Beiträge von Quittengelee

    Du hast überhaupt keine Ahnung.

    Obwohl diese Kinder zur Schule kommen oder das Fehlen trotz vieler Umzüge auffällt, kommen unsere derzeitigen Systeme nicht daran, diese Kinder zu erkennen und aufzufangen.

    Trotzdem ist die Schule eine Kontrollinstanz. Ich möchte keinesfalls eine Bewegung wie in den USA nach Deutschland holen. Kinder sollten auch von anderen Erwachsenen erzogen und gebildet werden als nur von den Eltern, selbst wenn sie keiner Misshandlung ausgesetzt sind.

    Das ist wieder ein Beispiel für einen Sachverhalt, wo in Deutschland weltmeisterlich problematisiert wird, während es in anderen Ländern normale Praxis ist und genügend Untersuchungen belegen, dass die betroffenen Kinder keine Nachteile in Bezug auf den späteren beruflichen Erfolg haben.

    Du fühlst auch nie den Drang zu belegen, was du so meinst, oder? Abgesehen davon, dass von den sozialen Folgen die Rede war und nicht von beruflichem Erfolg.

    Das ist kein Kontrollverlust. Du stehst nicht am Meer und ein Tsunami bricht über dich ein, sondern du planst Unterricht und bereitest dich auf Schülerfragen und Verhaltensauffälligkeiten vor. Du denkst über Handlungsalternativen nach, du schreibst dir sogar vorher Formulierungen für Arbeitsaufträge auf. Nichts davon ist unkontrolliert.

    Du bist lediglich noch unerfahren und entsprechend deines Ausbildungsstandes triffst du Entscheidungen zur Situation passend. Hinterher begründest du deine Entscheidungen, wenn du sie im Nachhinein anders treffen würdest, begründest du das.

    Jeder Ausbilder und jede Ausbilderin weiß um deine Situation und gleicht diese Erwartungen mit der realen Situation ab. Alle Lehramtsanwärter*innen machen ähnliche Fehler und haben individuelle Stärken, auch du, da ist nichts Unkontrollierbares dabei.

    Edit: eine Referendarin musste mal einen Feueralarm im Unterrichtsbesuch über sich ergehen lassen und unsere Klientel reagiert zum Teil panisch auf derlei Situationen. Der Alarm war für sie nicht kontrollierbar und doch hat sie die Situation kontrolliert, auf ihre Weise. Das wird gesehen und anerkannt.

    Solange du nicht selbst traumatisiert bist und in einer besonderen Situation in Schockstarre verfällst oder in Tränen ausbrichst, fiele mir nichts ein, was du nicht handeln könntest, so wie alle Refs vor und neben dir.

    Ich finde das überhaupt nicht "normal" i.S.v. "gesund". Auch wenn es natürlich noch andere Menschen gibt, die unter Ängsten und Selbstzweifeln leiden, sollte es nicht als selbstverständlich hingenommen werden, dass man Angstzustände aushält und sich nur noch fremdbeurteilt wahrnehmen und definieren kann.

    In ausnahmslos jedem Beruf lernt man, wird geprüft, kritisiert, macht Fehler usw. Wenn dich das über die Maßen belastet, weil du deinen Selbstwert davon abhängig machst, würde ich mich damit in einer Therapie oder Beratungsstelle auseinandersetzen, ganz unabhängig vom Bereich Schule.

    In Bezug auf das Ref: natürlich bestehst du das. Warum solltest du plötzlich grandios scheitern, wo du doch bereits gesehen und erfahren hast, dass du den inhaltlichen Anforderungen gewachsen bist? Das ergibt logisch gesehen keinen Sinn. Ängste haben aber nur selten mit Logik zu tun.

    Was sage ich denn anderes? Jetzt gibt es keine A13-Beförderung mehr, weil alle A13 kriegen. Win win für alle, außer denen, die A13 erst nach Jahren als Beförderung bekommen haben und jetzt sauer sind. Prognose: In 3 Jahren redet darüber kein Mensch mehr.

    Wie ist es denn jetzt für Primarstufe und Sek I?

    Ich dachte es läuft bislang so: A12, nach ein paar Jahren automatisch A13, wer Glück hat, noch eine Zulage für die Zusatzaufgaben.

    Oder gab es bis jetzt mehr Beförderungsämter A14 für die Kolleg*innen an Grund- und Gesamtschulen?

    Dachte gerade Ähnliches: Ich sehe da auch keinen Widerspruch. Wem die Lehrerin zu woke, der Lehrer zu queer, die Klientel zu migrantisch ist, soll sein Kind zu Hause unterrichten dürfen. Wer ein siebendes Gymnasium bevorzugt, soll das wählen können. Die Elite soll unter sich bleiben.

    Schlimm finde ich diese Rhetorik. Spätestens nach einem Jahr in Regierungsposition wissen die dann auch, was man tun muss, um Vereine ausbluten zu lassen, Schulbuchwahl zu regulieren, jegliche Kulturförderung zu streichen und stattdessen Fahnen zu hissen.

    Wenn es in NRW im Sek I- und im Primarbereich künftig keine funktionslosen Beförderungsstellen geben soll, ist das im Vergleich zum Gymnasium keine gefühlte sondern eine echte Unwucht. Es geht hier ja auch um Entwicklungsperspektiven von KollegInnen unterhalb der Schulleitungsebene.
    Die gibt es am Gymnasium, aber eben künftig nicht mehr an den anderen Schulformen. (Die Gesamtschule ist eine Mischform, an der die Unwucht sogar noch stärker an den Tag tritt.)

    Weil? Ich kapiere es wirklich nicht. Alle starten mit A13, dann gibt es ein paar A14-Stellen, auf die man sich bewerben kann, und gut ist's.

    Die Grundschulen sind doch die Benachteiligten, sie bekommen keine A14-Beförderungen, die Gymnasien behalten ja ihre Ämter. Einziger Unterschied: Berufseinsteigende verdienen besser, was gefühlt blöd ist für die, die darauf warten mussten. Die ärgern sich womöglich insgeheim oder auch lautstark, sie haben aber keinen Cent weniger dadurch?

    Sonntage und Hochfeste beginnen am Abend des Vortages (mit der Vesper).

    In deiner Welt. Du, bei dir, die Leute, mit denen du zu tun hast, da wird das so gemacht. Andere Leute feiern anders Ostern oder gar nicht, Milliarden Menschen sind keine Christen, Vesper ist für viele eine Brotzeit. Bleib doch bitte bei dir, sprich per ich, Religion ist Privatvergnügen und sollte es immer bleiben, damit keine Menschen in ihrem Namen mehr sterben müssen. Das wäre mein Osterwunsch. Neben den Lindt-Hasen mit den schönen Glöckchen, die sollten nur noch fairtrade produziert werden, auf Lieferketten kommt es an.

    Ich finde, die Länder sollten vor allem gucken, für besondere Aufgaben Abminderung zu schaffen und zwar konkret und nicht nach Gutdünken der Schulleitungen.

    Hier im Forum wird ja gerne betont, dass sich Beförderung finanziell nicht lohne, abgeben will sie natürlich trotzdem niemand.

    Daher schlage ich vor, dass auf jeden Fall Klassenlehrkräfte eine Stunde bekommen und für jede Aufgabe, die an einer Schulart Zeit bindet, ebenfalls Stunden verrechnet werden. Dann wird sich zeigen, was unbedingt gemacht werden muss und der, der es tatsächlich macht, wird sofort dafür entschädigt.

    Diese Szenarien sind ja alle bereits ausführlich durchgespielt. Eine Anhebung nach A13 für alle nicht-gymnasialen Schulformen beseitigt eine Unwucht im System, schafft aber gleichzeitig eine neue Unwucht...

    In SN bekommen alle A13, das ist eigentlich keine Unwucht. Oder geht es dir darum, dass sich welche benachteiligt fühlen, die am Ende aber gar keine Nachteile haben, weil sie nichts abgeben müssen?

    Nein, kann mir nicht vorstellen, dass die jemand mag i.S.v. "ich habe sie gern in meiner Nähe". Toleranz muss man aber natürlich walten lassen, Spinnen gibt's ja auch schon bisschen länger, vor spätestens 230 Mio Jahren begann der Netzbau.


    DUum kotzt auch gerade ab, weil es beschissen kalt und nass ist und er/sie sich auf Frühlingswetter und Draußenfrühstücken gefreut hat:(

    Ich habe studiert, damit ich die Qualität von Unterrichtsmaterial beurteilen kann, nicht dass ich jeden Abend sitze und Arbeitsblätter selbst erstelle.

    Ich warte eigentlich auf ein Tool, das genau das kann und war bislang enttäuscht von dem, was frei zugänglich ist. Der Sinn von KI ist doch, dass sie einem Arbeit abnimmt.

    Ich habe es mir aber noch nicht angesehen, weil es am Ende immer ums Geldverdienen geht und ich habe derzeit keine Lust, schon wieder für was zu bezahlen, in das ich mich einarbeiten muss.

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