Beiträge von Kobe824

    Hallo liebe Community,


    ich hoffe, ihr könnt mir mit euren Erfahrungswerten weiterhelfen, denn das Warten und die Ungewissheit sind gerade ziemlich nervenaufreibend.

    Ich arbeite inzwischen seit fünf Jahren an derselben Schule bzw. demselben Standort, der mir ehrlich gesagt von Anfang an nicht wirklich gefallen hat. Die ersten zwei Jahre war ich dort im Referendariat, danach bin ich geblieben und nun seit drei Jahren verbeamtet. Der Hauptgrund, warum ich damals überhaupt geblieben bin, war meine Ex-Partnerin, die hier verwurzelt war. Diese Beziehung besteht längst nicht mehr und damit auch der Hauptgrund, hier zu bleiben.

    Was das Ganze nicht leichter macht:

    Ich habe seit drei Jahren eine eigene Klasse, mit der ich wirklich sehr glücklich bin. Die Arbeit mit den Schüler:innen macht mir Spaß, das Kollegium ist okay, und fachlich läuft es gut. Trotzdem merke ich immer stärker, dass mir meine Heimat, meine Familie und meine Freunde fehlen. Emotional bin ich hier nie wirklich angekommen, und ich wünsche mir sehr, in meiner Heimat an einer Schule zu arbeiten und dort langfristig anzukommen.

    Nach fünf Jahren insgesamt (bzw. drei Jahren im Beamtenverhältnis) habe ich nun endlich die Freigabe der Schulleitung erhalten. :) Zusätzlich habe ich beim Personalrat angerufen, und mir wurde telefonisch bestätigt, dass bei meinem Namen „Freigabe“ vermerkt ist. Es fehlt aktuell nur noch die Freigabe des Dezernenten.

    Zwischenzeitlich hatte ich dem Dezernenten bereits vor der Freigabe der Schulleitung einmal geschrieben, um grundsätzlich zu verstehen, wie das Verfahren abläuft. Seine Antwort war damals, dass sich der Dezernent in der Regel dem Votum der Schulleitung anschließt. Der Personalrat meinte am Telefon ebenfalls, dass diese Mail ,gerade weil die Schulleitung mich nun freigegeben hat, ein gutes Zeichen sei.

    Was mich gerade verunsichert:

    Ich bekomme wohl nicht vor Mitte bzw. Ende Februar eine endgültige Rückmeldung. Der Personalrat hat mir geraten, mich dann noch einmal zu melden, dann falle die finale Entscheidung.

    Parallel dazu bin ich bereits proaktiv:

    Ich habe Kontakt zu Schulen in meiner Heimat aufgenommen und in den kommenden Wochen Hospitationstermine, einfach um vorbereitet zu sein, falls es klappt.

    Jetzt meine Frage an euch, vor allem an diejenigen mit Erfahrung im Versetzungsverfahren:

    • Wie realistisch schätzt ihr meine Chancen ein, dass die Versetzung durchgeht?
    • Wenn die Schulleitung freigegeben hat und der Dezernent selbst schreibt, dass er sich in der Regel daran orientiert – wird das eurer Erfahrung nach meist auch so umgesetzt?
    • Oder habt ihr schon Fälle erlebt, in denen es trotz allem noch gescheitert ist?

    Ich weiß, eine Garantie gibt es nie aber vielleicht hilft mir eure Einschätzung, diese Wartezeit etwas besser zu überstehen.

    Vielen Dank euch fürs Lesen und für jede Rückmeldung! 🙏

    Das ist jetzt nicht so verwunderlich. Das Listenverfahren findet nur mit den Reststellen statt. So viele gibt es davon nicht. Der normale Weg ist die schulscharfe Bewerbung.

    Dazu kommt noch, dass die Stellen aus dem Listenverfahren nach Bedarf an der Fachkombination und den Ortswünschen und nachrangig dann anhand deiner Noten vergeben werden. Wenn also keine Schule offenen Bedarf an deinen Fächern in den von dir angegebenen Orten hat, dann bekommst du auch kein Angebot über die Liste. Insofern kannst du mit einer Listenziehung nie sicher rechnen.

    Vielen Dank!

    Hallo schönen Abend!

    Ich habe vor vier Wochen eine Planstelle abgelehnt aus Köln. Ich bin selber Kölner und bin in Köln geboren und aufgewachsen, mache mein Referendariat allerdings in Siegen. Ich bin bis heute nie wirklich warm geworden mit dieser Stadt und habe hier einfach nur mein Referendariat durchgezogen und wollte es am Ende positiv beenden. Ich wollte eigentlich immer zurück nach Köln, weil dort meine Familie lebt und ich dort zu Hause bin. Jetzt habe ich hier in Siegen aber im Kollegium eine nette Kollegin kennen gelernt und bin mit ihr seit 14 Monaten zusammen. Allerdings in heutigen Zeiten muss man irgendwo natürlich auch an sich denken, an seine Zukunft und ich bin immer noch sehr unentschlossen, ob ich meine Heimat nicht wirklich in einer Großstadt sehe und nicht hier auf dem Land in Siegen. Da ich nun aber die Planstelle in Köln abgelehnt habe im Listenverfahren Ende, welches im Januar war, weiß ich nun nicht ob ich wieder ein neues Angebot im laufenden Verfahren bekomme. Im Februar habe ich nämlich KEIN Angebot bekommen für das Listenverfahren. Das macht mir gerade Bedenken. Auf der Leo NRW Seite steht allerdings, dass man nicht gesperrt ist, wenn man eine Stelle ablehnt, nur für eben diese Schule keine weiteren Angebote erhält. Jetzt wollte ich noch mal fragen, ob dies wirklich der Fall ist. Im Februar habe ich wie gesagt kein Angebot erhalten. Mir bleibt also noch März und April bis zum 1. Mai. Denn zum 1. Mai findet ja die Einstellung statt.

    Die Schule hier in Siegen will mich unbedingt behalten, können mir allerdings keine Planstelle für den 1. Mai versprechen, allerdings für den 1. August. Da ich selber aber noch unentschlossen bin, ob ich nicht lieber zurück nach Köln ziehe oder eben Siegen wollte ich noch mal fragen ob meine Ablehnung zu einer Sperre führt oder ich noch mit einem Angebot rechnen kann im März oder April, so dass ich eventuell doch noch zum 1.5. zurück nach Köln ziehen kann und dort idealerweise an einer Schule verbeamtet sein werden kann?

    Entschuldigt die unkonventionelle Art der Begrüßung, aber das Thema tangiert mich!

    Ich danke euch.

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