Ich führe hier einmal die Diskussion aus dem Thread "Diktat- Desaster!!!! Alternativen?" weiter. Die Grundsatzdiskussion zum Thema "Diktate" passt zum Thema "Diktate" glaube ich besser.
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Zitat von »kleiner gruener frosch«
Genau, nur ein Teil, die anderen Teile berücksichtigt ein "altmodisches" Diktat aber nicht!
Ne, nicht ein Teil, sondern 2 Teile. 
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Zitat von »kleiner gruener frosch«
Ist auch nur ein Teil, womit man dann aber schon zwei Teile hätte 
Damit hätten wir also 3 von 4 Teilen. Du hast hoffentlich bisher gemerkt, dass ich mich nicht per se gegen das Wörterbuch ausspreche (Genauso wenig wie ich mich gegen den ein oder anderen Abschreibtext auspreche. Es wird ja als geforderte Komponente angegeben).
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Zitat von »kleiner gruener frosch«
Hat man ja aber nicht, denn du kannst das Tempo bei einem vom Lehrer diktierten Diktat nicht verändern für jeden Schüler (kannst du aber beim Tonbanddiktat), hast den Notendruck usw.
Damit ist es überhaupt nicht vergleichbar und entspricht eben nicht der Darstellung des aktuellen Leistungsstandes!
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- Zum Notendruck habe ich schon was gesagt. Jede Rechtschreibüberprüfung (egal wie) die bewertet wird erzeigt Notendruck. Auch bei einem "schaut noch einmal im Wörterbuch nach" hat man diesen Druck eingebaut.
- Tempo: Das stimmt. Aber es hängt davon ab, wie schnell oder langsam du es vorliest. Und dafür musst du halt ein Händchen haben. Genauso wie du bei der Kontrolle mit dem Wörterbuch ebenfalls die Zeit für die Kinder entsprechend anbieten musst, da die Kinder dort ja auch unterschiedlich lange mit Suchen beschäftigt sind.
Tonbanddiktate haben übrigens den Nachteil, dass die Kinder dabei nicht nur mit dem Diktat und dem Schreiben beschäftigt sind, sondern auch mit der Technik. Sie werden abgelenkt, müssen ggf. zurückspulen, finden die richtige Stelle nicht wieder, etc.
Zu dem Hinweis von Nenenra aufs Schulministerium:
Das Schulministerium "verbietet" auf seiner Homepage, die du zitierst, auch nur die "klassischen" Diktate mit unbekannten Texten. ich dachte eher an Diktate, die mit dem Training der Lernwörter etc. einhergehen.
Im "Lehrplan NRW" werden Diktate nicht pauschal verboten, sondern man soll sie sinngemäß mit anderen Übungsformen zusammenlegen. Obwohl ich persönlich von den meisten anderen Übungsformen aus diversen Gründen nichts halte mache ich es. Das führt allerdings dann dazu, dass die Rechtschreibleistung der Kinder besser ist, als sie in Wirklichkeit ist. Und anschließend wundern sich die weiterführenden Schulen wieder, wieso ihre Schüler ne 3 oder so in RS auf dem Zeugnis haben. 
Ich habe bei dem Thema halt mehr prinzipielle Bedenken. Ich finde diese Verteufelung des Diktates ohne ein (für mich, sorry) wirklich schlüssiges Argument nun einmal nicht gut. Auch die Schulministeriumsseite liefert ja nicht wirklich Argumente dafür. Ich muss mich daran halten, aber ich habe es halt lieber, wenn man mir auch erklären kann, warum ich mich an eine Sache halten muss. Und das fehlt mir bisher. Die "Diktatverteufelung" wirkt für mich eher so, als ob das Schulministerium gemerkt hat "Oh, bei Diktaten werden zu viele Fehler gemacht. Also müssen wir die 'Prüfungsbedingungen' anpassen, damit weniger Fehler gemacht werden. Auch wenn das an den Rechtschreibfähigkeiten nichts ändert. Wir wiegen nur anders."
Also: ich hoffe drauf, dass mich endlich mal jemand überzeugen kann. 
kl. gr. frosch
P.S.: ich weiß, ich wollte nicht mehr antworten. Aber es passte gerade gut zu diesem Thread, fand ich. 