Beiträge von SteffdA

    Es handelte sich hier um 5. Klässler. Da kannst du dir mit den unterschriebenen Zetteln höchstens die Wände mit tapezieren...


    Es geht darum, die Anwesenheit der Schüler zu dokumentieren und dass sie die Belehrung zur Kenntnis genommen haben, nicht um eine Unterschrift unter einen Vertrag.
    Wenn man das dann noch den Eltern zukommen lässt, sind diese sowohl über den Inhalt der Belehrung informiert, als auch darüber, dass ihr Filius anwesend war.

    Ich halte diese Vorgehensweise für tragfähiger, als im Zweifel bloß sagen zu können: "Ich hab das mal erwähnt.".

    Verlässliche Schule muss ich nach allem, was ich so sehe, so interpretieren, dass die Eltern sich drauf verlassen können, dass ihre Kinder - egal, was passiert - bei uns bis 16 Uhr oder 17 Uhr mehr oder weniger gut aufgehoben sind ... und ja nicht durch Stundenausfall bedingt unvorhergesehen eher nach Hause kommen.


    Als ich Schüler war hatten ich und meine Klassenkameraden 'nen Wohnungsschlüssel und sind nach der Schule alleine nach Hause gegangen. Wo ist bitte das Problem? ...naja... ist vielleicht auch 'ne Erzeihungsfrage.
    Achso.. Hausaufgaben haben wir natürlich auch gemacht, selbstständig und ohne Eltern.

    Zur Ganztagsschule: Vielleicht sollte die betroffenen Lehrer dann auf ihre Arbeitszeit schauen und nicht auf die Stundenverpflichtung. Wenn in einer Ganztagsschule ein größerer Anteil der Arbeitszeit an der Schule mit Unterricht und anderen Aktivitäten zu verbringen ist, dann bleibt eben ein geringerer Anteil für Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen etc..

    Grüße
    Steffen

    Wie soll das gehen?
    Man kann nicht erst Geld fordern für ein Konzept, von dem man aber nicht sagen kann, dass man es fordert, weil man ja ERST das Geld herschaffen und DANN das Konzept präsentieren soll.


    Doch! Die Banken habens doch auch so gemacht. Sie haben die Kohle für die Bankenrettung vom Staat gefordert, ohne ein Konzept zu präsentieren, dass sie dafür sorgen, dass sie nicht mehr auf den Staat angewiesen sind.

    Aber offensichtlich ist Bildung nicht systemrelevant sondern bloß nice to have.

    Wie wäre es denn mit einer Stundenreduzierung?


    Das heißt, die TO soll noch Geld mitbringen, damit sie nicht kaputtgespielt wird?!?!

    Andersrum wird ein Schuh draus: Die normale tägliche Arbeit ist so zu organisieren, dass sie in der normalen täglichen Arbeitszeit zu bewältigen ist.
    D.h. im Klartext Arbeitsorganisation verbessern und/oder Arbeitspensum verringern.

    Grüße
    Steffen

    Zum Thema Schulleitung kann ich nur sagen, dass sie es selbst nicht anders kennt. Unsere Schulleitung ist oft bis in die späten Abendstunden in der Schule anzutreffen. Das kann schon mal 22Uhr sein.


    Das kann sie auch gerne tun, aber sie kann nicht von anderen erwarten, dass sie das auch so handhaben. In einer beruflichen Schule würde ich sagen: "Das ist der Unterschied zwischen A16 und A13."

    Wir machen einen Tag aus - aber vereinbaren keine Uhrzeit, wie lange die Aufräumaktion dauern soll.
    Auch auf mein Nachfragen und Beharren, wurde ich abgewiesen.


    Dann definiere dir eine Zeit, bis wann du das machen kannst/willst, teile das deinen Kollegen mit und halte dich konsequent daran.

    Ich sehe übrigens nicht, dass du dann deine Kollegen im Stich lässt. Wenn sie keinen Unterricht vorbereiten müssen und/oder kein Privatleben haben ist das doch deren Entscheidung.

    Grüße
    Steffen

    Aber genau damit habe ich ein Problem.


    Nein, die anderen haben ein Problem (nicht nit dir, sondern mit sich selbst).

    Es fällt mir so schwer, mich für all diese vielen Aktivitäten zu begeistern.


    Da mach das nicht. Niemand kann dich zu Begeisterung zwingen.

    Die Frage ist, sollen alle im Kollegium jetzt weniger arbeiten, wegen mir, wo sie doch Freude daran haben? Das will ich nicht.
    Oder soll ich mich auspowern, um mit den anderen mitzuhalten?


    Mach deine Arbeit, so gut wie du kannst ohne dich dabei aufzureiben. Mehr kann niemand erwarten. Deine KollegInnen können das ja gerne anders handhaben, wenn sie das wollen.

    Das was mich am meisten stört ist, mit meiner Meinung und Denkweise nicht dazu zu gehören.
    Wenn man nicht gehört wird und die anderen ständig an einem vorbei ziehen, macht das auf Dauer unglücklich.


    Such' dir eine Nische, in der du deine Arbeit machen kannst und dich wohlfühlst. Klappt das nicht oder nicht auf Dauer, dann such' die eine neue Wirkungsstätte.


    Und denke daran, es gibt nur ein Leben und nur eine Gesundheit. Beides sollte nicht verhandelbar sein.

    Grüße
    Steffen

    man ist doch auch als Lehrer nicht die Person, die man ist. ...
    Man entwickelt doch eine Lehrerpersönlichkeit. So verstehe ich das (ohne viel Erfahrung zu haben..) und so verstehe ich auch meine Seminare, Dozenten, etc.


    Tut mir leid, aber ich habe keine Persönlichkeitsspaltung.


    Wenn ich mir vorstelle als Lehrerin als Privatperson vor der Klasse zu stehen, dann glaube ich kaum, dass man das wirklich aushält.


    Ich bin nicht psychisch labil...

    Man erwartet, dass ihr als Lehrerpersönlichkeit gewisse Eigenschaften habt. Wie ihr privat seid interessiertr doch an der Schule keinen?


    ..sondern authentisch.


    Vielleicht ist diese Entwicklung der Lehrerpersönlichkeit das, was viele anstrengt und frustriert. Dieses verbiegen müssen ist doch icht persönlich gemeint.


    Wie bitte ist es denn sonst gemeint?!?! Ich finde dieses Ansinnen im höchsten Maße übergriffig! Wer mir unterjubelt, ich müsse meine Persönlichkeit ändern bekommt von mir sehr schnell klargemacht, dass er sein hobbypsychologisches Werkzeugköfferchen gar nicht erst auspacken braucht und mit dieser Psychonummer nicht landen kann!

    Ich erwarte, dass ich als Mensch behandelt werde, mit entsprechender Würde und Respekt! Wer meint, dass er in den Seminaren Knetmasse vor sich hat, der sollte ganz schnell sein Menschenbild überprüfen.

    Grüße
    Steffen

    Nunja, wenn du dir einen eigenen Kompetenzbegriff bastelst, und denn dann auf den kompetenzorientierten Unterricht anzuwenden versuchst, dann passt der natürlich nicht. Das macht aber irgendwie keinen Sinn und eine Kompetenzorientierung wird dadurch irgendwas Schwammiges.


    Kompetenz ist bis jetzt wissenschaftlich nicht wirklich geklärt. Auch in der pädagogischen Literatur verfolgt jeder Autor seinen eigenen Kompetenzbegriff.
    Ich beziehe mich mit meinem Kompetenzbegriff auf Chomsky (Competence - Performance), die Lehre von Schema und Ausprägung (http://www.uni-jena.de/unijenamedia/D…tel_1_IaG2a.pdf), Laszlo Merö "Grenzen der Vernunft". Aber auch Ferdinand de Sassure mit Langue - Parole ist da nicht weit weg.
    Ich denke, dass ich mit diesem Ansatz der Realität recht nahe komme.

    Grüße
    Steffen

    Wieso kann man Kompetenzen nicht vermitteln?


    Nun, das ist mein Kompetenzbegriff.... Kompetenzen sind verfügbare Handlungsschemata, also kognitive Schemata, die es mir ermöglichen in einer Situation adäquat zu handeln bzw. mit einer Situation adäquat umzugehen.
    Das schließt Wissen und Erfahrung mit ein. Und Erfahrung kann man eben nicht vermitteln oder lehren, Erfahrungen im Umgang mit Lerngegenständen, ion Lernsituationen etc. müssen die Schüler schon selbst machen.
    Gerade im Sprachbereich sollte doch bekannt sein, dass es eben nicht ausreicht Vokabellisten und Deklinationstabellen hoch- und runterzuorgeln, sondern dass man Spracherfahrung braucht, um sich in einem Sprachraum adäquat zu bewegen.
    Ich erinnere da auch an Chomskys Competence <--> Performance.

    Grüße
    Steffen

    Aber Eure gebetsmühlenartig beschworenen Kompetenzen funzen überhaupt nicht in der Realität !


    Das hängt stark vom Kompetenzbegriff ab, den man selbst hat.

    Plattenspieler, du bist ja ein ganz Schlauer.
    Aber danke, jetzt weiß ich endlich, was das Problem ist. Der Mehrwehrt fehlt!


    Ich bin zwar bei anderen Themen mit Plattenspieler oft nicht einer Meinung, aber hier hat er recht. Ganz oft fehlen eben Praxisorientierung und Anschauligkeit.
    Ich habe das mal im Beruflichen Gymnasium erlebt, als man Zerfallsfunktionen auf eine Exponentiaalfunktion zur Basis 10 zurückgeführt hat. Mathematisch-formal völlig korrekt, aber dadurch ist jede Verbindung zur Praxis und jede Anschauligkeit verloren gegangen. Dementsprechend schwer taten sich die Schüler... nicht nur mit der Mathematik sondern auch bei der Frage, was das Ergebnis denn nun tatsächlich bedeutet.

    Das mit der Kompetenzvermittlung kann doch gar nicht funktionieren.


    Richtig, kompetenzen kann man nämlich nicht vermitteln.

    Und sehr viele haben auch nicht verstanden, was überhaupt mit Kompetenzerwerb gemeint ist.


    Was ist denn deiner Meinung nach mit Kompetenzerwerb gemeint?

    Grüße
    Steffen

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