ZitatDie Frage ist natürlich, woher diese Nächstenliebe (oder Moral oder, oder...) kommt. Meistens aus der Erziehung, also sagen wir mal Eltern. Sind diese Eltern oder deren Eltern nun christlich erzogen worden (So war es wohl meist vor 3-4 Generationen.), hat das Ganze auch irgendwie einen christlchen Hintergrund.
Also ich halte das, was umgangssprachlich als Nächstenliebe bezeichnet wird, für ganz normales prosoziales Verhalten. Dieses als ursprünglich christlichen Wert zu verkaufen halte ich für Etikettenschwindel.
Das Christentum gibt seit ca. 2000 Jahren. Selbst wenn man sich im christlichen Glaubenssystem bewegt, wo postuliert wird, dass die Menschheit erst seit 6000 Jahren existiere, wird man anerkennen müssen, dass die Menschheit dann 4000 Jahre ohne Christentum überlebt hat.
Und das ist ohne prosoziales Verhalten schwer denkbar. Insofern vereinnahmt das Christentum aus meiner Sicht Werte die lange vorher exisitieren mußten und offenbar auch gelebt wurden ganz gerne mal für sich.
Grüße
Steffen