Beiträge von SteffdA

    Jetzt geht es aber schon ein bisschen in Richtung Fächer-Bashing, oder?

    Überhaupt nicht.
    Ich sehe viele Schüler/innen an den beruflichen Schulen, die Formeln auswendig lernen und zwar in jeder umgestellten Variante, oder, die keine Aufgaben bearbeiten können, wenn eine Formal nicht in allen umgestellten Varianten in der Formalsammlung steht.
    Und das nur, weil sie nicht in der Lage sind eine Formel umzustellen.

    Und hier stehen eben zwei Strategien gegenüber:

    • Ich lerne alles in allen Varianten auswendig, damit es für die Klausur reproduzierbar ist. Dann bekomme ich irgendwann ein Lastproblem. ...oder...
    • Ich verstehe, wie man Formeln umstellt, behersche also ein Verfahren, das ich in beliebigen Fällen immer wieder anwenden kann. Dann lerne ich einmal und habe eben dann noch Kapazitäten frei um auch den Inhalt zu verstehen (was sagt die Formel aus, wie ändert sich das Ergebnis bei Änderung einzelner Parameter, praktische Anwendung usw.)

    Auch die MINT-Blase (angeheizt durch den angeblichen Fachkräftemangel) wird früher oder später platzen.

    Was für eine MINT-Blase? Mit Philosophie lässt sich eben kein Auto bauen.

    Das wir keinen Fachkräftemangel haben, da gebe ich dir Recht. Wir haben nur einen Mangel an Fachkräften, die sich nicht unter Wert verkaufen wollen.

    Ich sehe da noch ein anderes Problem: Mein Eindruck ist, dass in besonders allgemeinbildenden Schulen viel Wert Wert auf auswendig lernen gelegt wird. Damit bekommt man aber in den MINT-Fächeren ganz schnell ein Lastproblem.

    ...sonder gezielt für Mathe. Dachte z.B., dass wenn man ihnen beibringt Funktionen zu zeichnen, oder wie man mit Schleifen programmieren kann um Zahlenfolgen, Reihen und Limes zu berechnen, oder 2D und 3D von Flächen und Volumen mit Variablen in Animationen herstellt, oder numerisches und symbolisches Rechnen mit differential und Integralrechnung, usw. durchgeht,...

    Und genau dafür muß die Mathematik verstanden sein, erst dann ist das sinnvoll programmierbar.

    Natürlich ist es klasse, mal ein paar Folgen in Excel darzustellen. Auf jeden Fall machen! Auch Wertetabellen darstellen, Funktionen plotten. Solche Sachen.

    Alternativ würde ich Geogebra empfehlen.

    Wie wirkt sich das Lernen von Programmiersprachen angewandt an das mathematische Problemlösen/Denken (z.B. mit C, Python, Fortran oder Mathematica und Matlab) auf die Leistungen der Schüler in Mathe aus?

    Wenn das mathematische Problem nicht verstanden wird, nützt einem auch die Programmiersprache nichts.


    Ich denke das müsste logischerweise ihre mathematischen Fähigkeiten stärken,...

    Welche mathematischen Fähigkeiten braucht man denn beim Programmieren?

    Nun habe ich das Problem, dass man mich auch auf Facebook suchen kann.

    Das ist Absicht in sozialen Netzwerken und den zugehörigen Plattformen.
    Wenn du nicht in Facebook gefunden werden willst, das sei nicht dort.
    Wenn du es kontrollieren willst, mach deine eigene Plattform und lade die Leute dorthin ein, mit denen du darüber kommunizieren möchtest. Ein eigener Webspace mit einer Chat- oder Forensoftware sollte fürs erste reichen.

    Grüße
    Steffen

    Hätten meine Frau und ich unser Einkommen für uns allein, wären wesentlich größere Sprünge drin als mit Kindern.

    Eure Kinder sind eure großen Sprünge! Andere haben halt die Sprünge in ihrem Leben anders definiert. Wo ist dein Problem?

    Du vermischst hier zwei Ebenen: Auch zu Hause erzogene Kinder, ja sogar Kinder, die im Homeschooling unterrichtet werden (so das hierzulande möglich wäre, was es gottseidank nicht ist), zahlen eines Tages Steuern, gehen zur freiwilligen Feuerwehr oder leisten sonst einen nützlichen Beitrag zur Gesellschaft.

    Woher weißt du das? Ich halte diese Annahme für sehr spekulativ.

    Du meinst, du bist gekraenkt, weil jemand den Begriff Doppelverdiener in einer Weise verwendet, die verbreitet ist, die du aber ablehnst?

    Ich bin nicht gekränkt, aber ich wende mich gegen das, was Brecht als "Wörter waschen" bezeichnete. Auch wenn gewaschene Wörter weit verbreitet sind, heiß das nicht, dass es richtig ist. Im Gegenteil, die weite Verbreitung lässt auf den Erfolg der Verschleierung schließen.

    Es geht bei der Bezeichnung DINK nicht um Anmache - sondern um die simple Feststellung einer Tatsache.

    Doppeltes Einkommen ist doch eben keine Tatsache!
    Verheirateten kinderlosen wird damit unterstellt, sie vefügten über doppelte Einkommen; denen, die nicht so genau hingucken wird suggeriert, das wären Überprivelegierte. Der Begriff wird genutzt um diese Gruppen gegeneinander auszuspielen.


    ...oder investieren in eine solide Altersversorgung.

    Ahja.... und warum wird dann den kinderlosen permanent unterstellt, sie würden sich nicht an der Altersvorsorge beteiligen?

    Nun, was mit dem Reden von DINKS gemeint ist, ist ja klar. Hier werden die Dinge eben spitzfindig umgedeutet, um ein "Argument" zu gewinnen.

    Der Ausdruck "Doppelverdiener" oder auch "DINK" ist ein bewußt gewählter (Kampf-) Begriff, der verschleiern soll, dass eben niemend ein doppeltes Einkommen hat, wenn er heiratet. Jeder hat nach wie vor sein Einkommen (sofern er einer Erwerbstätigkeit nachgeht).

    ...über die Umverteilung durch das Sozialsystem...

    Über genau diese Umverteilung wird der Ausgleich geschaffen! Und darüber hat sich hier auch niemand beschwert. Aber deshalb muß sich niemand, der keine Kinder hat, hier blöd anmachen lassen!

    Zur Umverteilung in den Sozialsystemen ein kleines Gedankenspiel:

    Heute heiraten alle, in neun Monaten haben alle zwei Kinder. Wer subventioniert die Familienmitversicherung der Krankenkassen? Im Moment sind das diejenigen , die einzahlen, ohne Ansprüche für nichtzahlende Familienmitglieder geltend zu machen.
    Wer subventioniert verbilligte Fahrpreise, verbilligte Eintrittspreise in Schwimmbäder, Theater, Musseen etc. für Kinder? Doch wohl die, die solche Subventionen nicht in Anspruch nehmen.

    Dann ist vielleicht das Rentensystem in 20 - 30 Jahren gerettet, aber alles andere an sozialem System nicht mehr existent, weil niemand dafür aufkommt.


    Also nochmal: All diese Unterstützungen sind ok, aber blöd anmachen lassen muß sich dafür niemand!

    Während meine kinderlosen Doppelverdiener-Ehegattensplitting-Kollegen ihren Steuervorteil ins Wohnmobil investierten...

    • Es gibt keine Doppelverdiener. Oder hast du schonmal gehört, dass jemand, wenn er heiratet, plötzlich das doppelte Gehalt bekommt? Auch nach Heirat bekommt jeder sein Gehalt und das ist dann immer noch eins pro Person.
    • Ehegattensplitting ist kein Steuervorteil, sondern gleicht einen Steuernachteil aufgrund der Progression aus, der auftritt, wenn die Einkommen stark unterschiedlich sind. Haben beide ein gleichhohes Einkommen, bringt das Splitting keinerlei Vorteile.

    Kinder sind keine Privatsache, sondern von öffentlichem Interesse, und zwar zuvoerderst von Interesse für die Kinderlosen.

    Ein Hund zahlt keine Rentenbeitraege und trägt ähnlich viel zu Pensionen bei wie das geliebte Briefmarkenalbum. Er ist aber auch ungeeignet zu gesellschaftlicher und ökonomischer Innovation, arbeitet nicht, konsumiert nicht, investiert nicht, leistet keine sozialen Dienste und pflegt keine alten Menschen, hält kein Haus, keinen Hof und kein Feld in Schuss und besucht natürlich auch keine Schule.

    Vielleicht wäre es mal an der Zeit menschengerechte Systeme zu diskutieren, als Gruppen gegeneinander auszuspielen und zu erwarten, dass sich Menschen systemgerecht verhalten bzw. systemgerecht gemacht werden.

    Ich denke, so wie es Privatsache ist, ob man Kinder hat/haben will, so sollte es auch (weitgehend) Privatsache sein, wie man mit den Konsequenzen klar kommt.

    Das schließt gegenseitige Rücksichtnahme nicht aus, aber unverschämte Anspruchshaltungen muß sicher man nicht befriedigen.

    Wir haben jeweils 80-Minuten-Blöcke, zwischen denen jeweils 30 Minuten Pause liegen.

    Das halte ich pädagogisch zumindest für fragwürdig.


    Nach dem Unterricht erfolgt die Mittagsaufsicht (40 oder 80 Minuten), welche aber nur halb gerechnet bzw halb bezahlt wird. Einige Kollegen geben bis zu 240 Minuten Mittagsaufsicht, von denen aber nur 120 Minuten bezahlt werden.

    Das würde ich von einem Arbeitsrechtler mal prüfen lassen. Ich halte Aufsichten für normale Arbeitszeit.


    Eine Chance auf Änderung dieser Zustände sieht die Schulleitung zur Zeit nicht

    Was ist denn deren Aufgabe? Status quo erhalten und Leute verheizen?!?! Wie sieht es mit deren Fürsorgepflicht aus?


    Unsere Arbeitszeit wurde "künstlich" möglichst weit in die Länge gezogen, um uns möglichst lange in der Schule zu halten - zur Sicherung des Ganztagsbetriebes.

    Gut, wenn die normale Arbeitzeit u.a. mit Aufsichten und Konferenzen "vergeigt" wird, dann bleibt eben weniger Zeit für Vorbereitungen oder sonstige Dinge (Klassenfahrten, Ausflüge etc.).

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