Zitat
Wobei ich immer verwundert bin, dass die Untersuchungen das aussagen. Ich schaue auf die Leistungen bzw. das Leistungsvermögen und das Arbeitsverhalten des Schülers, nicht auf die Herkunft.
Die Untersuchungen ziehen vielleicht einfach die falschen Schlüsse.
Sie kommen zu dem stark verkürzten Schluss, dass die reine Note für die Empfehlung ausschlaggebend ist. Wenn 2 Kinder also die gleiche Note haben Und der mit dem besseren Hintergrund aufs Gymnasium geht, der aus der sozial schlechter gestellten Familie auf die Realschule, muss das an den Vorurteilen liegen.
Das Lehrer bei der Empfehlung auch noch "weichen" Kriterien wie das Arbeitsverhalten mit einfließen lassen und die Kinder sich darin möglicherweise unterscheiden, fällt scheinbar durchs Raster.
Man kann ja auch die Schuld beim Lehrer suchen, wenn in einer Untersuchung rauskommt, dass Kevins immer schlechtere Noten haben.
Gebe da Krabappel recht - für die Schulformempfehlung ist auch die häusliche Unterstützung entscheidend. Jemand aus einem Umfeld, welches gut unterstützt und antreibt, kann mit einem schlechten Arbeitsverhalten auf die bessere Schule kommen als jemand mit dem gleichen Arbeitsverhalten, der zuhause aber keine Unterstützung und keinem Antreiber hat. Bei dem fällt es auf, bei dem ersten nicht.
Für eine Empfehlung muss man das Kind ganzheitlich im Blick haben. Das liegt aber außerhalb des Untersuchungsbereichs, daher diese verkürzte Erklärung.
Die Frage sollte also sein, wie man dafür sorgen kann, dass alle Kinder eine vergleichbare Unterstützung in schulischen Belangen erhalten können.