Beiträge von aus SH

    Selbstverständlich hat die Ampel die gegen Ende von Corona schon angespannte Situation mit ihrer Politik stark verschärft.

    Welche Situation denn ganz konkret? Und womit genau? Meinst du, die GroKo hätte es besser gemacht? Was hätte getan werden müssen, deiner Ansicht nach? ...

    Ich habe viele Fragen, ich weiß. Allerdings denke ich, dass die erstmal beantwortet werden sollten, bevor man der Ampel so viel Verantwortung für die großen Probleme unserer Zeit zuweist.

    ...Zu deiner Behauptung: Soweit ich weiß, dürfen Spendengelder aus dem EU-Ausland nicht angenommen werden, korrigiere mich gerne. Ist das der nächste Fall für correctiv? Oder gilt das bereits als "erwiesen", weil die Behauptung so gerne in den sozialen Medien wiederholt wird?

    Heißt das dann, die AfD dürfte ihre politische Konkurrenz auch ausschnüffeln, ...

    Ist correctiv denn eine Partei, weil du hier von politischer Konkurrenz schreibst?

    Außerdem: Wenn die AfD und correctiv beide Geld vom Staat erhalten, dann heißt das nicht, dass die Bundesregierung (und damit irgendwie die an dieser beteiligten Parteien allein) ihnen Geld gibt, sondern - ganz genau - der Staat.

    Besser hätte das Verfahren nicht laufen können. Das BVerfG hat festgestellt, dass die NPD die freiheitlich demokratische Grundordnung auflösen will, aber gleichzeitig so bedeutungslos ist, dass keine realististische Gefahr von ihnen ausgeht.

    Dass bei der AFD bisher kein Antrag gestellt wurde, hat andere Gründe.

    Ich meinte damit, dass sie nicht verboten wurde. D.h. dass sogar offiziell nicht-demokratische Parteien nicht verboten werden können. Damit besteht die Gefahr, dass auch die AfD nicht verboten würde. Die Begründung spielt ersteinmal keine Rolle.

    @reinerle meint, dass kein Antrag gestellt wurde, weil die AfD rein rechtlich gesehen demokratisch sei.

    "Moralisch mag man sagen, sie sei undemokratisch und man kann vielerlei Gründe dafür aufzählen. Rechtlich gesehen ist die AfD demokratisch, sonst wäre das Verbotsverfahren längst in Gang gekommen, oder nicht?"

    @reinerle: Nein, man hat Sorge, dass es wie bei der NPD läuft. Deshalb ist noch kein Antrag gestellt worden.

    Nein, ich zweifle nicht. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass wir als Gesellschaft das finanzieren müssen.

    Ansonsten ist Siezen in einem Forum äußerst unhöflich. Auf Facebook wechseln Leute ins "Sie" wenn sie pikiert über irgendwas sind. Hier im Lehrkräfteforum siezt überhaupt niemand.

    Alles gut.

    Allerdings kenne ich es von anderen Foren, dass man sich dort siezt (Spiegel, News4teachers, meta.tagesschau.de ...). Bei Facebook bin ich gar nicht. Und da hier Erwachsene, die sich nicht kennen, diskutieren, finde ich es nicht unhöflich.

    Okay, ich bin Süddeutsche (und ja, manchmal sprechen wir " verschiedene Sprachen", gut, dass du nachfragst).

    Ich weiß aber, was Quittengelee sonst hier schreibt und habe daher so geschlossen. Wer länger hier mitschreibt, weiß wie sehr einige hier bei bestimmten Themen sich erregen (der Grund, warum ich diesen Thread weitgehend meide, auch ich habe meine politische Meinung oft genug hier im Forum geäußert).

    (Und ja, es ist keine Frage, ich meinte das Stilmittel (bin kein Deutschlehrer), ich habe den falschen Ausdruck verwendet.)

    Danke!

    Aber tatsächlich gibt es ja Linke, die Kritik an Russland nicht akzeptieren. Ich hatte befürchtet, dass das so gemeint war.

    Zum fettmarkierten Teil: Überlege dir, inwieweit ein solcher Satzbestandteil die Diskussion bereichert oder ob er eher andere Diskussionsteilnehmer diskreditiert!

    Dass das Zitat alle Muslime über einen Kamm schert, darüber müssen wir sicher nicht sprechen. Fraglich ist, ob damit bereits gegen die Verfassung verstoßen wird. Die meisten Grundrechte gelten für Deutschen, Menschen mit (zumindest temporärem) Wohnort in Deutschland und Menschen mit zeitweisem Aufenthalt in Deutschland (z.B. Urlaub). Auf einen Asylsuchenden trifft keiner dieser Begriffe zu; er kann sich somit nicht auf das deutsche Grundgesetz berufen. Zudem hat der deutsche Staat keine Pflicht, diesen Asylsuchenden aufzunehmen, da dies aus keinem geltenden Gesetz (inklusive dem Gesetz zu subsidiärem Schutz) unmittelbar hervorgeht. Eine freiwillige Aufnahme ist natürlich jederzeit möglich, wobei mir nicht bekannt ist, ob eine freiwillige Aufnahme rein aus rechtlicher Sicht bestimmte Bevölkerungsgruppen bewusst ausschließen dürfte.

    Artikel 1, Absatz 2 des GG z.B. besagt "Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt."

    Wie wäre es denn um die Gerechtigkeit in der Welt bestellt, wenn wir muslimischen Menschen per se Asyl verweigerten?

    Wenn das so schlimm für dich ist, Dich einige wenige Tage im Jahr "open End" um die SuS kümmern zu müssen, dann wird es für alle Beteilgten das Beste sein, wenn Du dem aus Weg gehst.

    Vielleicht möchte Quittengelee einfach nur sagen, dass man eine Klassenfahrt nicht mit einer normalen Geschäftsreise vergleichen kann, und ist (zurecht, wie ich finde) erbost darüber, dass irgendwer Geschäftsreisen mit Klassenfahrten vergleicht. Nein, sie ist nicht zu empfindlich.

    Das geht in der Schule schon los, dass Lehrkräfte Gummibärchen zur Belohnung ihrer SchülerInnen mitbringen und die muslimischen Kinder dann oft lange Gesichter machen, weil sie Haribo und Co. nicht essen dürfen. Das ist mir genau einmal passiert, weil ich schlichtweg nicht daran gedacht hatte. Beim nächsten Mal gab es dann für die muslimischen SchülerInnen eine andere Marke, die halal war. Die gibt es in jedem größeren Supermarkt zu kaufen - ist also auch kein Mehraufwand.

    Warum nicht Gummiteilchen ohne Gelatine für alle? Die gibt es doch. So würde ich es handhaben.

    Nein. Die Kritik an mangelnder Differenziertheit ist ein Totschlagargument (insbesondere dass es nicht "die" Europäer" und "die Muslime" gebe - einmal abgesehen davon, dass es darum gar nicht ging) und sorgt letztlich dafür, dass man Missstände nicht benennen darf.
    Der Islam ist in meinen Augen keinesfalls nur eine Religion - es ist eine Kulturgemeinschaft mit klaren Normen und Werten. Ich empfehle einmal die Lektüre der Weltgeschichte aus muslimischer Sicht - das war für mich sehr erhellend.

    Das Christentum ist auch nicht nur eine Religion, was man u.a. daran erkennen kann, dass z.B. in vielen Teilen Europas "Ungläubige" Traditionen und Bräuche pflegen, die uns das Christentum gebracht hat. Im Prinzip kann man doch über die Christenheit insgesamt nur sagen, dass sie sich auf einer anderen Entwicklungsstufe befindet als die Umma.

    Und deshalb möchte ich auf Differenziertheit bestehen. Diese sehe ich keineswegs als Totschlagargument. Wenn wir nämlich nicht ausreichend differenzieren, dann passiert das, was RosaLaune passiert ist, immer und immer wieder.

    Nicht die Ethnie ist die Ursache, wenn dem so wäre, dürfte es keine Unterschiede in der Integrationsbereitschaft innerhalb einer Ethnie geben. Es müssen andere Faktoren sein.

    Deine Erklärungen belegen das sogar.

    Ist gut. Ist auch eine sinnlose Diskussion, weil irgendwas Argumentatives kommt ja nicht von dir.

    Kannst du gerne sein, ist eine überall auf der Welt beobachtbare Tatsache. Es ist einfach nur noch lächerlich, das so aus Prinzip abstreiten zu wollen um nur ja nicht als Rassist dazustehen.

    Ja klar, Italiener sind bekanntermassen alles Muslime. Kosovaren übrigens tatsächlich, allerdings Bektaschi und das ist kulturell schon was sehr anders als sunnitische oder schiitische Muslime.

    Das macht es nicht besser.

    Nein, es ist nicht die Ethnie! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Jupp, das ist schlichtweg eine Aussage die dem widerspricht, was du im Anschluss behauptest, nämlich dass die Integrationsbereitschaft nichts mit der Ethnie zu tun habe. Du nimmst an, Deutsche seien besonders Integrationswillig. Dann kannst du dich nicht beschweren, wenn ich exakt das gleiche behaupte. Es ist einfach so.


    Ja, aber es geht nicht um "Möglichkeiten" sondern darum, wer grundsätzlich wie gut integriert ist. Und ich wiederhole es jetzt zum 3. Mal, dass es hier sehr viele gar nicht mal so gut gebildete portugiesische Einwanderer gibt, die aber sehr gut integriert sind. Die Statistiken aus der Schweiz umfassen hier sehr viel längere Zeiträume mit relativ gesehen viel grösseren Migrantenpopulationen als für ungefähr jedes andere europäische Land. Du kannst aber sehr ähnliche Befunde auch für Migrantenpopulationen in Deutschland feststellen. Deutschland hat jeweils knapp 900k Migrant*innen polnischer bzw. rumänischer Herkunft im Land, die zu grossen Teilen erheblich besser integriert sind, als Türkischstämmige der x-ten Generation.

    Zu Hilfe, ich weiß nicht weiter! Erstens will Antimon mich nicht verstehen.

    Zweitens bin ich konsterniert, wie man ethnische Gründe für mangelnde Integrationswilligkeit anführen kann.

    Liegt es an bestehenden Vorurteilen gegenüber Muslim*innen?

    Ich weiß nicht weiter.

    Das behauptest du doch selbst gerade, die Ethnie sei verantwortlich. "Gebildete Deutsche geben sich besonders viel mühe." Soso. Woher ist das "bekannt"? Weil Deutsche halt so sind? Gebildete Italiener, Tamilen, Portugiesen, ... dann vielleicht doch nicht? Ganz besonders wenig Mühe geben sich übrigens gebildete Expats, die sowieso wissen, dass sie nach 2 Jahre wieder weg sind. Du behauptest einfach mal empört irgendwas. Ich kenne die Statistiken. Wenn du weiter rumbehaupten willst, darfst du dir die gerne selber raussuchen. Ich bezweifle, dass du draufklickst, wenn ich hier jetzt eine Verlinkung setze.

    Im Nachsatz schrieb ich "Gebildete Menschen ..." Zuvor meinte ich dich und andere Deutsche im Ausland. (Muss mich erst ans Duzen gewöhnen.)

    Natürlich ist es so, dass gebildete Menschen, die ihr Land verlassen, erst einmal viel besser Bescheid wissen, was wichtig ist, um erfolgreich im neuen Land zu sein. Sie haben einen Vorteil. Es ist doch eine Binse, dass gebildete Menschen insgesamt mehr Möglichkeiten in allen Belangen haben.

    Das macht sie nicht zu besseren Menschen, aber Vorteile haben sie in der Regel immer.

    Keine Ahnung. Nee, musst du natürlich nicht. Musst dich dann aber auch nicht beschweren, dass du nicht dazugehörst. Das tun italienischstämmige Eltern dann z. B. aber gerne mal, wenn die Kinder aufgrund von mangelnden Kenntnissen der örtlichen Landessprache Probleme in der Schule haben. Das Recht haben sie nur einfach nicht.


    Das ist nicht der Fall. Ich schrieb, die erste Generation kam vor langer Zeit mal als Gastarbeiter*innen. Es leben heute über 300000 Italiener*innen dauerhaft in der Schweiz. Also das sind die ohne Schweizer Pass. Viele sind auch eingebürgert, weil es eben verhältnismässig einfach geht, sich z. B. in einer Bündner Gemeinde einbürgern zu lassen, wenn dort Italienisch gesprochen wird. Und ja, du hast recht, die bewegen sich auch verhältnismässig problemlos in der Behördenlandschaft, weil sie immer das Recht auf Dokumente in ihrer Muttersprache haben. Integriert sind die Leute trotzdem nicht, das ist das Paradoxe.

    Es ist eine schnöde Tatsache, dass wir besser und schlechter integrierte Migrantengruppen im Land haben. Und es ist eine schnöde Tatsache, dass das primär mit der Herkunft und nicht so sehr mit dem sozioökonomischen Status korreliert. Mit am besten integriert sind nämlich unsere ethnischen Tamilen, von denen die erste Generation eben auch als Kriegsflüchtlinge kam. Sehr gut dabei sind auch wir Deutsche. Oft schon fast zu gut, das macht einigen Einheimischen gerne mal Angst ;)

    Dass gebildete Deutsche sich besonders viel Mühe geben, ist bekannt. Gebildete Menschen sind generell mehr bemüht.

    Und doch, nicht die Ethnie, sondern der sozioökonomische Status ist entscheidend.

    Ehrlich, ich bin schockiert, dass Sie die Ethnie verantwortlich machen.

    Aha. Du missverstehst da ganz gewaltig was. Italienisch wird im Tessin und in Teilen Graubündens gesprochen, die regionale Landessprache der Nordwestschweiz z. B. ist Deutsch. Wenn du hier lebst und kein Deutsch sprichst, hast du ein Problem. Daran ist eigentlich gar nichts "irritierend". Ansonsten denke ich mir nicht aus, was ich schreibe. Ich verzichte nur gerade sehr bewusst auf Verlinkungen von Quellen, weil die in der Regel ohnehin nicht gelesen werden. Hier wird ziemlich viel ziemlich faktenbefreit diskutiert.

    Warum muss ich mich aber integrieren, wenn ich ein Recht auf Dokumente etc. in meiner Muttersprache habe, meine Muttersprache sogar in bestimmten Landesteilen sogar auf der Straße gesprochen wird und mein Heimatland einen Katzensprung entfernt liegt und ich nur zum Arbeiten da bin?

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