Mein Kind war damals ein Jahr. Ich hatte ein Netzwerk, aber das Gefühl, dass man als Mutter hat (und das vor gut 20 Jahren noch viel mehr geprägt war von der gesellschaftlichen Vorstellung, dass in den ersten 3 Jahren doch die Mutter für das Kind da sein muss!), dieses schlechte Gewissen, das Kind könnte einen Schaden davontragen und man würde so seiner Rolle als Mutter nicht angemessen nachkommen, das kenne ich absolut. Ich kann heute sagen, dass das Ref hart war, aber aus meinem großen Kind ist durchaus etwas geworden. Er hat ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Oma und kümmert sich regelmäßig um sie - diese Beziehung hätte es nicht gegeben, wenn ich ihn, wie gesellschaftlich gewünscht, die ersten drei Jahre selbst voll betreut hätte. Und er hätte niemanden gehabt, der ihn im Studium so unkompliziert unterstützt hätte, wenn ich meine Ausbildung ihm zuliebe damals abgebrochen hätte.
Beiträge von McGonagall
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Was genau verstehst du darunter und wie könnte das schulisch umgesetzt werden?
In Form eines Konzeptes, in dem der Weg aufgeführt ist, an wen man sich jeweils in welcher Instanz wendet.
Bsp: Konflikt Eltern-Lehrkraft: Eltern wenden sich an Lehrkraft direkt, wenn das nicht hilft an Elternvertretung und/oder an KL, wenn das nicht hilft an SL - usw. Konflikt Schüler Lehrkraft: selber klären, Eltern informieren, ggf Absprache mit anderen KuK, ggf Einbindung Schulsozialarbeit - etc. Also ein Konzept, in dem ein Handlungsplan vorgegeben ist und das nicht in der Schublade verschwindet sondern für alle veröffentlicht wird.
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Ok, das ist bei uns anders…
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Ich will ja nicht entmutigend wirken, aber wenn eine Stelle ausgeschrieben ist, in der DaZ, Englisch UND Grundschulpädagogik gewünscht ist, dann klingt das für mich so, als ob sie da schon jemanden im Hinterkopf haben, der darauf passen würde… 😐
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Ich bin doch nicht blöd
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Theologie ist in der Schule nicht gern gesehen und wird von den Schülern und auch Lehrern recht wenig ernst genommen (ich weiß, du könntest jetzt super viele kluge Formalitäten finden, warum es nicht so ist.. aber das ist mein Eindruck, weil ich weiß, wie Religion an den Schulen unterrichtet wird, es ist auf einem Kindergartenniveau, wo man einfach nur Sachen malt und ein bisschen über die Liebe spricht)
Woran genau machst du diese Einstellung eigentlich fest, woher weißt du das so generell und flächendeckend? Und wo genau ist Religion „Kindergartenniveau“? An den Gymnasien?
Ich bin „nur“ Grundschule. Nach 10 Jahren „raus“ aus meinem studierten Fach Ev. Religion unterrichte ich es jetzt wieder, stelle fest, ich muss mich ziemlich stark neu einarbeiten. Ja, wir malen auch mal. Ist eine gute Ausdrucksmöglichkeit in den unteren Klassen.
Aber ich hatte bei meinen eigenen Kindern an den weiterführenden Schulen nie das Gefühl, Religion sein „Kindergartenniveau“. Deshalb meine Frage: wie kommst du zu der Überzeugung?
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Besteht das Interesse zu weiteren Informationen noch immer oder hat sich das mit dieser Off-Topic Konversation verloren?
Gibt es spezielle Bereiche, die du besonders interessant fändest (z.B. Rahmenbedingungen, Unterrichtsalltag, Integration, Übertritt, ...) oder einfach ganz generell?
Ich dachte, ich hatte das schon geschrieben, aber vielleicht war es nicht deutlich genug. Ich bin generell an Schule interessiert, ich bin immer offen für neue Ideen, wenn anderswo etwas sehr viel besser läuft, dann gucke ich mir gern was ab.
Was aber bei euch besser ist, kann ich ja nicht beurteilen, ich dachte, du wolltest einfach gern was berichten. Die Frage war doch: besteht Interesse? Meine Antwort war: Interesse besteht immer. Anders wäre es ja gewesen, wenn ich konkret was gefragt hätte - aber ich habe keine konkrete Frage aktuell 🤔
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Deshalb schlussendlich die Frage: Ist es unter Lehrpersonen überhaupt bekannt, dass es zum deutschen System eine (gute) Alternative direkt an der südlichen Grenze gäbe?
Mein Routenplaner sagt, Zürich ist von mir über 1000km entfernt. Ist also für mich keine Alternative; abgesehen davon empfinde ich viele Dinge „des Beamtentums“ auch als Vorteil, und ich vermute, es gibt nicht DEN perfekten Job, so dass ich unterm Strich doch ganz zufrieden bin aktuell.
Falls gewünscht, könnte ich gerne mal meine Erfahrungen zum Lehrerleben in der Schweiz auflisten. Ich will da aber niemand von irgendwas überzeugen, sondern nur Unterschiede aufzeigen.
Interessant finde ich es trotzdem, zuhören, wie es anderswo läuft; grundsätzlich trifft das auf jedes Land zu, ich finde auch interessant zu hören, wie es in den skandinavischen Ländern z.B. läuft (Dänemark ist nur 20 km von mir entfernt 😉), weil man ja immer voneinander lernen kann….
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Ende des Winters, wenig Vitamin D…? Ich leide seit 25 Jahren unter so einer Art Winterdepression, gegen die ich jedes Jahr (meist ab Januar bis etwa März, wenn der Frühling eindeutig kommt) in irgendeiner Form aktiv ankämpfen muss. Mir haben viele Leute geraten, Johanniskraut zu nehmen. Ich weiß nicht, ob es hilft. Aber ich weiß, dass es schon hilft, sich bewusst zu machen, dass es vielleicht jahrenszeitlich begründet ist und dass es vorbei geht…?
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Hinterfrag dich mal selbst: wem du vertraust und wem nicht? Wie lange benötigst du, um Vertrauen zu jemandem aufzubauen? Was muss dafür passieren? Ich würde meinen, je mehr Erfahrungen man macht, umso vorsichtiger wird man. Selbst als normaler Mensch ohne Traumata, psychische Störungen o.ä. hat man doch spätestens als Erwachsener die Erfahrung gemacht, dass man nicht jedem Menschen blind vertrauen sollte, sondern dass eine gewisse Vorsicht nötig und wichtig ist. Insofern muss Beziehung doch im Normalfall wachsen. Und nur, weil du als Lehrkraft in der Fürsorgepflicht den SuS gegenüber bist, heißt das doch nicht, dass alle Kinder dir spontan vertrauen. Gibt eurer Beziehung also Zeit! Und sieh das als gesunde Reaktion an, dass ein Kind ein gewisses Mißtrauen an den Tag legt. Grenz dich insofern ab, dass du „professionelle Beziehung“ anbietest: Transparent, zuverlässig, beharrlich, zuverlässig,… und nicht persönlich im Sinne von „Ich bin enttäuscht, wenn mein Beziehungsangebot zunächst abgelehnt wird“. Und wenn es das drölfzig mal wird: es ist ein Angebot! Vielleicht mag das Kind lieber jemand anderem Vertrauen. Du vertraust sicher auch nicht jedem?
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Danke - ich dachte, du meinst Krankheitsvertretung. Heißt hier KV. Sorry, ich lese plattenspieler erst jetzt, aber ich lasse es mal stehen.
Ich hatte spontan “Kirchenvorstand“ assoziiert und verzweifelt eine Verbindung zur Schule gesucht 😉
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Wir schaffen das!
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Oder würdest Du den Job freiwillig & in dem Umfang machen, wie Du es jetzt tust,
auch dann, wenn Du 100.000.000€ zur freien Verfügung auf dem Konto hättest?
Die Frage erscheint etwas unsinnig. Es ist ja ein Job, mit dem ich mein Geld verdiene, um leben zu können. Und ich bin dankbar dafür, dass ich einen Job habe, der mir Spaß macht. Aber wenn ich nicht arbeiten müsste, würde ich die Hälfte des Jahres in der Wärme leben und vielleicht in der anderen Hälfte des Jahres mich ehrenamtlich engagieren - aber nicht täglich um 5 Uhr aufstehen und über 40 Stunden die Woche arbeiten…
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Hm, ich sehe das so: wer ausschließlich unterrichtet, hat den Fokus auf sein kleines Kosmos Klasse/Kinder/Unterricht, und das ist total wichtig. Das ist die Basis. Und es ist für eine normale Lehrkraft völlig ausreichend, erst Recht für die, die „entspannten“ Schuldienst anstreben.
Schule als Ganzes ist ja aber mehr. Und wer irgendwann den Kopf hebt und das Gefühl hat, Gedanken zum größeren Ganzen zu haben, wer sich mit Themen auseinandersetzt, die Schulentwicklung angeht, macht schon den ersten Schritt hin zur Übernahme von Verantwortung für Prozesse, die in Leitung anzusiedeln sind. Wenn man das Gefühl hat, sich dafür zu interessieren, auf welcher Grundlage Entscheidungen getroffen werden; wenn man Entscheidungen rechtlich oder inhaltlich hinterfragt; wenn man das Gefühl hat, nur zu Unterrichten führt nicht mehr zur vollen Zufriedenheit, weil man im Hinterkopf häufig übergeordnete Themen wälzt, wenn man Interesse hat, mitzuwirken, Zeit zu investieren, usw - da sind ja je nach Schulform und Arbeitsbereich ganz viele Interessensgebiete möglich!, dann sollte man vielleicht mal Signale „nach oben“ äußern.
Mir zumindest ging es schon nach 2 Jahren im Schuldienst so. Ich unterrichte gern. Aber für mich selbst erlange ich mehr Zufriedenheit, wenn ich auch noch anders in Schule wirken kann, und dafür nehme ich in Kauf, dass dieses Mehr an Zufriedenheit ggf. auch mal mit einem Mehr an Zeit verbunden ist.
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Wenn man keine Lust auf nervige Sitzungen hat und eine „möglichst entspannte Laufbahn“ anstrebt, dann solle man die Finger lassen von sämtlichen Aufgaben im Bereich Schulleitung.
Ich würde sagen: egal, welche Aufgaben man da übernimmt und egal an welcher Schulform, die Motivation sollte immer sein, dass man neben dem Unterrichten Energie und Interesse hat (und teilweise auch bestimmte Qualifikationen aufweist), sich in Schule einzubringen und in außerunterrichtlichen Bereichen arbeiten möchte und Verantwortung übernehmen möchte. Im besten Fall sind die Entlastungsstunden so bemessen, dass sie keine Mehrarbeit bedeuten (im Vergleich zum Unterrichten +vorbereiten/nachbereiten). Im Normalfall arbeitet man in Summe am Ende doch mehr als wenn man nur unterrichtet. Und ohne Interesse an Leitungsaufgaben kann das sowieso nichts werden.
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