Beiträge von Finnegans Wake

    Spaß im Unterricht ist doch auch schön. Und gerade von China hört man ja oft, wie viel Spaß die Menschen dort haben. Aber die deutschen Lehrkräfte haben keinen Humor, das kann man halt nicht ändern.

    Stimmt. Hab eben noch mal in den Spiegel geschaut (also nicht Spiegel online sondern in den mit Reflexion und so): So was sauertöpfisches wie dieser Herr Finnegan, also der müsste mal nach China, damit er Spaß lernen kann! Was der wieder für ein Gesicht zieht... Habe mal ein Foto gemacht: :traenen:

    Wer intellektuell im Fachlichen gefordert sein möchte, hat mit meinem Studium die Möglichkeit in die Entwicklung oder die Forschung zu gehen. Ansonsten sind in den allerallermeisten Ingenieursjobs Standardaufgaben zu lösen, bei denen man aber seine passende Nische finden muss.

    In meinem Lehrerjob ist die spannendste intellektuelle Herausforderung, sich Gedanken über einen fachdidaktisch gut geplanten Unterricht zu machen. Und auch das wird zur Routine. Intellektuell herausfordernd wird es auf der fachlichen Ebene dann, wenn ich in ein ganz neues durch Fachbücher nicht abgedecktes Lernfeld/Lernmodul komme, das ich mir erarbeiten muss. Halt tiefer erarbeiten muss, als es dann im Unterricht "landet".

    Und ich bin da auch bei Kris24: Das, was du schätzt, macht mich auch in meinem Job zufrieden!

    PS: Und auch zum Schleicher: Wer so markant Stammtischparolen heraushaut, fliegt intellektuell bei solchen Aussagen nicht unbedingt auf Reiseflughöhe sondern auf Höhe der Grashalme.

    • "Aber es sind doch (nur) Kinder!"
    • "Jetzt stell dich mal nicht so an, wenn wir einmal (sic) zu Besuch sind!"
    • "Also, wenn du nicht an Kinderlärm gewöhnt bist, wer dann?!"
    • "Ja, kein Wunder, dass dich das stresst, aus deinem chilligen Job bist du das halt nicht gewohnt!"

    "Wenn ich woanders bin, dann nehme ich Urlaub von der Erziehung." ist leider eine Haltung mancher Eltern. Besonders krass zu erleben, wenn nach einem Kindergeburtstag im Garten die Kinder noch rumflitzen und "die" Abholeltern daneben stehen und nix machen, egal was gerade passiert. Eigentlich ist es ja selbstverständlich, genauso auf die Besuchskinder wie auf die eigenen zu achten, aber wenn die Besuchseltern ihren Sprösslingen gar keine Grenzen setzen, dann kommen die in der Kombi eben nicht mehr.

    Kompliziert wird's wenn's eigene Kind einzelne Freunde/innen hat, die anstrengend sind...

    Was die nervigen sozialen Situationen angeht: Wir haben die Kontakte, die uns nicht gut tun, radikal abgebaut. Die Menschen, die uns (auch wechselseitig, also auch wir denen) gut tun, mit denen genießen wir die Zeit, aber selbst bei denen passiert's dann manchmal, dass freundlich aber mit klarem Verweis auf ein "zu viel gerade" abgesagt werden kann. Da diese in ähnlicher Lebenssituation sind, ist da das gegenseitige Verständnis da (siehe: gefilterter Freundeskreis).

    Was die TE beschreibt: Die ganzen Pflichttermine des Lebens: Beim Schwimmkurs in der Halle sitzen, beim Sport der Kinder holen, bringen, warten, die muffige Turnhalle... Da hat mir geholfen, ein gutes Buch mitzunehmen und mich im Zweifel von allen und allem auch mal abzukapseln und die selbst gewählte Muße zu genießen. Mit einem Buch in der Hand wird man weniger von der Seite angelabert als mit einem Handy ;)

    Wir haben aber das persönliche Glück, dass das Einfrieren der sozialen Kontakte während der Corona-Zeit bei uns dazu geführt hat, dass wir noch mal gieriger auf's Leben geworden sind und uns über die Treffen mit den tollen(!) Menschen unheimlich freuen können. Da ist der soziale Stress des Alltags zum Glück kein Hindernis geworden. Aber wie gesagt: Negative Menschen wurden radikal rausgefiltert.

    Ich bin in RLP mit einem Ingenieursstudium quereingestiegen. Das ist schon ein paar Jahre her. Da war damals klar, dass das technische Fach das erste Fach war. Als zweites Fach wurde dann (je nach technischer Fachrichtung und Vertiefung im Studium (und je nach Bedarf? ;) ) dann bspw. Informatik oder Mathe anerkannt. Dementsprechend an einer BBS. Da fängt man in der Konstellation dann als A13 an.

    Vor dem Hintergrund war ich bei dir etwas verwundert, dass man (das BM) auf ein technisches Fach verzichtet, das hat sich aber ja geklärt ;)

    An Realschulen plus wird auch Technik unterrichtet. Da habe ich aus Interesse jetzt mal gegoogelt. Spannend. Ob die da auch Ingenieure wie dich im QE nehmen, statt sie an die BBSen zu schicken? Über so was habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.

    Zur Frage der Schule: Ich bin an einer BBS, fühle mich super wohl und unterrichte eigentlich nur noch mein technisches Fach.

    Ich unterrichte derzeit Technik. Also ist das Fach Technik an einer weiterführenden Schule. Mathematik würde ich, wenn ich den Master z.B. in ENergiemanagement gemacht habe, als Gasthörer an der UNI nachholen, damit ich ein Zweitfach habe.

    Ok, das erklärt mein Erstaunen. Dass man jemand mit ...-Technik davonkommen lässt, ohne seine (ihre) technische Expertise zu nutzen, kam mir sehr seltsam vor.

    s3g4 hat schon ganz grundsätzlich wirkliche Vorteile von BKs genannt. Das will ich daher nicht wiederholen.

    Aber ganz grundsätzlich ein paar Aspekte (die nicht als Wertung deiner Entscheidung gegen Elektrotechnik gemeint ist sondern nur beschreibend bzgl. des QE/SE sind):

    Alle Formen und Varianten des Quereinstiegs sind grundsätzlich aus Sicht der Bildungsministerien Notlösungen, die man nur ermöglicht, wenn die Not (sehr) sehr groß ist. (Was nichts dran ändert, dass insbesondere an BBSen/BKs Menschen mit nicht klassischen Lehrer-Lebenswegen oft sehr bereichernd für die SuS sind.)

    Im Gegensatz zu einem normalen Referendariat (mit Lehramtsstudium) gibt es auch keinen Rechtsanspruch auf einen Referendariatsplatz. Das bedeutet also, dass man auch auf ein bisschen auf Goodwill angewiesen ist bzgl. der Anerkennung eines Zweitfachs (ich habe schon erlebt, dass bei zwei Personen mit dem identischen Studium einmal Fach A und einmal Fach B als zweites anerkannt wurden ;) )

    Das bedeutet aber auch, dass das Bildungsministerium besonderes Interesse hat, extreme Mangelfächer zu besetzen.

    Bei deinem Studium wäre da Elektrotechnik einfach die logische Wahl (als extremes Mangelfach). Was sollte denn außer Elektrotechnik das Erstfach aufbauend auf dein Studium sein (ggf. eben mit dem Master)?

    Das bedeutet eben wiederum, dass irgendein Weg, der zur Elektrotechnik führt, sicherlich eher eröffnet wird als einer, der irgendwie zur Mathematik führt, wobei ich jetzt auch nicht wüsste, was das andere Fach sein sollte und warum eine Behörde dann ggf. etwas anderes als das extreme Mangelfach Elektrotechnik ableiten sollte.

    Hoffentlich war das jetzt nicht zu wirr geschrieben ;) :D

Werbung