Beiträge von Suave

    Ich habe bei mir grob geschätzt 40% funktionale Analphabeten im Unterricht sitzen, die z.T. sogar die Fachoberschulreife mit Q-Vermerk mitbringen. Wer denen bestätigt hat, dass sie fit sind für die gymnasiale Oberstufe, ist mir ein Rätsel.

    Na, dann geh mit diesen Kolleginnen und Kollegen mal ins Gespräch, wenn du sie greifen kannst- oder lass es. Sie sind aus meiner Sicht ein großer Teil des großen Problems. Hier im Forum gibt es ja auch die eine und den anderen, die nach meiner Lesart genau so etwas im Alltag (oder vor ihrer Pension) praktizier(t)en :). Es geht für die Gesellschaft jedenfalls so nicht (mehr lange) weiter.

    Von Deiner Notengebung sind also die Lebenschancen aller deiner Schüler abhängig, denn machen wir uns nichts vor, unsere Noten haben schon eine Selektionsfunktion bzgl. zukünftiger Chancen der Schüler. Wer darf auf eine Universität? Welcher Schüler wird zum Vorstellungsgespräch für eine Lehre überhaupt eingeladen und nicht gleich aussortiert, ...

    Und genau das ist an so mancher Übergangsstelle (im besten Fall ins Berufsleben (Ausbildung)) das Problem heutzutage. Die Noten spiegeln kaum noch wider, was ein Schüler wirklich kann. Selbst innerhalb einzelner Städte sind Noten zudem kaum vergleichbar. Und zumindest einzelne Lehrerinnen und Lehrer, auch an beruflichen Schulen, treibt genau das um. Manche machen einfach weiter, wenige andere können es (zum Glück) kaum noch mit ihrem Gewissen vereinbaren, wofür sie Haupt-/ Realschulabschlüsse oder gar Hochschulzugangsberechtigungen mit ihrer eigenen Unterschrift! erteilen. Was bitte denken die (Personal-)Chefs kleiner und großer Betriebe bitte, wenn sie dann in der Realität die Noten mit den Fähigkeiten derselben Bewerber abgleichen? Ich würde mich an Stelle der angesprochenen, wenigen Kollegen auch schämen. Denn unsere eigentliche Aufgabe wurde nicht erfüllt. Aber vielleicht wird das, bei noch so viel Engagement, für uns in dieser Zeit in Deutschland auch einfach immer schwerer bis unmöglich. Und hier sind wir wieder bei der Frage, wie der Wohlstand für alle in der Gesellschaft, den wir hier mal kannten, in Zukunft noch irgendwie aufrechtzuerhalten sein soll.

    Fest steht auch, dass u.a.

    a) eine Besoldung (langfristig und ob in der Form überhaupt) davon abhängt, wie es unserem Staat/ den Ländern finanziell geht

    b) dass in diesem Zusammenhang die/ eine unserer Kernaufgaben- egal welche Schulform- neben der "Schaffung" zukünftig mündiger, erwachsener Bürger auch die Erziehung solcher steht, die durch ihre Arbeit die wirtschaftliche Grundlage schaffen (können), dass "wir" überhaupt (in diesem Maße) bezahlt werden können

    Und ich habe durchaus das Gefühl, dass dieser elementar wichtige Gedanke als Triebfeder der eigenen Arbeit einem größeren Teil der Kollegen, ob jung oder alt, "immer mehr abhanden kommt". So lange es einem selbst "gut geht" und das Geld aufs Konto fließt. Ich erlebe diesbezüglich vereinzelt sehr große Ignoranz/ "Arroganz". Was aus den entsprechenden Schülern wirklich wird/ werden kann, wenn man sie "los ist"? Nebensächlich.

    Wir haben in Deutschland riesige Probleme- selbst geschaffen. Grundlage jeder Art des Wohlstands war vor allem schon immer günstige, (saubere) Energie bzw. der Zugang dazu. U.a. das haben wir uns selbst genommen.

    Ohne eine starke Wirtschaft wird es immer dunkler werden. Es sieht tatsächlich gerade sehr, sehr schlecht für Deutschlands Zukunft aus.

    Ich weiß zwar nicht, wie es in jedem Winkel Deutschlands aussieht. Aber als Beispiel, nicht erst seit 5 Jahren: Wie viele von 25 Realschülern können noch fehlerfrei einen oder zwei Sätze schreiben? Und wie war das vor 20 oder gar 50 Jahren? Ich kenne die Antwort und die Beispiele.

    Das tut extrem was zur Sache, er vertritt in letzter Konsequenz den radikalen und gewaltbereiten Mindset eines nicht unerheblichen Teils dieser Partei. Da können sich Chupralla & Co. jetzt noch so angestrengt distanzieren, aber genau zu solchen Taten ruft mindestens Höcke in seinen Nazi-Reden mal mehr und mal weniger explizit auf.

    Höcke ruft zu genau solchen Taten auf? Mit Autos in eine Menschenmenge (an Weihnachten- o. besser noch an jedem Tag des Jahres) zu fahren? Und der Täter von Magdeburg vertritt mit seinem Getanen "den radikalen und gewaltbereiten Mindset eines nicht unerheblichen Teils dieser Partei"?

    Ich hätte doch Psychiater werden sollen, an Menschen wie dir hätte ich sicher meine helle Freude. Naja, eher nicht. Aber Geld würde ich zumindest verdienen. Was soll man dazu noch sagen... hahaha.

    Sorry, aber ich dann mal ganz direkt und würde dich als Therapeut dann vor die Wahl stellen, ob du dich mit deinem hier schon geschilderten privaten Lebensentswurf a) mit deiner Partnerin eher zu einem wie auch immer gearteten Gesprächskreis in irgendeinem "ostdeutschen Afd-Büro" oder lieber b) frisch abgesetzt in Palästina o. einem islamistisch geführten Staat in ähnlicher Location einfinden würdest?

    Für deine oben zitierte Aussage und Falschbehauptung hättest du, in anderer politischer Ausrichtung, wohl in aktueller Zeit ggf. übrigens schon den dritten Hausbesuch bekommen von netten Beamten bekommen.

    Was ist denn Gegenwart? Ich bin vor ca. 20 Jahren auf die Straße gegangen, weil BaWü (und Hessen) einem Antifa-Mitglied die Einstellung in den Schuldienst verweigerte (nach erfolgreichem Ref).

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michael_Csaszkóczy

    Nun ja, aus meiner Sicht mehr als verständlich, dass das aus der aufgeführten Vergangenheitsperspektive so lief. Letztendlich hat er ja "Recht bekommen"- heutzutage... würde es wohl eher erst gar nicht dazu kommen (Gerichtsverfahren).

    Und natürlich war und ist insbesondere heutzutage das Agieren in einer Gruppierung wie der Antifa aus meiner Sicht in großen Teilen nur schwer/ gar nicht mit einer zu erwartenden Verfassungstreue zu vereinbaren. Gleiches gälte für bekannte rechtsextreme Gruppierungen, die sich überwiegend über generellen Hass und gelebte Gewalt definieren.

    Tut mir leid, aber die linksextreme Szene mit ihrem mittlerweile klaren antisemitischen Profil, dem Beklatschen, Befürworten und Unterstützen antidemokratischer islamistischer Gruppen, bei deren "Machterlangung" kein Homosexueller geschweige denn LGBTQ-Angehöriger (etc. pp./ übrigens auch Linke selbst) noch irgendetwas zu Lachen hätte, ist in meinen Augen das Gegenteil von freiheitlich-demokratischer Wertevertretung.

    Wohin gegen wahrscheinlich eine Afd-Mitgliedschaft, die in zumindest 90% der Anhänger aus Menschen besteht, von denen auch bei Mehrheit zu keiner Zeit eine Gefahr für Minderheiten ausginge, wohl ggf. heutzutage eher eine Nichteinstellung angestrebt würde. Diese Mär der durchweg rechtsextremen AfD hält sich jedoch hartnäckig hier und dort. Warum auch immer dies so sehr versucht und propagiert werden muss. "Genauso" wie in der SPD, der CDU etc. sind innerhalb der AfD jedoch Minderheiten jedweder kultureller Herkunft, Homosexuelle, jüdische Menschen etc. pp. vertreten und engagiert.

    Lass' das nicht zu sehr an dich ran...

    .... Und zum "Klassenwehrer" - ja. Es gibt solche, die sich gegenüber ihrer eigenen Klasse Vorteile erhoffen, wenn sie sich auf die Seite der Schüler stellen.
    Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde. Sein verhalten halte ich - nach deiner Schilderung - für unangemessen und übergriffig. Er hat keinerlei Befugnis, hier den Kommissar Kluftinger zu geben.

    Gut gesagt. So ist es.

    ...Das Gespräch zwischen Klassenlehrer, Stufenleitung und mir hat letzte Woche noch stattgefunden...

    Ich kann mir gut vorstellen, dass diese- von dir geschilderten- Vorgänge alle sehr, sehr belastend für dich sind. Vorallem da sie auch so surreal erscheinen. Ich persönlich kann deinen Ausführungen folgen und mir vorstellen, dass so etwas im Arbeitsleben tatsächlich so irrational ablaufen/ geschehen kann.

    Bleibt nur zu sagen, dass ich dir weiterhin viel Kraft wünsche und gleichzeitig überzeugt bin, dass sich das Ganze bald in deinem Sinne "auflöst"- auch wenn es natürlich so oder so Spuren hinterlassen wird. Alles Gute dir.

    ...die Berufsverbote für Linke nicht vergessen...

    "Berufsverbote" für "Linke" oder "Rechte" sind ja (hoffentlich und offensichtlich) in Gegenwart und Zukunft (nicht nur) in Deutschland so ziemlich ausgeschlossen- jedenfalls in allen demokratischen, säkularen Staaten mit Gewaltenteilung. Dafür haben, behalten und feilen wir ja scheinbar unter verfassungskonformen Umständen zeitweise u.U. sogar weiter an unserem Grundgesetz, falls für diese Zwecke notwendig. Ggü. etwaigen Fehlentwicklungen dsbzgl. innerhalb eines Staates jedoch sollte natürlich auch jeder aufgeklärte Mensch immer ein wachsames Auge haben. Demokratie und Rechtsstaat bewahren sich nicht von alleine, wie die Geschichte so oft schon zeigte- und du auch aus eigener Erfahrung hier wiedergibst.

    Da ich das scheinbar nicht editieren kann: BerufSalltag war natürlich gemeint.

    Puh, was könnte ich noch ergänzen, wenn ich schon extra dafür einen zweiten Beitrag schreibe. Ich lasse das o.g. mal so stehen.

    Kopf hoch. In Brandenburg gibt es scheinbar, Stand jetzt, ca. 35% AfD-Wähler. Falls du es irgendwie in den nächsten Jahren bewältigen können solltest, dann wechsel in irgendeine Großstadt. Essen, Berlin, Bremen, Frankfurt, Köln- gibt so einige Möglichkeiten. Da sollten die genannten Probleme weniger zu deinem Berufalltag gehören. Alles Gute.

    Ja, es ist in der Gesamtschau eine weiterhin, nicht erst seit gestern, drastisch zunehmende Undankbarkeit/ Ablehnung ggü. Schule und anderen staatlichen Institutionen- in Verbindung mit sich steigerndem herausforderndem Verhalten (zu allerletzt in Sek I/ II sich entfaltend) - zu konstatieren. Natürlich ist so etwas zu allermeist auch schon vorher sichtbar. Wird halt dann von Lehrer/ Institution leider häufig erstmal (von der Grundschule) weitergereicht.

    Das Ganze derzeit scheinbar noch unterschiedlich: von Einzugsgebiet zu Einzugsgebiet. Noch, jedoch aufgrund weiterhin fortschreitender demografischer Entwicklungen nur eine Frage der Zeit, wann .... ("überall" zu beobachten).

    Es ist zwar erst einige Jahre her, aber jetzt schon schier wohl nie mehr erreichbar, dass

    man den allergrößten Teil (90%) einer eigenen Förderschulklasse L noch in den darauffolgenden Jahren im Nachhinein bei Erreichung eines wie auch immer gearteten... "Haupt- / Realschulabschluss" beobachten durfte. Klar, einiges davon als Grundlage waren hier auch zuvor erbrachte Leistungen/ Voraussetzungen von Kollegen, auf die man im Sinne von Fördern und Fordern noch aufbauen konnte. Und das dann auch immer so gut wie möglich und auch darüber hinaus im Sinne der Schüler noch umsetzte/ konnte.

    Jedoch ist zunehmend ein gewisser Widerstand gegenüber einem Gut, das in D allen, zumindest in jungen Jahren vor dem Erwachsenensein, stets kostenlos zur Verfügung steht: Bildung, für den aufmerksamen Beobachter zu konstatieren.

    Woran das wohl liegt? Es gibt einerseits viele Gründe. Jedoch einen Hauptgrund und eine ("religiöse"- viel mehr politisch-religiöse) Quelle dessen, die ich an dieser Stelle nicht benennen werde.

    Es wird sich in den nächsten wenigen Jahren, die hierfür leider nur noch bleiben, zeigen, ob wir ein Land der Sicherheit und des Wohlstands/ umfassender Bildung und Ausbildung für möglichst viele/ alle Menschen bleiben können. Oder ob sich etwas anderes durchsetzt. Es sieht leider, leider gar nicht gut aus. Noch bleibt die Hoffnung auf ein weiterhin bestehendes freiheitlich-demokratisches Deutschland in der Zukunft, das manche von uns als Kind noch erlebt haben und das unsere Großeltern und Eltern mit so viel Liebe und Herzblut aufgebaut hatten. Man denke als Höhepunkt bspw. an die deutsche Wiedervereinigung. Gute Nacht.

Werbung