Beiträge von treasure

    Findet ihr, dass jede Lehrkraft sehr unterschiedlich und trotzdem erfolgreich sein kann? Oder muss ich mich damit abfinden, dass solche „Spielchen“ in der Grundschule dazugehören?

    Da musste ich gerade wirklich lächeln. Das hast du so süß formuliert. "Darf man unterschiedlich sein und kann dennoch Erfolg haben?" JA NATÜRLICH! Du bringst deinen Charakter, deine Energie mit hinein und bannst deine Schüler und Schülerinnen vielleicht auf ganz andere Weise. Es ist nicht wichtig, ob du mit dem Klassentier rumwedelst.

    Bei uns gibt es in jeder Klasse ein Klassentier, das auch den Namen der Klasse prägt, zB Zebra oder Affe oder Elefant oder was auch immer. Die Miniatur des Klassennamens ist immer Teil der Klasse, allerdings nicht in Form von "Show". Keine meiner Kolleg*innen hampelt mit dem Tier vor der Klasse rum. Ich habe das einmal aus Spaß gemacht und mir das Klassentier geschnappt, einfach, weil ich es in der Situation mega lustig fand, das war was ganz Spontanes und die Klasse UND ich lagen am Boden. :D Dann hieß es natürlich "DAS wollen wir jetzt IMMER!" und das habe ich erfolgreich abgewehrt. ;) Meiner Meinung nach hat das nämlich im Normalunterricht nichts zu suchen, auch in einer ersten Klasse nicht.

    Man kann das Klassentier ganz anders nutzen.

    Bei uns haben wir ein Tagebuch und das Klassentier darf mit verschiedenen Kindern je an einem Wochenende nach Hause mitkommen. Dort wird dann ein Aufsatz geschrieben, was das Klassentier erleben durfte. Damit gibt's verschiedene Fliegen mit einer Klappe. Für das Schulkind ist es was Besonderes, das Klassentier dabei zu haben, zudem muss es ihm aber etwas "bieten", das heißt, die Familie ist aktiv (oder auch aktiver als sonst), es werden Bilder gemacht und dann kommt mindestens eine Seite ins Tagebuch, das heißt, die Kinder müssen selbst formulieren etc. Eine super Sache. (Natürlich wird es immer und immer wieder gewaschen. ;) )

    Zudem gibt es bei uns Tageskinder. Da sitzt das Klassentier dann einfach beim Arbeiten dabei. Zudem kann man es nutzen, wenn es einem Kind mal nicht so gut geht...dann darf es sich hineinkuscheln, was auch wirklich dolle hilft.

    Aber Show? Halte ich für nicht sinnvoll, zumal meist der Fokus der Kinder dann nicht da sitzt, wo er sitzen sollte. Frag mal ein Kind danach, was das Tier denn so alles gesagt hat, ich glaube nicht, dass da viel hängengeblieben ist. :D

    Da sieht man die Zweifel generell der sächsischen Bevölkerung in die Regierung und krass auch der Vertrauensverlust in "die Medien". Gleichzeitig wenig Bereitschaft, sich aktiv einzubringen.

    Das ist echt tragisch und ich frage mich zum einen, wie groß die Verantwortung von Populist*innen an dieser Entwicklung ist und wie man "als Bürger*in" dem entgegenwirken kann.

    Ja, es ist furchtbar tragisch.

    Mit den Medien hat man gar nicht so Unrecht, das war aber auch schon immer so, dass Medien politische Sprachrohre waren, mehr rechts, mehr mittig, mehr links, jetzt geht es halt mehr in die Extreme. Dazu kommt - und auch das ist nicht neu - dass Berichterstattung in jedem Medium den eigenen Sinn färben kann, wenn man es zulässt. Banalstes, unterstes Beispiel "Germanys Next Topfmodell", wo die Einzelcharaktere munter in eine Richtung geschubst werden können, wenn man es richtig schneidet. Und was da unten geht, geht oben leider auch. Es ist mittlerweile so schwer, sich eine gute eigene Meinung zu bilden, bei dem Mist, den man immer hört. Bestes Beispiel dafür in der letzten Zeit weltweit: die Coronakrise. Meine Güte. Sowas erschüttert halt auch. Aber auch Russland. Wenn man die Propagandamaschen sieht, die dort auf Menschenmuster treffen, dann ist es logisch, dass die einen völlig in den Bann gezogen sind, weil sie die Tragweite und die innere Überlistung nicht erkennen und die anderen keinem einzigen Medium mehr trauen und nicht mehr wissen, was sie glauben dürfen und was das genau ist, das sie gerne glauben wollen.

    Populismus ist hochgefährlich - und meiner Wahrnehmung nach im hohen Verantwortungsbereich angesiedelt. Mit einer guten Rhetorik und Eloquenz sind viele in der Lage, Menschen zu drehen oder sie zumindest zu beeindrucken. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, weil ich mal eine Weile die Debatten im Bundestag verfolgt habe...und mich sowohl bei der einen Partei als auch bei der Opposition nicken sah! Wie kann das sein?? 180 Grad Unterschied und ich konnte es kaum auseinanderhalten. Genauso beim Golfkrieg, da war ich noch Schülerin der Mittelstufe. Wir hatten eine Andacht in einer großen Kirche, wir waren mit unserer Lehrerin dort - und der Redner hat so dermaßen die Köpfe verwirrt, dass ich am Schluss aufsprang, mit allen Anderen und die Faust reckte, bis meine Lehrerin uns zurückzog und uns fragte: "Wisst ihr eigentlich, WARUM ihr gerade aufgesprungen seid?" Ich konnte ihr das nicht beantworten, es riss einfach mit. Und DAS ist gefährlich. Sehr sogar. Seitdem ziehe ich mich aus sowas komplett zurück und denke sehr lange nach, bis ich eine feste Meinung habe.

    Wie man da entgegenwirkt?

    Bisher habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass der Leidensdruck erst richtig hoch sein muss (bei der Mehrheit), bevor was passiert - oder das Schlimmste eintreffen, bevor Entsetzen und Umdenken einsetzt. Vorher bleibt die Unbelehrbarkeit. Das liegt daran, dass das menschliche Innen sich einrichten muss und vom Außen nur schwerlich zu überzeugen ist. Ich kann nur hoffen, dass die, die das abwenden wollen, immer noch die Mehrheit sind... aber bei manchen Wahlergebnissen schwindet diese Hoffnung halt. Egal. Weiter hoffen, auf die Straße gehen, Gespräche suchen, wenn auch unangenehm...was anderes kann man in seinem eigenen Mikrokosmos glaube ich nicht machen. Ich persönlich bin auch einfach nicht eloquent genug, um mehr zu machen, sieht man hier ja auch. Andere können das sofort alles belegen, gehen das sehr sachlich und "auseinandernehmend" an. Denen traue ich dann auch mehr zu. Ich hoffe, sie lassen nicht nach.

    Ich würde mich übrigens heute nicht mehr ärgern, wenn Ich zwischen den Ferien krank werde. Und noch konsequenter die Arbeit liegen lassen, die in diesen Wochen angefallen ist und nicht mit Gewalt versuchen versäumte Arbeit nachzuholen oder sogar den Schreibtisch mit ins Bett zu nehmen.

    Ah, ich glaube, da hast du mich falsch verstanden. :D

    Mit dem "so kurz nach den Ferien" meinte ich nicht: "Warum ist das nicht IN den Ferien passiert??", sondern: "Warum ist es nicht ein wenig später passiert, wo ich die Pause wirklich brauchen kann?" :D JETZT bin ich doch von den Ferien noch total ausgeruht. ;) Aber so isses halt...dat Zeusch kütt wie es kütt.

    Dass es mit mehreren Kleinkindern wirklich schwer wird, sehe ich an meinem Bruder und seiner Familie. Als alle mit Corona flach lagen, war das hart. Die Kids (damals gut 1 und 4) waren trotz Corona nämlich topfit, die Eltern null. Konnte keiner kommen, die Kinder nicht in die Kita, das war böse hart. Ich bin kinderlos (war damals eine Bauchentscheidung gegen die klare Meinung meines damaligen Ehemanns, die ich bis heute nicht bereue) und denke mir dann immer: "Wenn ich mich so fühle wie jetzt UND dann noch zwei Kinder hätte, die mich gerade dringend brauchen...oooohje." Ich beneide euch Mütter und Väter da nicht, sondern ziehe meinen Hut.

    Alles Liebe!

    Nuja...ich habe die letzte Woche NUR in Räumen mit Lüftungsanlagen unterrichtet und im LZ haben wir eine Luftfilteranlage.

    Trotzdem gab's mal wieder eine ordentliche Portion Corona für mich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die auch nur irgendwas abhalten, wenn die Kinder neben dir stehen und rumschniefen und husten. Da die das dauernd tun, testet man sie ja auch daheim nicht dauernd.

    Ich war nur in der Schule und im Klavierunterricht, nichtmal einkaufen diese Woche - und meine Klavierkinder sind alle gesund. Es kann also nur durch die Schule gekommen sein. Ich überleb's - aber diese Riesengeräte haben meine Sympathie nicht.


    Vielleicht wird das aber tatsächlich anders, wenn ich, sobald ich gesund bin, mal nachgefühlt habe, wie die eingestellt sind. Bei uns hat nämlich keiner Ahnung davon. Die Firma kam, hat die angebracht und ist gegangen.

    In der Schweiz ist es eben möglich, dass die Staatsbürgerschaft entzogen wird, wenn eine Person dadurch nicht staatenlos wird. Dabei ist es allerdings egal, ob die schweizerische Staatsbürgerschaft durch Geburt oder Einbürgerung erworben wurde, Bedingung ist einfach, dass es einen zweiten Pass gibt. Das passiert jedoch nur bei sehr speziellen Delikten, z. B. wenn jemandem eindeutig ein Engagement in einer staatsfeindlichen, terroristischen Vereinigung nachgewiesen werden kann.

    DAS ist aber auch wieder Gleichstellung. Es wird nicht unterschieden zwischen eingebürgert und gebürtig. Das wäre für mich schon eher mitzugehen (auch wenn ich es nicht ganz so gut fände wie Inhaftierung im eigenen Land) als dieses "die Gebürtigen nicht, die Eingebürgerten aber schon".

    Persönlich habe ich auch nicht das geringste Problem damit, wenn (erwachsene) Intensivtäter, Mörder/ Totschläger oder beispielsweise auch Sexualstraftäter mit nicht durch Geburt, sondern durch Einbürgerung erworbener doppelter Staatsangehörigkeit durch derartige Straftaten ihre deutsche Staatsangehörigkeit verlieren, solange die Menschen dadurch dann eben nicht staatenlos werden, um in der Folge auch ihren Aufenthaltsstatus in Deutschland zu verlieren.

    Aber gilt es nicht auch diesen Punkt genau zu betrachten?

    Deutsch ist doch deutsch... Es geht doch gerade darum, KEINEN Unterschied zu machen.

    Ein gebürtig deutscher Mensch wird im Knast eingetütet, je nachdem, was er gemacht hat, für so und so lange.

    Ein eingebürgerter deutscher Mensch ist ebenfalls deutsch und sollte dann nach denselben Maßstäben bestraft werden wie ein gebürtiger, sonst bleiben alle eingebürgert Deutschen immer im Gefühl Deutsche zweiter Klasse, selbst, wenn sie nichts Kriminelles tun - sie wissen aber, dass sie anders behandelt würden als kriminelle gebürtige Deutsche...

    Die Gleichstellung gebürtiger Deutscher und eingebürgerter Deutscher ist sonst nur eine Farce, wenn sie nur "in guten Tagen" gilt, so meine Wahrnehmung.

    Und ja, ein GANZ schweres Thema, weil da die Emotion noch mehr mitschwingt - ist ja auch beim Thema Selbstjustiz so. Was würde man nicht alles gerne mit bestimmten Menschen anstellen, die wirklich schlimme Dinge tun - und zwar total egal, ob gebürtig oder nicht, aber das Gesetz schützt davor (weitestgehend). Und so sollte es hier auch greifen, wie ich finde. Denn entweder IST man deutsch - dann in jedem Fall - oder halt nicht.

    Ich weiß nicht, ob ich das jetzt verständlich ausgedrückt hab...ich hoff's.

    Ah, ok, danke, das wusste ich nicht. Weil zu viel Bewegung ist?

    Ansonsten haben wir ja schon öfter das Problem gehabt, Sachen nicht richtig eingestellt zu kriegen. :D

    Ich bin halt auch ein Vollblut-Technikschaf, daher wusste ich auch den Unterschied nicht zwischen Luftfilter und Lüftungsanlagen.

    Von daher nehme ich deinen Tipp mit der falschen Einstellung mal mit ins Kollegium, mal sehen, was wir erreichen können mit der Firma, die sie uns eingebaut hat.

    Danke!

    Auch wenn das Thema hier schon etwas älter ist, ich hab es gerade gesehen:

    Wir haben seit gut einem Dreivierteljahr in jedem Klassenzimmer eingebaute, feste Luftfilter.

    ABSOLUTER vollkommener SCHWACHFUG.

    Diese Dinger sind riesig. In jede Außenwand musste ein fußballgroßes Loch gefräst werden, um den Schlauch durchzustecken, innen in den Klassenzimmern kommt dann eine kastenartige Schlauchummantelung drum, die ungefähr 50x50cm misst und dann ja noch der riesige Kasten mit der Anlage!

    Bei uns hängen die an der Decke und anfangs hatten die Kids Angst, darunter zu sitzen, weil sie befürchteten, diese Riesenteile könnten aus der Decke brechen und sie erschlagen. Die Angst teilte ich tatsächlich auch ein wenig, weil unsere Decke alles andere als viel aushält.

    Nutzen: so gut wie keiner. Ich frage mich immer, ob die Teile echt an sind! Wenn nicht gelüftet wird, sollen sie anspringen. Ich merk da nix, meine Kollegschaft merkt nix, die CO2-Ampeln stehen auch MIT diesen Teilen auf allerniedigstens gelb, meist rot. Ich lüfte immer noch fast genauso wie früher, immer wieder Fenster auf, Jacken an, wenn nötig.

    Ist auch die Frage, wie diese Lüftungsanlagen die unteren Schichten, wo das CO2 ist, erreichen sollen.... ich hab gelernt, dass CO2 schwerer als Luft ist, also in Bodennähe ist und die Luft oben deutlich besser. Jetzt hängen diese Dinger unter der Decke - jo. Außer, dass sie jeden Klassenraum beengen und verschandeln, ist da schlichtweg überhaupt nichts zu berichten, schon gar nichts Positives. Aber Hauptsache mal viel Geld ausgegeben. Man hat's ja.

    Ich wünsche dir gute Besserung!

    Das ist ja echt übelst, jetzt noch stärker mit anderem Kram betroffen zu sein. :(

    Bin auch gerade mit Corona raus aus allem - und das so kurz nach den Ferien - hätte sich der Mist nicht etwas Zeit lassen können? :D

    Bei mir ist es diesmal erfreulich sanft. Zwar Halsweh, Ohrenschmerzen wegen "Zustopfung" trotz Schleimlöser und manchmal Kopfschmerzen als hätte ich durchgeschnapst den Tag vorher, dicke Nebenhöhlen...aber sonst bin ich erstaunlich rüstig. Cool, um die Dart-WM nachzugucken, die ich wegen Urlaubs nicht schauen konnte.

    Mit nem Baby ist das natürlich Mist, mit kleinen Kindern allerdings auch...daher allen Eltern mit Corona ein dickes Umärmerli, dass es schnell wieder gut wird!

    Quittengelee , sorry, wenn sich jetzt was wiederholt, aber bei dem vielen Offtopic komm ich einfach immer durcheinander und stoppe das Lesen.

    Kann es sein, dass, zusätzlich dazu, dass an der Schule mehr Unterrichtsausfall ist, dir die Ungleichbehandlung aufstößt?

    Dass eine Schule es so macht und die andere, zu der du gehörst, strenger ist? :)

    Vielleicht hilft da auch ein Sichtwechsel: wenn du selbst dort im Kollegium wärst, würdest du dich dann über die Handhabe deiner SL freuen oder wärst du eher ängstlich, weil das so "Grauzone" ist und das ja eiiigentlich... ?

    Du hast halt den Doppelstatus "Elternteil UND Lehrkraft" und somit den Vergleich zu deiner Schule/deinen Schulen. Du selbst musst es anders machen, während die Kolleg*innen an dieser Schule mehr Freiheit haben und du als Elternteil merkst, dass da Unterricht ausfällt, der eigentlich nicht ausfallen sollte.

    Stellt sich also die Frage nach dem Schaden. Ist es für die Schüler*innen schädlich, diese Tage daheim zu bleiben? Würden sie, mit gescheit gestellten Aufgaben, nicht auch einiges hinkriegen? Wenn "nicht schädlich" und "ja, würden sie hinkriegen", wäre also nur die Frage nach der Qualität der Online-Aufgaben zu klären. Da könnte man ja sanft mal vorstoßen, dass, WENN schon solche Tage genommen werden, was an anderen Schulen eher unüblich ist, DANN doch bitte gescheite Aufgaben gegeben werden.

    Wir (Hessen, Grundschule) haben nur den Pädagogischen Tag als Ganztag, an dem die Schule geschlossen ist und nur Notbetreuung läuft. Manchmal allerdings liegt der sogar auf einem Brückentag, zB, wenn der 3.10. am Dienstag ist, haben wir am Montag Päd.Tag. Alles andere, Konferenzen, Fachkonferenzen, Notenkonferenzen, was auch immer, liegen außerhalb. Manchmal schaffen wir es, eine Fachkonferenz in der Pause abzuhalten, um nicht länger dableiben zu müssen, wenn es nur um eine Kleinigkeit geht, aber sonst? Das hat vormittags bei uns nichts zu suchen, wir sind allerdings auch in der Unterrichtsgarantie.

    Meine Partnerin (Berufsschule RP) hat zB andauernd irgendwelche Fachkonferenzen, Kurzkonferenzen etc in der Schulzeit, während die Schüler*innen, die allerdings dann anwesend sind, einfach Aufgaben bekommen, die sie bearbeiten. Selbst die Gesamtkonferenzen beginnen sehr oft schon zur aktiven Schulzeit nachmittags und das Kollegium lässt dann die Leute alleine arbeiten. Keine Ahnung, ob erlaubt, aber mit Erwachsenen kann man halt auch anders umgehen als mit Jugendlichen oder Kindern. Ich gönne es ihr, dass sie dann heimgehen kann und nicht so viel länger in der Schule bleiben muss.

    Daher die Frage, was dich genau ärgert. Die Tatsache des Unterrichtsausfalls, oder dass es bei euch strenger ist und du das unfair findest?

    Das soll auch keine Provokation sein, sondern ist wirklich eine Frage, die ja erst man in sich selbst zu klären ist. :)

    Das ist es ja...nicht die dummen Nazis/Rechtsextremisten etc. sind es, die wirklich gefährlich sind. Die halten ja nichts stand, können nur (nach-)brüllen.

    Es sind die intelligenten...und die WISSEN, was sie da tun und tun es trotzdem. Weil sie es wollen. Darum sind sie sich auch nicht zu schade, mit sehr perfiden und kruden Methoden und Wort-Rumwurschteleien alles so zu vernebeln, dass doch einige Menschen ins Netz geraten, weil sie denken, Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Und leider auf längere Sicht einige mehr und einige mehr.

    War damals auch so. Genau so.

    Den Unsinn braucht man auch gar nicht weiter diskutieren. Wer Leute mit Migrationshintergrund (wer auch immer da drunter fällt) generell abschieben will (wohin überhaupt?), dem kann man einfach nicht helfen.

    Das Problem ist ja leider, dass diese Menschen denken, UNS und sich selbst damit zu helfen und nicht die sind, die eigentlich Hilfe benötigen...

    Die Resistenz ist daher unbeirrbar. Ich habe bewusst "fast" und "eigentlich" weggelassen, denn man sieht es an jeder Diskussion, egal, wo, dass sie entarten und zu NICHTS führen.

    "Jedermensch" sagt schon genug.

    Ja, tut es. :)

    Auch wenn man das nicht so schreiben muss. Ich mach's.

    Es ist halt schade, dass es läuft wie immer: wenn man nichts in der Hand hat, wird alles genutzt, um Nebenschauplätze aufzumachen und vom Eigentlichen abzulenken. Hauptsache die mitdiskutierende Seite in die Gegenseite verwandeln und in die Defensive zu drücken versuchen. Schon wird sich um alles Mögliche gestritten und es gibt wilde Wortwechsel...aber das Thema an sich steht immer noch da.

    Die AfD ist eine Gefahr. Und sie wird es nicht weniger, wenn alles Mögliche drumrum gelabert wird.

    Ich zitiere mich mal, Höcke hat den Begriff bereits 2018 verwendet (nichts mit letzter Woche und falsch verstanden.

    Und es gilt auch für "Biodeutsche", die Höcke nicht zujubeln. Röhm dachte auch mal, er hätte von Hitler nichts zu befürchten. Woher wisst ihr Reinerle und Referent, dass ihr nicht plötzlich tot oder in Afrika seid (und was passiert eigentlich mit den Menschen, die jetzt dort leben, ein 2. Israel? USA und andere sehen zu? (Oder führen gleich Krieg gegen AFD-Deutschland, weil sie die Gefahr sehen?)) Dann können sich die AFD-Wähler wieder als Opfer sehen.

    Ich möchte dir danken, dass du das Höckezitat gebracht und Tacheles geredet hast. Klar, auch dir kann jetzt "Emotionalität" vorgeworfen werden (mehr scheint da eh nicht zu gehen), aber wer das Zitat liest, gerade solche Worte wie autochthon...und dann immer noch denkt "hey, das wird easy und die sind doch gar nisch schlümm"...sorry, wer solche Sachen liest und GUT findet...der braucht sich nicht zu wundern, wenn jemand, der bei solchen Texten Herzflattern bekommt, ihn Nazi nennt.

    Du meinst also, weil es eine Wortneuschöpfung gibt für ein inhaltlich eigentlich uraltes Vorhaben, um sowohl Menschen anderer Nationalität, als auch diverse Deutsche, die man loswerden möchte zwangsweise in ein anderes Land zu verbringen aus völkischen, sprich kackbraunen Motiven heraus, wäre der tatsächliche Inhalt dann plötzlich auch ganz neu? Oder meinst du nur, andere hier wären doof genug, diese Umbenennung nicht als das entlarven zu können, was es ist?

    Hier reicht ebenfalls ein "Dankepokal" nicht. DANKE für diese klare Entgegnungen. Ich bin da meist zu scheu, einfach mal voll reinzuplatzen, daher danke an dich und diejenigen, die das mit voller Wucht und argumentativ gut hinterfragen und dem begegnen.

    Das ist mir zu emotional.

    Nein, man ist nicht automatisch Nazi, wenn man sich an geltende Gesetze hält. Hier gehts aber nicht um die geltenden Ausreisegesetze, sondern darum, dass eine Partei beginnt, für Deutschland eine klare Gefahr zu werden (und die Ausreisegesetze ja auch nicht ganz so ernst nimmt, sondern sie zu spreizen gedenkt - bzw Menschen zu entsorgen gedenkt). Je mehr Macht sie erhält, desto schlimmer wirds. Und es IST demokratisch, sie zu stoppen, bzw es zu versuchen.

    Ich bin übrigens lieber emotionaler als sachlich in einer bestimmten Richtung unterwegs - wobei ich dir das nicht unterstelle, ich kenne dich nicht.

    Ich verstehe, was du meinst, aber in Anblick von Gefahr bedeutet Demokratie auch, dass das Volk aufsteht und sich gegen sowas zur Wehr setzt. Setzen MUSS. Unbedingt.

    Das hat meiner Meinung nach nichts mit Links zu tun, sondern damit, unser Land zu schützen und unsere Menschen in diesem Land zu schützen. Egal, welche Hautfarbe, welche Religion, welche Wurzeln. Menschen, die das einschränken wollen, handeln nicht demokratisch.

    Klar kann man darüber diskutieren, ob dann ein Verbot einer Partei oder die Warnungen vor Höcke dann demokratisch sind, wenn doch alle...aber wie gesagt. Gefahr fürs Land gehört gestoppt. Sofort.

    Und ja, alle, die hier wohnen, sind UNSERE Menschen. Jeder und jede. Egal, ob sie Mist bauen oder friedlich vor sich hinleben (es gibt auch genug gebürtig Deutsche, die man sofort ausweisen lassen könnte, aber genau da greifen Meinungsfreiheit und Demokratie halt). Und das gilt es zu schützen. Und wenn eine Partei an die Macht käme, die klar sagt "diese und jene gehören dann entsorgt", dann MUSS die Demokratie das abwenden. Alle miteinander.


    Daher: auf gehts.

    Weil ich hier immer wieder mal von denselben zwei, drei Nutzern lese, dass die AfD eine demokratische oder ganz normale Partei sei: Nein, ist sie nicht.

    Tatsächlich muss ich einräumen, dass man darüber streiten kann, ob sie eine demokratische Partei ist; der Begriff ist nirgendwo eindeutig definiert. Jedenfalls impliziert das Nichtverbot einer Partei oder das Gewähltwerden in Parlamente nicht, dass diese Partei demokratisch ist; nur andersherum wird ein Schuh daraus, durch ein Verbot wird die Sache geklärt. Wer die Partei also als demokratisch hinstellen will, muss anders argumentieren. Sie ist eine demokratisch gewählte Partei; das ist aber etwas anderes.

    Wer die Partei als nicht demokratisch hinstellen will, und als eine Partei, die nicht ist wie die anderen, so wie ich, hat immerhin starke Indizien: Einordnung als Verdachtsfall durch den Verfassungsschutz, Faschisten in Führungsposition, Zitate wie die hier aufgeführten: https://www.volksverpetzer.de/analyse/10-rec…zitate-der-afd/

    Ich wollte mal beginnen, den Thread zu lesen, aber das ist ein so zeitfressendes Unterfangen, dass das einfach nicht geht.

    Die Frage, die ich mir stelle, ist aber folgende: warum ist der Thread so lang?

    Kann man wirklich darüber streiten, ob die AfD eine demokratische Partei ist?

    Sie ist demokratisch gewählt. Das war es dann aber. Demokratische Inhalte: hat sie sicher irgendwo einen einzelnen Vorzeige-Demokratie-Inhaltspunkt, aber ansonsten ist diese Partei einfach nur unglaublich gefährlich und zu Recht mit der NSDAP gleichzusetzen.

    Es ist ein Abziehbild von früher! Unzufriedenheit, Zukunftsängste, Wut im Bauch, dass die eigenen Chancen nicht hoch sind, die von anderen aber schon (Nichtdeutschen!)... und dann wird auf die gehört, die in diesen Punkten Heilung versprechen, egal, wie. Dass die Alternative für Deutschland eigentlich keine einzige wirklich tragbare Alternative aufzeigt, wird nicht gesehen, es wird nur drauf geschaut, dass sie Besserung der eigenen Chancen versprechen (wie auch immer sie das versprechen können). Und wenn ich dann Menschen höre, die mit der heutigen Politik nicht zufrieden sind und aus "Protest" (!!!) die AfD wählen, weil die auch gegen die jetzige Politik wettert, dann wird mir wirklich schlecht.

    Ich würde ja gerne argumentieren, dass wir heute einfach nicht mehr den Erfahrungsschatz nutzen können, den Kriegs-Erlebende hatten. Daher ist es abstrakter für uns. Aber wir ALLE hatten Geschichtsunterricht. Wir ALLE haben die Bilder gesehen und waren vielleicht auch in einem Konzentrationslager. Wir ALLE wissen, was es heißt, wenn solche Gruppierungen wieder an die Macht kommen. Wenn man sich die oben zitierten Phrasen anschaut, ist auch klar, welcher Gesinnung diese Menschen der Partei angehören und was passieren wird, wenn sie regieren dürfen. Wir alle sollten mehr Empathie zeigen und bei manchen: überhaupt einfach erst mal welche.

    Und vor allem sollten wir gewarnt sein und dagegen kämpfen, so gut wir können.

    Bei uns ist am Mittwoch die Demo - ich werde dort sein und brüllen, was ich kann.

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