Beiträge von kleiner gruener frosch

    Du kannst die Schüler mitbringen lassen, was sie zu hause an transportablen Holzstücken so finden.Ich vermute mal, es werden immer dieselben Holzarten auftauchen. Einen Nussbaumfurniertisch kann man halt auch schlecht mitnehmen ;)

    "Mama, ich bringe die Säge wieder in den Keller zurück, oder?" "Ja, mache das. .... Wie Säge? Was hast du damit gemac.... NEIN!!!!!! UNSER SCHÖNER FURNIERTISCH!!!!!!!!!"

    Kam gerade per Email.

    O.Meier, mag sein, dass du nicht erkennst, dass nicht Lindbergh das abgewiegelt hat, sondern dass es diese Bedeutung wirklich gibt. Auch wenn du sie nicht kennst. Da steckt aber keine (bewusste oder unbewusste) Verhöhnung der Opfer drin. Man kann ja nicht alles wissen. Aber wenn man es dann erklärt bekommt, kann man auch mal mit seinen Anschuldigungen zurückrudern. *schulterzuck*

    kl. gr. frosch

    P.S.: Definitionen müsste ich nicht kopieren, wenn du hier nicht Leuten sekundären Antisemitismus unterstellst, obwohl das gar nicht zutrifft.

    ich überlege gerade, wie es aussähe, wenn man offiziell sagt: "Wer abends ab ... Uhr am Impfzentrum ist, bekommt vielleicht welche von den übrig gebliebenen Impfstoffen". Gäbe es bei einer offiziellen Ansage Aufläufe .... die man vermeiden will?

    Keine Ahnung, stelle ich mir nur gerade so vor. (Wobei es natürlich möglich ist, dass die auf Impfstoff wartenden brav verteilt am Parkplatz vom Impfzentrum stehen. Ist aber unwahrscheinlich, da den Impfstoff nur die bekommen, die am Eingang nachfragen. Also wird dort der Auflauf sein.)

    Besser finde ich schon die Variante "Wir rufen abends die nächste Polizei, Feuerwehr, .... an und sagen denen, die können noch x Personen schicken.". Eine andere interessante Variante habe ich kürzlich im Radio gehört. War es in Krefeld? Hm, irgendwo dort in der Ecke. Man kann sich auf mit seiner Telefonnummer auf eine Liste setzen lassen und wenn spontan ein Termin frei wird, wählt ein Zufallsgenerator 3 Nummern aus, verschickt eine Nachricht und der, der zuerst zurückruft, weil es schnell vorbeikommen kann, bekommt den Impftermin.

    Dürfte auch nur wenig Aufwand sein.

    kl. gr. frosch

    Sekundärer Antisemitismus:

    Zitat

    Der sekundäre Antisemitismus verzichtet auf unmittelbar judenfeindliche Äußerungen und bestreitet jede antisemitische Motivation. Stattdessen bedient er sich Argumentationsstrategien, die über eine Verschiebung des Opfer-Täter-Koordinatensystems Vorbehalte und Feindseligkeit gegen Juden transportieren.

    Mit sekundärem Antisemitismus werden folgende Diskurse in Zusammenhang gebracht:

    • Angriffe auf angebliche Tabuisierungen von Israelkritik und Kritik an anderen, nichtdeutschen Völkermorden in Politik, Medien und Geschichtsschreibung
    • Relativierung des Holocaust durch seinen Vergleich mit anderen Genoziden und seine kausale Verknüpfung mit dem bolschewistischen „Klassenmord“: so vor allem durch Ernst Nolte seit 1986 (siehe Historikerstreit), in der Affäre um Äußerungen des Politikers Martin Hohmann usw.
    • Unterstellungen, Juden würden eine Opferrolle ausnützen, um sich in aller Welt politische und wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen: so etwa in der durch Norman Finkelstein ausgelösten Kontroverse um die „Holocaust-Industrie“.

    Also: Nein. Ist es nicht. In der Nutzung dieser Phrase in seiner Bedeutung "Jeder so, wie er möchte" in Lindberghs Beitrag steckt (trotz aller grundsätzlich angebrachten Kritik an der Phrase) hier kein Antisemitismus und auch kein Sekundärer Antisemitismus. (Womit wir wieder bei dem Punkt sind, wie du das pauschal beurteilen möchtest.)

    Das haben wir dir jetzt aber auch ein paar Mal erklärt. Deshalb denke ich, dass es nichts bringt, dir das weiter zu erklären.

    Und deshalb denke ich, dass du in deiner Überreaktion der Sache mehr schadest als nützt, weil du gerade den Kampf gegen den Antisemitismus lächerlich machst. Schade.

    <Mod-Modus>

    Hier mal die Gedankengänge von mir als Moderator zu der Sache:

    Ich hatte mir die Diskussion auch in Ruhe angeschaut und ein wenig recherchiert.

    Fakt ist: Die benutze Phrase ist schon im bereits mehrfach genannten Sinne konnotiert. Keine Frage. Da sollte man schon (siehe den sehr guten Beitrag von cdl) ein generelles Gespür für haben.

    Fakt ist aber auch:

    - es gibt die von Lindbergh (zugegebenermaßen etwas flapsig) formulierte Bedeutung des "Jeder so, wie er möchte".

    - juristisch gesehen ist die Verwendung außerhalb von rechten Anspielungen nicht angreifbar.

    - im Zusammenhang des Textes von Lindbergh war klar ersichtlich, dass es da um diese Bedeutung geht: Lindbergh kann das Verhalten seiner Eltern bzgl. dem Abholen von Paketen zwar nicht nachvollziehen. Aber wenn sie das so möchten.

    Ein Eingreifen im Sinne der Nutzungsbedingungen war daher in dem Fall (aus meiner Sicht, der als Moderator gerade im Thread vorbeikam) nicht nötig. Sehr wohl fand ich den sachlichen Hinweis im Beitrag von cdl aber schon passend.

    Das war ein gutes Schlusswort gewesen, daher hatte ich nur darum gebeten, das Thema nun einzustellen.

    </Mod-Modus>

    Persönlich möchte ich noch hinzufügen: ich stimme Bolzbold zu, dass mit der reflexartigen, beleidigenden (Über)Reaktion der eigentlichen Sache (siehe oben) ein Bärendienst erwiesen wurde.

    kl. gr. frosch

    Zitat

    Wenn das in dein Gewissen passt, danke ich für die Ehrlichkeit.

    Der impliziten Unterstellung, ich wäre antisemitisch eingestellt, möchte ich übrigens ausdrücklich widersprechen. Ich lasse die Unterstellung durch O.Meier aber stehen.

    kl. gr. frosch

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