Beiträge von kleiner gruener frosch

    Komisch. Ich wusste, dass das kommt.

    Zitat

    Du bist also auch grundsätzlich gegen Abtreibungen?

    Es gibt aber noch einen kleine, feinen Unterschied zwischen "unnötiges Risiko für das ungeborene Kind" und "bewusste und für sich gut begründete Entscheidung, das Kind abzutreiben".
    Bzgl. Rauchen und Alkohol: Ja - wenn ich eine Schwangere Frau rauchen sehe oder sehe, dass sie Alkohol trinkt, frage ich sie, ob sie weiß, was sie da macht.

    Aber eigentlich stellt sich diese Frage gar nicht, da (wie es weiter oben schon steht) auch die rechtliche Komponente einfließt. Wenn der Arbeitgeber die Gefährdung zulässt und nicht verhindert, ist der Arbeitgeber haftbar.

    kl. gr. frosch

    P.S.:
    <Mod-Modus>
    ich habe gewusst, dass Schmidt mit dem Thema "Abtreibungen" jetzt ankommt. Aber das Thema ist nicht Thema hier im Thread. Bevor das also wieder ausartet - Diskussionen zum Thema Abtreibung verschiebe ich direkt.

    kl. gr. frosch, Moderator

    Gestern war ich mal wieder zu einem Grundschulleiter-Tag unterwegs. Warum auch nicht. Die Fahrtkosten übernimmt der Fortbildungsetat und das Thema "Digitale Bildung" sowie die Beschreibung hörte sich ziemlich nett an.

    Anschließend im Zug auf der Rückfahrt war ich doch wieder frustriert und ernüchtert.
    - Die Begrüßung der Ministerin - nett, sympathisch, aber eher Allgemeinplätze (heißt das so?)
    - Die drei Impulsvorträge: Nummer eins war überflüssig ("Schaut mal, was man alles mit der modernen digitalen Technik machen kann und wie cool das ist!"). Nummer 2 war eine werbeverkaufsveranstaltung für ein Online - Diagnose - Tool für Grundschüler, damit die Lehrer wissen, wie sie sie fördern müssen. (Das ganze für 12 € pro Schüler und Jahr.) Nummer 3: Guckt mal, wir haben gestern die neue Homepage vom $Matheprojekt gelauncht. Da findet ihr jetzt auch Unterseiten zu Apps für den Mathematik-Unterricht. (Okay, der Vortrag war kurzweilig, weil witzig gemacht und die Seite ist wirklich gut. Aber hey, es gibt doch den Schulmail-Verteiler.

    Nach dem Mittagessen: Workshops. Der Dozent vom gewählten Workshop stand mit der Eisenbahn und kam Später. Schon okay, kann passieren. Was aber nicht passieren sollte: der Vertreter (aus dem gleichen Projekt) konnte den Unterrichtsvorschlag nicht erklären und hat die Wartezeit daher damit überbrückt, dass er uns die Homepage des Projektes erklärt hat. Danke. *seufz*

    Bei der anschließenden Diskussionsrunde fehlten zwei wichtige Teilnehmer, die kurzfristig abgesagt haben. Okay, da konnte die Veranstaltung nichts zu - ärgerlich war es trotzdem. Einer der beiden hätte was zu Logineo sagen können. Stattdessen haben zwei Schulleiterinnen erklärt, wie ihre schulische Digitallandschaft aussieht. (Ging so vom Informationsgehalt.)

    Gut bis sehr gut war das Essen (Häppchen) und das Improvisation-Theater zwischendurch. Aber dafür bin ich da eigentlich nicht hingefahren. :)

    Geht es euch ähnlich? Ärgert ihr euch auch immer mal wieder über Fortbildungen/Tagungen etc, die ihr freiwillig oder gezwungenermaßen besucht habt?

    Kl.gr.Frosch

    P.S.: war zufällig noch jemand auf der Veranstaltung? Vielleicht bin ich auch nur so frustriert, weil ich mir mehr versprochen habe, und die Veranstaltung war eigentlich gar nicht so schlecht. Wer weiß. :)

    Schmidt, wenn du dich als Mann freiwillig in gefährliche Situationen begibst, ist das deine persönliche Entscheidung. Dann musst du ggf. Die Folgen tragen.
    Wenn sich eine Frau freiwillig in gefährliche Situationen begibt, ist das ihre persönliche Entscheidung. Dann muss die Frau ggf. Die Folgen tragen.

    Aber wenn eine schwangere Frau sich und das Kind aus Unwissenheit oder Risikofreude in Gefahr bringt, ist es keine "persönliche Entscheidung" des Kindes. Das kann vor der Aufsicht nicht mal eben aussteigen und sagen "Ist mir zu gefährlich, Mama. Sammelst du mich nach der Pause hier wieder ein? Danke."

    Kl.gr.Frosch

    Es geht da ja auch nicht um den "Brauchtum", der an der Schule gepflegt wird, sondern um den "Brauchtum" im Bezirk der Schule, damit die Schüler an dem Tag frei haben.

    Aus dem Kopf heraus:
    - einer der Tage sollte an einem "Brauchtsumstag" liegen - er muss es wohl aber nicht zwangsweise. Zumindest wird diese Regelung sehr oft ignoriert.
    - die (anderen) Tage dürfen auch aneinandergehängt die Ferien verlängern.

    kl. gr. frosch

    Ich schäme mich ja fast für meine Überlegung, aber..

    • Kann man nicht einfach jedem Schüler eine rote, eine grüne und eine blaue Karte auf den Tisch legen, die sie passend hochhalten sollen?
    • Oder: frage stellen, drei Antworten zur Auswahl stellen und dann für a), b) oder c) aufzeigen lassen.

    Das ist aber natürlich jetzt keine digitale Lösung. Das gebe ich zu.

    Kl. Altmodischer Frosch

    Zitat von Plattenspieler

    Auch so ein Mythos und eine Verharmlosung: linke Gewalt sei harmloser als rechte Gewalt.

    Zitat

    Blickt man auf die Gewalttaten in einem noch engeren Sinne wie Tötung, versuchte Tötung, Körperverletzung, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und Freiheitsberaubung, dann ergibt sich ein klares Übergewicht der Rechtsextremisten. Für die Jahre 2016/17 wurde ein politisch motiviertes Tötungsdelikt registriert – es hatte rechtsextremistischen Hintergrund. Bei den Körperverletzungen war das Verhältnis rechts/links 2016 1.313 zu 638 und im Jahr 2017 904 zu 499.

    Schauen wir mal etwas weiter nach hinten: der RAF werden 33 Tötungsdelikte zwischen 1971 und 1993 zugerechnet. 33 Tötungsdelikte zu viel. Seit 2001 soll es noch 2 linkextremistische Tötungsdelikte gegeben haben. Zwei zu viel. Ganz klar. Für die Lücke von 8 Jahren finde ich auf die Schnelle keine Zahlen.

    Dem rechtsextremen Spektrum werden allerdings alleine seit 1990 fast 200 rassistisch motivierte Tötungsdelikte zugeschrieben. Inkl. der NSU-Morde.

    Jede extremistische motivierte Gewalttag ist eine Gewalttag zu viel.

    Aber vielleicht solltest du dir vor dem Relativieren erst einmal die genauen Zahlen anschauen. "Rechtsextremisch motivierte Gewalt" ist schließlich nicht nur die NSU - die ist nur die Spitze des Eisbergs.

    kl. gr. frosch

    P.S.: A propos "relativieren". Solange die afd inhaltlich, verbal, symbolisch und von ihren eigenen Handlungen her Parallelen zur Ideologie und der Art und Weise der Nazis aufweist, muss sie wohl damit leben, wenn man sie mit denen vergleicht. Das ist auch keine "Verharmlosung" der Nazis, weil die afd ja so ungefährlich sei, sondern der Hinweis darauf, dass man eigentlich aus der Geschichte lernen sollte und dafür sorgen sollte, dass sich Geschichte nicht wiederholt.

    Pattyplu

    Zitat von Pressecodex

    In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

    Aber für die Bildzeitung ist der Pressecodex eh eher irrelevant.

    Kl.gr.Frosch

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