Gott es gut mit ihnen meinen möge, keine größeren Konflikte mit ihrer Glaubensgmeinschaft haben.

    Ich mache das Pellen der klebrigen Kartoffeln auch nicht gerne. Wenn es schnell gehen soll, dann gibt's Putengeschnetzeltes oder Hähnchenschnitzel. Fleisch ist wie gesagt häufig sehr simpel in der Zubereitung und man muss sich keinen Kopp weiter machen.

    Aber Kartoffelsalat ist lecker, weswegen er für mich auch eine Mahlzeit sein kann :essen:

    ...

    Die mir näher bekannten Lehrkräfte erzählen überhaupt nichts dazu, ob ein Gott oder eine Göttin real oder Fiktion ist, man kann problemlos auch als bekennender Atheist am Religionsunterricht teilnehmen und trotzdem ein Abitur mit 15 Punkten machen.

    Davon hatten wir es aber auch schon ein paar Mal, in den Lehrplänen ist durchaus von Gott die Rede und es gibt Lehrkräfte, die mit Kindern beten.

    Dass sich einige Abiturient*innen abgrenzen können mag sein, halte ich aber nicht für einen guten Rechtfertigungsgrund für Religionsunterricht.

    Aus welchem Grund soll eigentlich denjenigen, die den Widerspruch nicht eingelegt haben, dann nicht auch rückwirkend eine amtsangemessene Besoldung zustehen? Entweder die Besoldung ist für alle angemessen oder für niemanden.

    Da geht es um Geltendmachungspflichten und das jeweilige Haushaltsjahr, juristischer Kram. Da alle Gewerkschaften dazu aufrufen, wird sich hoffentlich jemand mit Ahnung damit auseinandergesetzt haben.

    Meinst du das ernst? :pirat:

    Ja sicher,

    Wortlaut: "Hiermit erhebe ich

    WIDERSPRUCH

    gegen die Besoldung für das Jahr 2025 und beantrage, mir eine amtsangemessene Besoldung zu

    gewähren..." Dann folgen Gerichtsurteile, die ich als Laie nicht beurteilen kann.

    Wie gesagt, inzwischen habe ich den Schriebs schon ein paar Mal eingereicht und ich meine, sogar Kollegen, die das nicht taten, haben die Nachzahlung erhalten. Beim ersten Mal haben wir uns aber genau das gefragt, ob man etwas falsch machen kann.

    ?(

    Sehe ich anders.
    Das Befolgen religiöser Regeln schließt die Übernahme von Verantwortung für sich und andere nicht aus, auch nicht für das eigene Handeln.

    Doch, das tut es schon. Wie objektiv willst du (oder jemand anders) dein (sein/ihr) Handeln verantworten, wenn man aus der Perspektive seiner Religion Regeln verfolgt oder eben auch hinterfragt?

    Beispiel: Sowohl der Katholizismus als auch der Islam haben ein Problem mit Homosexualität. Wie willst du als überzeugter Moslem oder überzeugte Katholikin dein Verhalten gegenüber Homosexuellen (oder ggf. deiner eigenen Homosexualität) überdenken, hinterfragen und das eigene Handeln verantwortungsvoll (in Bezug auf wen oder was eigentlich) verändern? Das ist eigentlich unmöglich.

    Oder man entscheidet über alles Handeln "selbstverantwortet", was auch immer das wäre, dann braucht man aber keine Religion.

    Veganen Kartoffelsalat mache ich ohne großen Aufwand:

    Kartoffeln und einen Apfel schneiden. Kartoffeln kochen. Ein Bund Dill und ein Bund Schnittlauch sowie Gewürzgürkchen schneiden. 3 - 4 EL Cashewmus mit 8 - 10 EL des Gurkenwassers vermischen. Mit Senf, Muskat, Salz sowie Pfeffer abschmecken, dann Kartoffeln, Apfel, Dill, Schnittlauch und Gewürzgurken darin vermengen.

    Klingt lecker, schneidest du die Kartoffeln vorher, also verwendest du Salzkartoffeln statt Pellkartoffeln?

    TeachSmart , wer ist eigentlich "euch"? Eine Person hat kritische Rückfragen gestellt und du meinst, dich gegen alle verteidigen und rechtfertigten zu müssen. Erkläre es doch in Ruhe, dass du in RLP unterrichtest, kann zum Beispiel niemand wissen.

    Ich finde außerdem, dass ausgerechnet in Ethik kritische Fragen zu Lehrplaninhalten dazugehören sollten.

    Du nimmst mich auf den Arm, oder? Die paar Sachen zu schnippeln, dauert doch nur ein paar Minuten.

    Also, ich finde schon, dass die Zubereitung einer Ente schwieriger ist als einen Kartoffelsalat herzustellen. Aber das ist wohl Ansichtssache.

    Das ist deines Erachtens der Grund, warum Leute Fleisch essen?!? Also, bei den Vegetarier*innen und Veganer*innen aus meinem Umfeld - von denen BTW einige kaum bis gar nicht kochen können - ist das definitiv nicht der Grund, auf Fleisch zu verzichten.

    Genau anders herum, sonst ergibt es keinen Sinn. Leute verzichten nicht auf Fleisch, weil es einen leckeren Geschmack insbesondere beim Braten entwickelt, auf den Leute nicht verzichten wollen. Vegan zu kochen ist extrem aufwändig, wenn man eine leckere, sättigende und vielseitige Ernährung haben möchte.

    Aus dem Ethik-Lehrplan Sachsen Klasse 3 und 4

    "Die Schüler erhalten einen ersten Einblick in die Weltreligionen des Judentums und des Islam. Sie erfahren von Traditionen und Ritualen dieser Religionen und denken über Verbindendes nach. Die Schüler lernen das Wirken gläubiger Menschen und karitativer Einrichtungen kennen. Schüler gewinnen Einblick in den Glauben der Christen. Sie wissen, dass viele Feste, Bräuche, Gebäude und Kunstwerke eng mit dem Christentum verbunden sind. Sie lernen die Kirche als heilige Stätte kennen und die Bibel als das heilige Buch der Christen. Die Schüler gewinnen Einblick in die Bedeutung christlicher Feiertage, Feste und religiös geprägter Zeiten."

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