Nachdem ich im Referendariat und in den ersten zwei Jahren auch eher so verfahren habe, dass es für das gewusste, aber falsch geschriebene Wort noch Teilpunkte gab, fiel mir irgendwann die nachlassende Bereitschaft auf, überhaupt Wörter richtig zu schreiben. Ich ärgerte mich eigentlich jedesmal über katastrophale Vokabeltests. Schließlich sollen sich die Schüler auch schrifltich verständlich machen, vielleicht auch bei einem Bewerbungsgespräch (bei Airbus ist nicht nur Englisch gefragt) einen Text verfassen oder so. Jedenfalls bin ich im letzten Jahr dazu übergegangen, Vokabeln nur noch als richtig oder falsch zu werten, egal, wie viele Fehler im Wort gemacht wurden. Nur Akzentfehler werden noch als halbe Fehler gezählt. Das erleichtert mir die Korrektur, und die Schüler, vor allem die Schwächeren, bemühen sich mehr um die korrekte Schreibweise.
Ob die Schüler die Vokabeln mündlich beherrschen, stelle ich ja in den Abfragen zu Beginn der Stunde fest.
À+