Beiträge von ABC_123

    So ähnlich, ja.

    Ich mache dann folgendes:

    Mitteilen, dass wir als Schule und in erster Linie ich über Konsequenzen entscheide.

    Und dass sie natürlich jederzeit in die Sprechstunde kommen können.

    Das habe ich gemacht. Die Mutter will aber, dass die Schule Maßnahmen ergreift, "damit so etwas nie wieder passiert ihr Kind geschützt ist".

    Natürlich reagieren wir in der Schule nicht nur auf bereits entstandene Situationen sondern arbeiten auch präventiv. Aber wir können nicht verhindern, das Konflikte zwischen Kindern entstehen und wir können auch nicht verhindern, dass diese unter Umständen körperlich ausgetragen werden.

    Hallo, vielen Dank für die interessanten Beiträge.

    Was macht ihr in folgendem Fall?

    Zwei Kinder hatten eine Auseinandersetzung auf dem Pausen, wobei es auch körperlich wurde (treten, schubsen ..). Es wra nicht das erste Mal, das beide Kinder aneinandergeraten sind.

    Nun haben es die Kinder mit Hilfe eines anderen Kindes tatasächlich geschafft, die Situation alleine zu klären und sich gegenseitig auch entschuligt (super!!!).

    Kein Kind hat einem Erwachsenen was erzählt, die Situation war ja geklärt.

    Am Nachmittag erzählt aber eines der Kinder von der Situation zu Hause und die Eltern schreiben der Klassenlehrerin eine Mail. Klasenlehrerin reagiert, telefoniert auf Wunsch mit den Eltern und informiert auch die Eltern des anderen Kindes. Bespricht die Situation am nächsten Tag zuerst einzeln mit jedem Kind, dann gemeinsam. Auch hier die Erkenntnis, dass die Kinder die Situation für sich bereits geklärt haben.

    Aber ein Elternteil regt sich weiterhin auf, schreibt Mails, will Gespräche mit allen Beteiligten, mit der Schulleitung, will weitere Konsequenzen für das andere Kind ...

    Kennt ihr solche Situationen?

    Oft wollen Menschen einfach nur gehört werden und in ihrem Gefühl wahrgenommen.

    Nachdem also beide meinen, es sei so passiert, wie sie es erzählen (und da geht es Erwachsenen nicht anders als Kindern), höre ich mir beide Versionen an, sage dann, dass ich es leider nicht gesehen habe und nicht wisse, wie es nun ganz genau war, erfrage noch die Gefühle der Kinder ("Da warst du verärgert?" "Du wurdest traurig?"), dann entschuldigen sie sich oft von allein, auf jeden Fall sollen die beiden sich sagen, dass sie das so nicht mehr machen und tschüssi.

    Wichtig noch, ich höre mir genau 2 Kinder an, keine 15 Zeugen, nicht mal einen. Nur die 2 und die andren müssen weggehen.

    So mache ich es auch.

    Schwierig finde ich es dann aber, wenn sich auch Eltern melden, beispielweise wenn es mit einem Kind immer wieder Vorfälle gibt.

    Oder wenn die Eltern die Sichtweise ihres Kindes in den Vordergrund rücken und wollen, das ich als "Richter" auftrete.

    Danke für die Tipps!

    Ganz schwierig finde ich es, wenn ein Kind etwas sagt und ein anderes sagt: "Stimmt nicht, habe ich nicht gemacht". Ich komme da als Lehrkraft an meine Grenzen, denn ich kann ja letztendlich nicht entscheiden, welches Kind die Wahrheit sagt. Und manchmal habe ich das Gefühl, bestimmt Kinder nutzen das gezielt aus. Einfach sagten "stimmt nicht" damit der Konflikt nicht abschließend geklärt werden kann.

    Hat noch jemand Tipps?

    In meiner eigenen Schulzeit wurden Hausaufgaben zu Beginn des Unterrichts kontrolliert / besprochen. Wir hatten auch alle das gleiche auf. Aufgaben, die im Unterricht bearbeitet wurden, genauso.

    Und als Kind hatte man dabei die Verantwortung, mitzumachen und aufzupassen und auch durch die gemeinsamen Kontrollen die Chance, es zu verstehen.

    Wenn alles nur individualisiert ist, geht die Kontrolle ja doch teilweise unter oder wird flüchtig bei einer Klassenstärke von 25 bis 30 SuS. Die Ressourcen der Lehrer reichen hier einfach nicht mehr. Vielleicht hat es ja auch negative Auswirkungen auf den Unterrichtserfolg.

    Die Lehrerarbeitszeit hat sich ja noch nicht daran angepasst, das die Lehrkraft jede Aufgabe individuell kontrollieren muss ...

    Hallo,

    ich möchte meine Arbeitszeit ab kommendem Schuljahr erfassen und berechnen, aber ich weiß gerade nicht, ob ich einen Denkfehler mache:

    In Niedersachsen gibt es ja die Regel, das Grundschullehrkräfte im Ganztag zwei Mittagspausen von 45 Minuten beaufsichtigen können, aber aufgrund der fehlenden Vor- und Nachbereitung nur eine davon bezahlt wird.

    Daraus ergibt sich für mich im Umkehrschluss folgender Gedanke: Für jede Unterrichtsstunde von 45 Minuten berechne ich zusätzlich noch einmal 45 Minuten. Diese Zeit habe ich dann für Vor- und Nachbereitung, Elterngespräche usw.

    Ich rechne für eine Vollzeitstelle mit 28 Schulstunden pro Woche also 28 x 45 x 2 = 2520 und 2520 : 60 = 42. Daraus ergibt sich, dass eine Vollzeitlehrkraft in der Grundschule 42 Zeitstunden pro Woche arbeiten muss in der Soll-Arbeitszeit.

    Ein Jahr hat 52 Wochen, also rechne ich 52 x 42 = 2184. Nun ziehe ich 30 Uraubstage (= 6 Arbeitswochen) ab. 2184 - (6 x 42) und komme damit auf eine Jahresarbeitszeit von 1932 Stunden.

    Noch nicht abgezogen von der Jahres-Soll-Arbeitszeit sind die Feiertage.

    Ist das richtig oder habe ich irgendwo einen Denkfehler gemacht?

    Beim 4 Phasen Modell nach pikas geht es darum, dass die Kinder eine Zahlvorstellung aufbauen. In der 1. Phase handeln die Kinder am Material und sprechen dabei mit. In der 2. Phase beschreiben sie die Handlung einem anderen Kind. In der 3. Phase erklären sie dem Kind wie es die Zahl legen soll mit einem Sichtschutz zwischen den Kindern. In der 4. Phase arbeiten sie auf symbolischer Ebene und haben eine Vorstellung im Kopf aufgebaut. Den Ablauf kennen die Kinder sehr gut.

    Kannst du das auch anwenden, indem die Kinder z.B. Geldbeträge im Zahlenraum bis 100 legen?

    Hast du schon Würfelgebäude mit den Kindern gemacht? Das ist auch ein schönes Thema für UPP. Oder Symmetrie?

    Zum Thema Wahrscheinlichkeit wäre vielleicht das Wurmspiel etwas (mit zwei Würfeln würfeln). Aber Zufall und Wahrscheinlichkeit ist schon sehr anspruchsvoll.

    Was sagst du zu Kombinatorik?


    Was ist das 4 Phasen Modell?

    Ich habe durchaus auch gutes Material weggeschmissen, weil es mich zu viel Stauraum kostet. Diverse Stationenlernen mit Versuchsmaterialien, Anschauungsmaterial von Pfundmünzen bis hin zu Gesteinen oder Kohle, laminierten Kram wie Vokabeldominos, Lernspiele, etc., Hängeregister und Boxen für Lerntheken - alles schöne Sachen, die gut im Unterricht funktioniert haben, aber ich bin einfach nicht mehr bereit, privaten Wohnraum zur Lagerung zur Verfügung zu stellen. Und damit ist alles, was nicht Buch/Arbeitsheft ist oder sich digitalisieren ließ, vor 2-3 Jahren mal in die Tonne gewandert. Ich werde auch keinen Fundus mehr aufbauen, sofern es dabei bleibt, dass keine Lagernöglichkeiten in der Schule bestehen.

    Hilft dabei, den Überblick im Arbeitszimmer zu behalten 😊

    Ich würde mir wünschen, das man schon in der Ausbildung (Studium und Referendariat) hier einen realistischen Blick bekommt. Man lernt jedoch, das "guter Unterricht" eben auch gutes Material benötigt. Material, das man als Lehrer auf eigene Kosten herstellen / beschaffen muss und auf eigene Kosten im privaten Raum lagern und verwalten muss. Einen Unterricht mit normalen Arbeitsblättern kann man in UBs ja gar nicht mehr zeigen ...

    Ich finde es mittlerweile sehr kritisch, wie in Unterrichtsbesuchen oft nur dieses Material mit diesen Methoden gelobt wird, das dann später im privaten viel Stauraum benötigt. Hier müsste schon in der Ausbildung ein Umdenken stattfinden bzw. die Schule soll die Lagermöglichkeiten bereitstellen. Lehrer müssen hier eindeutig Grenzen setzen!

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