Also, ich machs mal etwas ketzerisch. Lesen und Schreiben sind Tätigkeiten, die meiner Meinung nach automatisch ablaufen sollten. Mit anderen Worten, wenn ich mich um den Inhalt eines Textes kümmern muß, kann mir nicht erst überlegen, wie die Buchstaben aufs Papier zu malen sind bzw. wie man Buchstaben und Silben zu Wörtern zusammensetzt.
Insofern halte ich eine metakognitive Auseinandersetzung damit für eher hinderlich, außerdem wage ich zu bezweifeln, das man das von 9-10-jährigen erwarten kann.
D.h. ein Portfolio und auch Lesetagebücher würde ich ausschließen.
Vielleicht lassen sich Lernpatenschaften einrichten? Oder du findest altersgerechte Literatur, die auch deine schlechteren Schüler zum Lesen begeistern kann.
Wenn man Lesen als Werkzeug und nicht nur zum Selbstzweck betrachtet, kann man auch nach Lesestoff aus anderen Fächern suchen. Ich denke da an populärwissenschaftliche Literatur, die die Interessen deiner Schüler trifft. In diesem Zusammenhang wäre vielleicht auch fächerübergreifender Unterricht sinnvoll.
Das ist das, was mir da spontan einfällt. Mit Literatur kann ich leider nicht dienen, da ich nicht aus diesem Bereich komme.
Grüße
Steffen