Beiträge von Feldscher

    Schöner Klischee-Spruch, ich finde die Arbeit mit den kleinen auch nicht erfüllend. Das müssen, die die es mögen, denen die keine Lust auf Kinder haben nicht unter die Nase reiben.

    Ich habe das auch niemandem "unter die Nase" gerieben. Ich habe lediglich die Aussage, dass die Probleme der Kleinen irrelevant seien kritisiert.
    Natürlich muss man den Umgang damit nicht erfüllend finden, aber sie als nichtig abzutun ist ein pädagogischer Offenbarungseid und (jetzt kommt meine persönliche Meinung) dann sollte man diese auch zum Wohl der Kinder nicht unterrichten.
    Sowas sollte man sich aber VOR der Berufswahl klarmachen. H/R oder Gy/GE zu studieren und dann fordern nicht mit den Kleinen in Kontakt zu kommen ist unverschämte Rosinenpickerei.

    Naja, wie - sorry - ätzend ich die Arbeit mit Kindern finde, habe ich z.B. erst gemerkt, als ich mal 2-3 Jahre im Job war. Auf persönlicher Ebene hatte und habe ich mit Kindern keine Probleme, aber Kinder (ich denke hier an Klasse 5-7) zu unterrichten und für deren zigtausend irrelevante Problemchen ansprechbar zu sein zu müssen, habe ich zunehmend als echte Tortur empfunden. Ab Klasse 9 und halbwegs gut erzogen, okay. Das weiß man aber doch im Studium noch nicht unf auch nach Praktika kann man es nicht wirklich beurteilen.


    Aber dass die Schüler nichts dafür können, stimmt natürlich.

    Für die "Kleinen" sind ihre Probleme eben nicht irrelevant. Ich verstehe wie du das meinst, aber gerade das Begleiten von Kindern und Jugendlichen durch ihre jeweiligen Probleme kann unglaublich erfüllend sein. Man sieht teilweise förmlich wie die Kleinen an sich selbst und ihren Problemen wachsen. Und genau deshalb ist ein Lehrer auch mehr als ein reiner Wissensvermittler.

    Dann solltest du in der Lage sein deine bisherigen Überlegungen strukturiert und klar niederzuschreiben. Ebenfalls wird das Feedback deiner Mentorin wohl aus mehr bestanden haben als "nicht inspirierend genug" (wenigstens hoffe ich das).

    Aus den von dir gegebenen Informationen kann man dir 0 helfen.

    Ich habe darüber nachgedacht.

    "..."

    Was muss ein Studium denn leisten, damit man auf den Alltag gut vorbereitet wäre?

    Ich würde argumentieren, dass die Inklusion eben genau KEIN Alltag ist. Und genau da liegen die ganzen Probleme. Der 08/15 Lehrer ist eben nicht dafür ausgebildet im größeren Umfang Inklusionskinder zu betreuen. Bei mir im Studium war das genau 0 Thema. Und normale Differenzierung ist eben keine Inklusion.

    Die Frage des TE macht auch wenig Sinn, da ein Student schlicht nicht einschätzen kann ob er für das Thema Inklusion gut ausgebildet wurde oder nicht. Gefühle haben da keine Aussagekraft.

    Ehrliche, interessierte Frage:

    Welche finanzielle und auch personelle Verantwortung trägt denn eine Schulleitung tatsächlich? Was kann sie wirklich entscheiden/verantworten? Und was würde schlimmstenfalls passieren, wenn sie ihren Job einfach nicht macht?

    Da haben wir doch im Moment einen brandaktuellen Fall. Beide Schulleiter der Gesamtschule Windeck sind wegen falscher Kontoführung und falscher Verwendung verschiedener Mittel vom Dienst suspendiert worden und es laufen dienst- sowie strafrechtliche Ermittlungen.

    A14 ist wohl am schwierigsten zu begründen. Die Beförderung hierzu beläuft sich im Spektrum zwischen "Wichtige spezifische Funktion in der Schule" am einen Ende, hin zu "ist halt schon lange da" oder "kann gut mit den richtigen Leuten" am Anderen Ende. Ich kenne genug A14er, die diese Funktion irgendwann mal für irgendwas bekommen haben und jetzt genau gar nichts mehr dafür tun.

    Das ist verbunden mit dem Grundproblem, dass sich Leistung (also gewissenhafter Unterricht über Schwellendidaktik hinaus) in unserem System finanziell nicht widerspiegelt.

    Klingt jetzt blöd, aber frag mal die Hausmeister. Die wissen meistens solche Termine am ehesten weil sie da technisch involviert sind. Ist zumindest bei uns so.

    Ich würde da auch ggf. mal mit dem Schulleiter drüber reden, natürlich ohne den Stellvertreter da irgendwie zu kritisieren. Die Prüfung ist halt enorm wichtig, da sollte er Verständnis haben (unabhängig von der Frage wer von welchem Termin zuerst wusste).

    Das hatte ich schon gelesen, danke dir. Ich finde die recht kurzen Ausführungen doch ziemlich unklar.

    Und in dem Entwurf steht auch deutlich "bis zu XX% Distanzunterricht"

    Also geht auch Null!

    Da steht aber auch: "Je nach Bildungsgang ist ein Anteil des Distanzunterrichts zwischen 20 und 40 Prozent vorgesehen." Das klingt eben nicht nach 0.

    Ich finde das Studium schon sehr anstrengend und kräftezehrend. Mehr Stress kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen.

    Sollte das wirklich ernst gemeint sein -> dann lass es bleiben. Für dich und für deine Kollegen, welche dich auffangen müssen.

    Das Studium hat natürlich ein gewisses Arbeitspensum (Semesterarbeiten, Klausuren, Referate, Examensprüfungen etc..) ist aber nicht wirklich "stressig".


    Was im Ref dazukommt: Eine völlig neue Rolle, eine 24/7 Bewertung deiner Person, Kontakte (positiv wie negativ) mit Schülern, Eltern, Kollegen, Vorgesetzten, Eigenverantwortung im bedarfsdeckenden Unterricht, ggf. Klassenleitungen.
    Das IST weitaus stressiger als das Studium. Mein Kernseminarleiter meinte mal, dass wir als Lehrer "Komplexitätsmanager" sind und das trifft es ziemlich gut.
    Als "normaler" Lehrer kommen dann organisatorische Dinge wie Klassenleitungen, Planen von Klassenfahrten sowie die Abnahme von Prüfungen hinzu.

    Das kann man so pauschal nicht sagen, da es von der Fächerverteilung der KuK abhängt.
    Gym/Ges auf BK geht. BK auf Gym/Ges geht nur, wenn die jeweilige Person 2 Fächer hat, welche auch and "normalen" Schulen gesucht sind. Die meisten reinen BK-Lehrer (zumindest bei uns) sind jedoch Fachlehrer mit mindestens einem, oft 2 BK-spezifischen Fächern. Die können nicht mal eben so an die Regelschulen wechseln.

    Die meisten (wenn nicht sogar alle) Allgemeinbildner bei uns kommen von Gym/Ges.


    Edit: manche KuK (wie die Werkstattlehrer) können grundsätzlich nicht wechseln. Bk ist ein komplexes System...

    Ich würde bei den Seminaren primär auf den Einzugsradius der Schulen achten. Je nach Seminar kann das nämlich ein recht großes Gebiet sein in dem man unterkommen kann.

    Ich war im ZfsL Bonn und der Einzugsbereich von denen war riesig. Das kann, je nach persönlicher Lebensumstände, durchaus herausfordernd werden.

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