Beiträge von SteffdA

    Nun... eine Station ist ein Ort, an dem die jeweiligen Arbeitsmaterialien und Aufgaben liegen, die besuchende Schüler/-gruppen abarbeiten.
    Verlege diesen Ort ins Netz (das wäre dann im enfachsten Fall ein Directory) und lege dort die entsprechenden Arbeitsmaterialien und Aufgaben ab.
    Die Schülergruppen bekommen dann einen Laufzettel o.ä. auf dem die Reihenfolge der abzuarbeitenden Directories steht.

    Artikel 7 Abs. 3 GG: Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach.

    Da ist geregelt, das Religionsunterricht stattfindet, aber nicht, mein religiöses/weltanschauliches Bekenntnis bzw. das meiner Schüler. In dem Satz, den ich zitierte und der Bezug auf ein Schulgesetz nimmt ("Ehrfurcht vor Gott"), allerdings schon.
    Das steht im Widerspruch zur in GG, Art.4 (1) geregelten Religions- und Weltanschauungsfreiheit, die ja auch die Freiheit von Religion bedeutet.

    Präambel GG: Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen...

    Eben... und dann kommen die Regeln, die sich das deutsche Volk selbst gegeben hat.
    In anderen Worten... das deutsche Volk sagt vor Gott, dass es seine Angelegenheiten selbst regelt.
    Insofern verstehe ich das Grundgesetz auch als einen emanzipatorischen Akt von Gott und nicht als einen unterwerfenden.

    Solange die "Ehrfurcht vor Gott" eine Grundlage unseres rechtlichen Handelns bildet, ist Reliunterricht wohl nicht wegzudenken.

    Da dürfte das Grundgesetz mit der Religionsfreiheit vor sein und dem Grundsatz, dass Bundesrecht Länderrecht bricht.

    Ich frage mich also wirklich, mit welchem Recht die Kirche auch heute noch derartig Einfluss in eine staatliche Einrichtung nehmen darf.

    Weil sie es kann (und nicht nur die Katholische Kirche). Religionsgemeinschaften sind in Deutschland m.E. sehr gut bis in die Politik vernetzt.
    Das hat man beispielsweise in der Diskussion um die Knabenbeschneidung sehr deutlich sehen können. Da war dann etlichen Politikern aus fast allen Parteien die grundgesetzlich garantierte körperliche Unversehrtheit plötzlich weniger Wert, als eine religiöse Regel.
    Man konnte in dieser Diskussion auch deutlich sehen, dass sich, wenn es um derartige Sonderrechte für Religionsgemeinschaften geht, sich die "Religiösen" (ich schreib' das mal einfach so, weil mir kein besserer Begriff einfällt) plötzlich auch sehr einig sind, obwohl sie sich sonst eher distanziert (um das mal gaaaanz vorsichtig zu formulieren) gegenüberstehen.

    Mir ist wichtig, dass meine Kids sich nicht mehr wegdrehen, wenn sich auf dem Schulhof jemand ein Knie aufgeschlagen hat

    Sorry, aber für menschlich anständigen Umgeng miteinander brauche ich keine Religion.

    In den Bereichen, in denen es als Fachsprache genutzt wird oder man Quellen im Original lesen muss/soll, gerne.
    Ansonsten empfinde ich das lernen toter Sprachen als ziemlich sinnfrei.

    Unsere Lateinlehrer sagen immer:
    - Ihr habt später den Vorteil, dass ihr auf jeden Fall das Latinum habt. An der Uni ist es schwerer.
    - Ihr lernt Fremdsprachen leichter
    - Ihr lernt die deutsche Grammatik besser.

    - Ich sähe eher einen Vorteil in einer soliden naturwissenaschaftlichen Basis.
    - Das halte ich in dieser Pauschalität für Blödsinn.
    - Och, viele Leute hatten kein Latein und drücken sich angemessen aus, insofern sehe ich das Argument nicht.

    Es wird erwartet, dass man alle Dokumente, die sie mailt, ausgedruckt mitbringt (oft über 10 Seiten).

    Falls das mit einem privaten Drucker erfolgt, würde ich das halt nicht mehr machen (Begründung: keinen Drucker da, Drucker kaputt o.ä.)...
    oder aber:
    ihr anbieten, das auf einem schulischen Gerät für die anderen Kollegen auszudrucken bzw. zu kopieren... gibt es nicht? ...Pech gehabt.

    Ich bekomme oft Aufgaben zugeteilt, die ich dann möglichst schnell erledigen soll, es kommt fast jeden Tag eine mündliche Erinnerung oder eine Mail.

    Darauf hinweisen, dass du nicht ihre Sekertärin bist und Unterricht vorzubereiten und durchzuführen hast.

    Sitze ich in den Pausen im Lehrerzimmer, werde ich angemotzt, dass ich nicht auf dem Flur ansprechbar bin, auf dem die entsprechenden Klassen des Bildungsgangs sind.

    Klar sagen, dass du so mir dir nicht umspringen lässt (durchaus auch im Beisein anderer Kollegen).

    Es geht mir auch ein Menschenbild, das ich nicht teile. Für sie sind Schüler Mängelwesen, die ständig kontrolliert und überwacht werden müssen.

    Das kann sie für sich so tun, aber ich denke nicht, dass sie das von allen anderen erwarten bzw. einfordern kann. Handele im Unterricht so, wie du das verantworten kannst, verweise gegebenenfalls auf das Schulgesetz (glaube ich) und dort auf die Ausführungen zur pädagogischen Freiheit.

    Sie verbietet das den Kollegen sozusagen.

    Siehe eins drüber.


    Grüße
    Steffen

    Da mein Referendariat am 12.9 beginnt und ich erst am 5.9 aus dem Ausland zurück komme...

    Wenn du in einer Firma neu anfängst, stehst du auch nicht eine Woche vor Beginn deiner neuen Tätigkeit auf der Matte.
    Ich würde mir da überhaupt keine Gedanken machen.

    Als ich 1992 nach meinem ersten Studium in der Industrie anfing war E-Mail bereits ein etablierten und allgemein verbindliches Arbeitsmittel.
    Ich bin immer wieder erstaunt, welcher Zirkus um E-Mails im Bildungsbereich heute noch gemacht wird. Und nein, E-Mails sind kein Neuland (mehr)!

    Allerdings sind E-mails ein asynchrones Medium, d.h. ob und wann ich die beantworte bestimme grundsätzlich ich (ob das für einen guten Arbeitsablauf sinnvoll ist, ist eine andere Frage). Will jemand sofort eine Antwort, kann er/sie anrufen, oder z.B. chatten ;).

    ...und ja, für die Bereitstellung von Arbeitsmitteln ist der Arbeitgeber zuständig.

    Wir sehen ein Problem darin, dass Kollegen, die viele Besuche machen, auch viel im Auto sitzen und diese Zeit nicht in die Arbeitszeit fällt (mehrere Kollegen mit ca. 7 Zeitstunden pro Woche reine Fahrzeit).

    Also die Fahrt vom Wohnort zum Arbeitsort und vom Arbeitsort zum Wohnort sind Privatsache. Alle anderen Fahrten sind m.E. Dienstreisen bzw. Dienstzeit.

    ...erwirbt man evtl. beim Verwenden einer absolut intuitiven App weniger Kompetenzen?

    Wenn das alles mal so intuitiv wäre, wie das immer behauptet wird....

    Ich habe mich bei angebleich intuitiven Apps schon wundgesucht, weil einfach Bedienelemente eben nicht intuitiv als solche erkennbar waren oder die Bedienlogik sich nicht erschloß. Dokumentation gibts natürlich auch nicht... ist ja alles sooooooo intuitiv.

    Und bevor ich mir das weiter und wieder antue bin ich mit einem klassischen Notebook, nicht-kastriertem Betriebssystem und Standardsoftware besser bedient.

    Die Lernunwilligkeit von Lehrern erschreckt mich auch oft. Einige sind offenbar noch gar nicht im digitalen Zeitalter angekommen.

    Nun ja, vielleicht hinterfragen Lehrer einfach sehr deutlich den Nutzen für ihr berufliches Leben.
    Da pauschal Lernunwilligkeit u.ä. zu unterstellen scheint mir doch eher dem oberflächlichen Blick und der reflexionsunfähigkeit bezüglich des Nutzens derer geschuldet, die jeden Tag mit 'nem neuen Furz um die Ecke kommen.

    Für mich persönlich bedeuted die Nutzung digitaler Werkzeuge eine Erleichterung in meiner täglichen Arbeit und deshaln nutze ich sie. Allerdings brauche ich dafür nicht täglich 'ne neue App und 'n neues Gerät etc. Ich habe mich für wenige, aber für mich ausreichende Werkzeuge entschieden, die ich nutze; damit hält sich dann auch der Aufwand in Grenzen ständig umlernen zu müssen.

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