Mein erster Chef hat zur Problematik der systembedingten Mehrbelastung (Konferenzen, Fahrten, etc.) von beamteten TZ-Kolleg*innen sinngemäß gesagt: "Beihilfe und sämtliche Gimmicks bekommen sie aber auch in gleicher Höhe wie die VZ-Kolleg*innen. Da können sie auch ein bisschen mehr machen." Finde ich immer noch plausibel - und das sage ich als baldiger TZ-Lehrer.
Beiträge von Ragnar Danneskjoeld
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Ich habe auch keinen einzigen männlichen Kollegen in Teilzeit
An meiner Schule arbeiten einige männliche Kollegen TZ, mich eingeschlossen.
Und heute hocken da in den Bewerbungsgesprächen echt Mitte-20-Jährige, die mit 18 Stunden einsteigen wollen, weil... Ja, warum eigentlich?
Weil sie es langsamer angehen lassen wollen. Als ich mein Referendariat beendet habe (2007), wurden die Kollegen reihenweise mit 18-20/25 eingestellt. Vorteil: mehr Kollegen haben eine Stelle erhalten. Aufgestockt haben die meisten nach ein, zwei Jahren ebenfalls, mich eingeschlossen.
Zum Ausgangspunkt zurückkommend: V.a. die neue Sabbatical-Regelung zerschießt mir meine Vorruhestandsplanung.
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Wittmann ist ähnlich in der Grundschuldidaktik angesehen und hat gute Impulse für den Unterricht in der Grundschule entwickelt. Das mag in deinem Bereich anders sein. Grundsätzlich sollte man die Theorie mit der Praxis in Einklang bringen und ich sehe auch, dass viele Dozenten an der Uni die Schule nur im Referendariat gesehen haben.
Angesehen bei wem?
Und warum sollte man eine als fehlerhaft erkannte Theorie überhaupt mit der Praxis verbinden?
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Es dürfte kein Fach geben, das ohne Begabung oder Talent leichter zu wuppen wäre als mit. Gerade dann lernt man übrigens etwas, was das Schulsystem den SuS mittlerweile systematisch vorenthalten will: Frustrationstoleranz.
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Wir haben vor gut 10 Jahren auch mit 3,3% finanziert.
Die 5 jährige Anschlussginanzierung für den Rest ging dann mit 0.7x% durch.
Allerdings war es vor gut 10 Jahren noch deutlich günstiger.
Ähnlich bei mir: vor 12 Jahren mit 3,6% finanziert, Wertsteigerung bis 2021 aber um ca. 60%. Verrückte Welt.
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In MINT-Berufen kann das gut so sein, das ist aber nicht meine fachliche Baustelle.
Im Vergleich zu meinen geisteswissenschaftlichen Kommilitonen stehe ich wirtschaftlich ziemlich gut da.
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Was hier im Forum leider sehr oft dementiert wird und sich das Gehalt schön geredet wird.
Wir verdienen als LuL schon gut, das will ich gar nicht bestreiten. Und längst nicht alle Angestellten sind tarifbeschäftigt.
Dennoch sehe ich nicht ein, mich konstant unter Wert zu verkaufen. Hätte ich in all den Jahren vorab anständige Lohnerhöhungen erhalten, würde ich aktuell kein Problem damit haben, zurückzustecken. Hätte, hätte, Fahrradkette.
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Was hier aber vorbereitet wird ist die absolute, dauerhafte Absenkung der Realbeslodung im zweistelligen Prozentbereich
Als ich im Praxissemester war, hat mir mein Ausbildungslehrer erzählt, dass er zu Beginn seiner Dienstzeit knapp das Doppelte (brutto) verdient hat wie seine Frau (Sekretärin mit IGM-Manteltarif). Nach zwanzig Jahren verdiene er nur noch 60% mehr als sie.
Und dann wundert man sich, dass immer weniger Menschen in den öD gehen wollen.
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Dumm. In Niedersachsen wurde die Anhebung der Stundenerhöhung zurück genommen als angedroht wurde, dass die Klassenfahrten ausfallen.
Chapeau!
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Diese Mittel und Wege würden mich wirklich interessieren, da ich weiß, dass "meine" Mittel und Wege ja nicht legal sind.
Da wäre zum einen das Ablehnen jeglicher Zusatzaufgaben. Ich habe meiner SL gesagt, dass ich A14 mit der Kneifzange nicht nehme und anderen KuK die Chance zur Profilierung von Herzen gönne.
Zum anderen: Klassenarbeiten o.ä. einsparen, falls rechtlich möglich. Ich habe früher in meinem Nebenfach immer zwei geschrieben, aktuell nur noch eine. Fazit: die Zeugnisnoten sind auch nicht anders.
Und, ganz banal: zwei Stunden in der Woche Unterricht aus der Dose. Buch auf, Text zusammenfassen, danke. Die von iPad und Methodenwechsel gestressten Schüler danken es einem sogar.
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Was wäre denn, wenn man androht in allen Bundesländern die Klassenfahrten ausfallen zu lassen?
So standfest sind wir Lehrer nicht. 2005 (?) wurde das Regeldeputat an Gymnasien in BW um eine Stunde erhöht, viele Kollegien haben als Protest die Studienfahrten gecancelt - nur um sie ab dem Folgejahr dann doch wieder durchzuführen. Zudem haben andere KuK den Protest desavouiert, in dem sie "mehrtägige Exkursionen" als Alternative anboten, was wiederum zu bösem Blut innerhalb der Lehrerschaft geführt hat.
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Dann ist doch alles gut. Genieß dein Leben

Danke, du aber auch!

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Ich weiß, dass das hier nicht gut ankommen wird, aber ich fühle mich von diesem System nur noch verarscht.
Da bist du sicher nicht allein mit diesem Gefühl. Wir haben für das Jahr 2022 ja ein Reallohnverlust von ca. 5% (2,8% Lohnerhöhung, 7,9% Inflation). Damit arbeitet man - je nach Schulart - ca. eine Unterrichtsstunden für umme. Ich warte jetzt ab, wie der Abschluss konkret ausfallen wird. Es gibt ja ganz legale Mittel und Wege, sich Arbeitszeit zurückzuholen.
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Jeder hat natürlich eine andere Vorstellung, was frugal ist. Wie alt bist du denn, dass du davon ausgehst, dass die jetzigen Bedingungen auch noch gelten werden, wenn du ins entsprechende Alter kommst? Während meiner mittlerweile 35 Jahre im Schuldienst haben sich einige Details fundamental verändert.
Hast du deine Altersbezüge nun berechnen lassen oder nicht?
Als frugal würde ich mich, Mitte 40, übrigens nicht bezeichnen.
Mir ist schon klar, dass sich die Parameter verändern können und auch werden, aber selbst für den extremen Fall, dass wir auf Rentenniveau heruntergestuft werden sollten, klappt das bei mir, da musst dir keine Sorgen um mich machen.
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Irgendwann wird die Pension dann auch sehr frugal, wenn man Teilzeit,Teilzeit im Blockmodell (= Sabbatical) und Beurlaubung ohne Bezüge kombiniert.
Das höre ich immer wieder - vor allem von jenen KuK, die sich das nie konkret haben ausrechnen lassen.
Ich hab's und weiß, dass es auch ohne meine Zusatzeinnahmen hinhaut.
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Ich wünsch dir, dass dieser Plan aufgeht. Ich skeptisch, dass diese Lücken bei dauerhaftem Lehrermangel in Zukunft offen bleiben.
Danke, ich bin aktuell auch skeptisch - aber wer weiß, wie die Lage in 13-15 Jahren aussieht. Zur Not kündige ich.
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Also in BW sind drei Sabbaticals erlaubt.
Zum Thema "Beurlaubung ohne Bezüge ab 55 bis Ruhestand":
https://www.landesrecht-bw.de/jportal/portal…key=#focuspoint
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Spätestens mit 60 ist leider nicht, 63 Jahre mit dann 14,4 % Abzug ist die früheste Option.
Ansonsten stimme ich dir aber durchaus zu: Geld ist nicht alles.
Doch, es geht. Wenn man drei Sabbatical akkumuliert, kann man sogar mit 59 in den Sonnenuntergang segeln. Wenn keine anderen Gründe dagegen sprechen, kann man sich bereits schon ab 55 ohne Bezüge vom Dienst freistellen lassen.
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