Geht aber auch nur in Bürojobs und wo man nicht mehrmals in der Woche verpflichtende Nachmittags- und Abendtermine hat. Mit verpflichtenden Nachmittags- und Abendterminen, die sich aus der Führungstätigkeit ergeben, macht Teilzeit nun wirklich keinen Sinn.
Abgesehen, ist z.B. mein Mann der einzige in seiner "Abteilung", der diese Qualifikation hat. Es gibt auch deutschlandweit kein einziges Beispiel, wo dieses Tätigkeit in dieser Branche in Teilzeit oder geteilt ausgeübt wird. Da sind wir noch nicht so weit. Vielleicht in der nächsten Generation.
Ja - wie gesagt - das ist eine spezielle Tätigkeit und auch eher die Ausnahme von der Regel. Und wird im Unternehmen auch als beispielhaft inszeniert.
Mein industrieller VZ-Job früher war auch speziell (ohne Führungsverantwortung) mit teils festen Terminen über Wochen ohne jede Flexibilität und mit Abendterminen und dann im Wechsel Wochen mit maximaler Flexibilität und der Möglichkeit Zeit abzubauen. In TZ nicht machbar, da Kunden, die aus der ganzen Welt anreisten, kein Verständnis gehabt hätten, wenn ich um 12 Uhr gegangen wäre und dann kein anderer den Nachmittag hätte übernehmen können. Es ist schwierig von außen zu beurteilen, ob es Unwille ist oder es doch dienstliche Zwänge sind, die TZ schwierig machen.
btw.: ceterum censeo: In Schulen sind TZ-Kräfte besonders gearscht, weil keine Schule (zumindest keine, die ich kenne) ein TZ-Konzept hat, das die Mehrbelastung durch nicht teilbare Aufgaben fair ausgleicht. Dafür gibt es häufig kein Verständnis bzw. sogar das Gegenteil. Original-Zitat einer Person (nicht mir gegenüber): "Du hast doch TZ, da hast du doch Zeit, ... noch zu übernehmen. Die anderen haben ja als VZ keine Kapazitäten mehr."