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Gerne doch.
Ad 1) Erstmal ist es völlig absurd, 100 Jahre auf dem Begriff "Asoziale" rumzureiten, der mich angeblich sowohl für die Schule als auch für die Uni disqualifiziert. Ich habe bereits mehrfach geschrieben, dass ich ungeachtet der Herkunft meiner SchülerInnen in den meisten Fällen einen guten Draht zu ihnen habe. "Asozial" im Sinne von völlig bildungsfern und teilweise auch nicht sozialisierbar trifft aber leider sehr wohl auf viele dieser SchülerInnen zu. Das war von mir nie als Brandmarkung gemeint, der Umgang mit den SchülerInnen ist ausgesprochen locker und ich nehme jede und jeden sehr ernst und überhebe mich auch nicht über sie. Dennoch ist nicht zu beschönigen, dass sie oft asoziales Verhalten drauf haben. Siehe Brennpunktschule und schlechter Standort.
Ad 2) Du unterstellst in deinem zweiten P.S. - so lese ich das -, dass mich der Prof. nur deshalb als Doktorandin angenommen hat, weil eine hohe Zahl von Promovenden gut aussähe und bares Geld brächte. Damit unterstellst du indirekt, dass mein Promotionsprojekt keine Qualität an sich hat, sondern die Annahme quasi nur zur Aufhübschung der Statistik des Profs diente. Die Wahrheit war jedoch das genaue Gegenteil: es war in erster Linie die Qualität meines Projekts, die meinen Doktorvater begeistert und überzeugt hat, mich als Externe wider aller Bedenken anzunehmen (natürlich auch, weil es genau in sein Fachgebiet fiel). Du sprichst mir quasi indirekt die fachwissenschaftliche Qualifikation ab. Was weißt du in Wirklichkeit über mich und mein Dissertationsprojekt ? Nichts.
Ad 3) Es ist eine schiere Lüge zu behaupten, dass Stallgeruch und Kungelei an der Uni nicht zählen würden. Es ist leider immer noch gängige Praxis, dass sich die Herren, ja, auch die hochkarätigen Philosophen, den Stab gerne selbst untereinander weiter reichen. Meinen Prof,. auch nicht gerade Feminist, aber nett, nehme ich mal aus, denn er hatte bereits eine andere Frau mit einem anderen Projekt beauftragt, die, als ich dazu stieß, schon länger dabei und als wissenschaftliche Mitarbeiterin auch vor Ort war. So zu tun, als gäbe es weder in Wissenschaft noch Schule Machismus, ist jedoch zu einfach und stimmt einfach nicht.