Das wird bei uns regelmäßig von der Schulleitung blockiert mit dem Argument, dass das nur Arbeit machen würde und schlecht für das Image der Schule sei. Die Schüler wissen mittlerweile ganz genau, dass es keine Konsequenzen geben wird.
Beiträge von NRW-Lehrerin1976
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Also ich könnte in meiner Schule mehrere Vorschläge machen, die den Lehrkörper sofort substanziell entlasten würden ohne irgendetwas zu kosten oder den Schülern überhaupt aufzufallen, geschweige denn Qualitätsverluste in der Ausbildung bedeuten würden. Diese haben alle mit unnötigen Konferenzen, fehlender Digitalisierung in allen Bereichen und mangelnder Konsequenz im pädagogischen Handeln zu tun. Nun fragt man sich, wieso davon nichts umgesetzt wird oder überhaupt nur darüber nachgedacht wird. Meine Erklärung ist, Bequemlichkeit und mangelnder Innovationswille im gesamten Apparat auf allen Ebenen, von den Lehrern angefangen bis hinein ins Ministerium und auch fehlende Schmerzen. Wenn eine Behörde nicht dazu gezwungen wird etwas zu ändern, passiert das auch nicht, denn im bestehenden System haben sich zu viele Leute hübsch eingerichtet und verteidigen es mit Zähnen und Klauen. Die Arbeitszeiterfassung mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben, könnte vielleicht ein Hebel dafür sein das System zu Veränderungen zu zwingen.
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Nicht jeder.
Aber der Staat.Dann kann ich so langsam die Verschwörungstheoretiker verstehen, die die ganze Zeit vom "Deep State" faseln. So ein Vorgehen ist Wasser auf deren Mühlen und extrem schädlich für die Demokratie.
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Ein Gericht hat festgestellt, dass es eine Arbeitszeiterfassung geben muss. Wieso können die Ministerien das eigentlich konsequenzlos einfach ignorieren? Gilt für die Exekutive der Rechtstaat nicht mehr und jeder kann jetzt machen, was er will?
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Diese Kinder sind in unserem Schulsystem leider verloren. Wir haben nicht die richtigen Instrumente, um ihnen nachhaltig zu helfen. Es tut weh das so laut auszusprechen, es ist aber meine Lehre aus jahrzehntelangem vergeblichen Engagement in ähnlichen Fällen.
Wenn das Elternhaus keine Bereitschaft zeigt irgendwie konstruktiv mitzuarbeiten kannst du diagnostizieren und feststellen, was du willst, das Kind wird vom System her nicht so unterstützt werden, dass es aus der Situation alleine herausfinden wird. Wie du handelst ist für die Entwicklung des Kindes wahrscheinlich ziemlich egal. Ich würde mich weigern so eine Diagnose auf Aktenlage zu stellen.
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Es geht um eine Ganztagsschule. Die AG soll im Nachmittagsbereich angeboten werden. Eine Finanzierung duch unseren Förderverein ist wohl nicht üblich, ich werde da aber nochmal anklopfen. Wenn das anderswo so gehandhabt wird, wäre das vielleicht auch eine Innovation für meine Schule.
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Hallo,
ich habe mal ne Frage: Wie werden bei euch üblicherweise AG Angebote finanziert, die nicht von Lehrern angeboten werden. Wir haben das Angebot eines Schachlehrers, der gerne eine AG anbieten möchte. Ich halte das für eine total sinnvolle Sache, aber sein (kleines) Honorar muss irgendwie finanziert werden und irgendwie scheint bei uns keiner eine Idee zu haben, wo das Geld dafür herkommen könnte. Wie läuft so etwas typischerweise bei euch an der Schule?
Danke!
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Also meiner Erfahrung nach bleiben Lügen bei Entschuldigungen immer konsequenzlos in unserem Schulsystem, weil niemand Lust hat sich mit Konsequenzen rumzuärgern. Mein Rat daher: Nicht ärgern und gute Miene zum bösen Spiel machen.Am Ende steht man nur alleine auf weiter Flur und kriegt noch hintenrum eine reingewürgt.
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Der Sinn überhaupt zwischen entschuldigten und unentschuldigten Fehlzeiten zu unterscheiden ist doch, den Eltern die Information zukommen zu lassen, dass ihr Kind geschwänzt hat, sie aber nicht davon wussten. Wenn die Schule mit den Eltern direkt kommuniziert hat (wie auch immer: Telefonisch, schriftlich, über ein Onlinetool, Rauchzeichen,...), sollte das aus meiner Sicht einfach entschuldigte Stunden sein. Sie sind dann ja im Bilde, der Rest ist Eltern Verantwortung. Dass man dann bei hohen Fehlzeiten, ob entschuldigt oder nicht, das Gespräch suchen sollte, ist davon komplett unabhängig zu bewerten ob Stunden entschuldigt sind oder nicht.
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Das ist alles nicht so einfach.
Je nach Schulgröße haben die Sekretärinnen dann aber keine Zeit mehr für wichtigere Aufgaben, so dass die SL einspringen müsste. An Grundschulen sind Sekretärinnen außerdem nicht jeden Tag da, weil sie an mehreren Schulen eingesetzt werden.
Also ich hätte da eine Lösung: Man stellt angemessen qualifizierte Leute in ausreichender Zahl ein, die man für die Erledigung der anfallenden Aufgaben eben braucht. Revolutionärer Gedanke, ich weiß.
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Ich habe nie verstanden, warum um diese schriftliche Entschuldigung so ein Aufhebens gemacht wird. Das zu erfassen und zu verarbeiten sollte keine Lehreraufgabe sein, sondern über das Sekretariat laufen. Dort sollten alle Krankmeldungen eingehen, erfasst werden, regelmäßig an die Klassenlehrer berichtet werden, Fertig. Dann reicht auch einmal anrufen oder Mail schreiben oder welcher Kommunikationskanal auch immer.
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Und täglich grüßt das Murmeltier: Das wird in unserem derzeitigen politischen System nie kommen, denn es würde im Heute viel Staub aufwirbeln, wobei die Benefits des Resultats erst im Morgen sichtbar werden würden.
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Die einzige Möglichkeit, die ich hier sehe ist, die Schüler dezent darauf hinzuweisen, dass sie sich auch beschweren und Druck machen können, bei den Kollegen, bei der Schulleitung, und auch darüber.
Ich habe es auch häufig erlebt, dass das Schulsystem komplett überfordert ist mit Missständen umzugehen, wenn irgendwer (in deinem Fall die Kollegen und die Schulleitung) seinen/ihren Job einfach nicht macht. Im System Schule wird alles systematisch unter den Teppich gekehrt, weil das für alle bequemer ist und weil niemand aus dieser Geisteshaltung heraus negativen Konsequenzen zu befürchten hat. Ärger gibt es nur für den, der den Mund aufmacht.
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Bei uns (Brennpunkt) ist es ganz normal, dass Eltern nicht erreichbar sein wollen, ständig die Handynummern wechseln oder sogar absichtlich falsche Nummern angeben, usw. Wenn wir jedes Mal die Polizei rufen würden, wenn ein Schüler morgens nicht auftaucht und niemand erreichbar ist, würde das bedeuten täglich mit der Polizei zu reden, was nicht leistbar ist und auch die Polizei überfordern würde. Es ist leider so, dass dadurch in wirklichen Notsituationen Kindern nicht geholfen wird. Dann regen sich wieder alle auf, es ändert sich aber trotzdem nichts grundlegendes und eine Woche später wird die nächste Sau durchs Mediendorf getrieben. So ist es leider und ich habe es aufgegeben zu hoffen, dass sich daran etwas ändern könnte.
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Ich habe heute keine Kopfschmerzen, darüber freue ich mich.
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