Beiträge von Finnegans Wake

    Man wird sich auch ein Biobike leasen können, das ist doch gar nicht der Punkt. Für manche Leute in manchen Gegenden ist das als Verkehrsmittel, um zur Arbeit zu kommen, halt weniger geeignet und viel zu viele fahren immer nur Auto. Und da ist ein Pedelec immer noch besser als ein SUV.

    Der Punkt ist doch, dass umweltfreundliche, platzsparende Verkehrsmittel endlich mal gefördert werden und darüber sollten wir uns doch erst mal freuen.

    Aber das ist doch genau der Punkt! Nämlich das, was du so bisschen pöbelnd abtust, indem du oben in den Raum stellst, wir würden eine gute Idee mit dem Verweis auf den Kontostand quasi kleinlich zernörgeln. (Letzteres schwingt da bei dir mit).

    Eine echte Förderung(!) wäre ja wirklich eine geile Sache. Aber eine "Förderung", bei der man beim Rechnen mit dem spitzen Bleistift drauf kommen kann, dass man sogar drauflegt, ist keine Förderung sondern Verarschung. (Klar, es gibt auch den Fall, dass man eine kleine Ersparnis hat oder den Vorteil einer zinsfreien Finanzierung. Aber alleine die Tatsache, dass die Ersparnis nicht immer offensichtlich und beträchtlich ist, ist krass.)

    Ich wünsche mir eine wirkliche Förderung! Eine Förderung, die dem Begriff des Jobrads gerecht wird. Bei einem Dienstwagen trägt der Arbeitgeber die Kosten und "ich" versteuere den geldwerten Vorteil und habe damit einen großen finanziellen Vorteil (also ich nicht, ich hatte noch nie einen Dienstwagen). Beim Dienstrad werden wir dagegen veräppelt, weil der Arbeitgeber nix wirklich für uns zahlt sondern nur ein bisschen organisiert (also einen Vertrag mit einem Dienstleister abschließt, was natürlich auch im Hintergrund Kosten verursacht. Aber die Kosten landen beim Dienstleister und bringen keinen/kaum einen Vorteil.).

    Ich wünsche mir da, dass bspw. die Hälfte der Leasingrate übernommen wird. Mal beispielhaft gedacht. Das wäre näher am Dienstrad dran als die aktuelle Variante. So ist es skurril: Ich trage die Kosten, lege im Vergleich zum Kauf sogar eventuell deutlich drauf und der Arbeitgeber formuliert ganz großzügig, dass ich bzw. meine Familienmitglieder das Radl dann sogar privat nutzen dürfen.

    Also nix gegen's Radfahren oder das Rad. Im Gegenteil. Aber diese undurchsichtige Geschichte wird der hehren Idee und Bezeichnung nicht gerecht.

    Ja drüben über der Grenze gibt's bald A13. Die werden jedes Jahr um ca. 20% angenähert. Dauert zwar, aber das Ziel ist sichtbar. Wer dann noch bei uns freiwillig SL für A13 macht? Da kommt man sich leicht veräppelt vor an der Stelle.

    Da unterscheiden wir uns schon mal sehr. Ich finde Tage mit acht Stunden am Stück ganz furchtbar und habe lieber mehrmals nur vier Stunden statt mehrerer freier Tage (einer ist natürlich immer gut!).

    ... und auch da hat sich meine Wahrnehmung geändert. Früher waren volle 8-Stunde-Tage kein Problem. Heute (Alter? Stress durch die Familie?) macht mir das mehr aus und ich verteile lieber auf die Woche.

    Was ist eigentlich mit dem Corona-Thread? Noch ist es nicht vorbei. Meine panische Kollegin saß gestern mit FFP2-Maske in der Klausuraufsicht, ein anderer Kollege hatte kürzlich erst Corona.

    Habe mich wieder impfen lassen. Grund: Die zwei Male, die ich den Scheiß hatte, haben mich so umgehauen, wie noch keine Erkältung in meinem Leben. Also hoffe ich es, in diesem Winter eine weitere Corona-Erkältung vermeiden zu können.

    Achnee, offtopic ;)

    Sissymaus : Ich lache über den zweiten Satz. ;)

    Im BK/an der BBS ist es wirklich oft leichter, weil "wir" meist nicht so häufig konferieren und ähnliche Ferz machen. Das hängt aber stark vom Einsatz ab. Allgemeinbildner/innen, die in vielen (und dann teils konferierfreudigeren) Abteilungen eingesetzt sind, haben es da schwerer als Leute mit berufsbildendem Fach, die fast ausschließlich damit innerhalb ihrer Abteilung eingesetzt sind.

    Klassenleitung können aber bei "uns" auch TZ-Kräfte selten umschiffen.

    Ich gebe dir Recht, dass man Geld verschenkt. Aber ich habe mein eigenes System gefunden, das auszugleichen, so dass ich mit den Ferien auf eine angemessene Stundenzahl komme.

    Kannst du dir vorstellen, dass es Lehrerinnen in Teilzeit gibt, die das machen, auch wenn es beim Partner geht? Die das trotzdem wollen und hinnehmen?

    Vielleicht gibt es auch gesundheitliche und/oder persönliche Gründe?

    Vollzeit ist doch nicht das einzig seligmachende Allheilmittel, was man mit allen Kräften anstreben sollte.

    Ja, ich weiß, die Pension. Was ist, wenn man das akzeptiert und damit leben kann? Kannst du dir das vorstellen?

    Das ist ein wichtiges Motiv. Bspw. Zeit mit der bzw. für die eigene Familie ist unbezahlbar (wenn das finanziell machbar ist).

    In diesem Fall ist es eben wichtig, dass Du ihr die Nachteile der Pension ausgleichst. Schließlich kannst Du Vollzeit arbeiten, weil sie es nicht tut.

    Das haben wir so gelöst, dass wir mit meinem vorehelichen Kapital eine Eigentumswohnung gekauft haben, die meiner Frau gehört und ca. 10 Jahre vor ihre Pension über die Miete abgezahlt sein wird. Sollte als Ausgleich ok sein.

    Aber die Situation mit einer Frau in TZ erklärt, warum ich immer von der Thematik der nicht teilbaren Aufgaben so getriggert werde.

    Schwer zu sagen, was der "richtige" Job ist. Bei uns geht aber auch keiner in Teilzeit. Den flexiblen Job habe ich definitiv nicht, gegen Vollzeit Home-Office am Laptop komme ich nicht an. Führungsverantwortung hat mein Partner aber auch nicht, der Verdienst ist ebenfalls ähnlich. Der Unterschied ist nur, wenn er Lust hätte (er entspannt sich aber lieber in der jetzigen Position) könnte er in Gehaltsstufen vordringen, da hält auch A16 nicht mit.

    A16 bzw.A15 haben häufig ein ziemlich schlechtes Verhältnis aus Aufwand und Bezahlung, da diese sehr häufig deutlich oberhalb der jährlichen Sollarbeitszeit landen. Respekt für die, die es machen. Wobei es an GSen die Führungskräfte noch härter trifft, was das Verhältnis aus Arbeit und Entlohnung angeht.

    btw.: Mein Bruder und sein Mann können (da beide "draußen" tätig) zwei Dinge nie nachvollziehen, wie fordernd unser Job und wie fordernd das Leben mit Kindern ist. (Auf der anderen Seite möchte ich weder ein Leben ohne die Kinder noch einen anderen Job.)

    Die Bekannte, die einen Heulanfall hatte, weil ihr Mann leider "nur Lehrer" ist und sie deshalb finanziell nicht so stark reduzieren kann wie eine Freundin von ihr, wo der Mann den "richtigen Job" hat.

    Und die ständigen Beschwerden von Lehrerinnen über die ach so furchtbaren Teilzeitbedingungen, das System aber nie hinterfragt wird.

    Ersteres ist lustig (aus meiner Sicht als "nur Lehrer"). Ich habe keinen richtigen Job ;( ;( ;(

    Letzteres: Da hast du Recht! Der Fehler liegt im System. Das System macht sich aber eben einen sehr schlanken Fuß, indem es immer über das Deputat arbeitet und so tut, als könnten (oder wollten) die Schulen das Problem der nicht teilbaren Aufgaben lösen. Das funktioniert eben nur in den seltensten Fällen, das System aber schiebt die Verantwortung ab, weiß aber ganz genau, dass es damit die TZ-Kräfte massiv überbelastet.

    Also: Die Aussage der Lehrerinnen, dass die TZ-Bedingungen furchtbar seien, unterschreibe ich. Das System organisiert dies so.

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