Was ChatGPT dazu sagt:
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Liebe Kollegin,
ach Mensch, das klingt nach einem richtig schweren Tag. Dass du dich zurückziehen und sogar weinen musstest, sagt eigentlich nur, wie sehr dir dein Unterricht und die Klasse am Herzen liegen – nicht, dass du etwas falsch machst. Solche Tage treffen einen einfach voll, vor allem wenn man sowieso schon emotional dünnhäutiger ist.
Und ganz ehrlich: Dass sie beim Direktor ruhig waren und am nächsten Tag wieder völlig drüber – das kennen so viele. Das ist leider kein Maßstab für „du kannst es nicht“, sondern eher ein Zeichen dafür, dass sie sehr genau wissen, wann sie sich zusammenreißen können.
Was du beschreibst, klingt weniger nach einer „bösen“ Klasse, sondern nach einer mit extrem niedriger Selbststeuerung als Gruppe. Viele einzelne Unruheherde summieren sich – und man kommt gar nicht mehr hinterher. Das ist unglaublich zermürbend.
Ein paar Dinge, die dir vielleicht helfen könnten (such dir nur raus, was zu dir passt):
🔹 Klare Gesprächs-Rituale einführen (immer gleich)
Zum Beispiel ein fixes Signal, wenn du Ruhe brauchst: Hand heben + runterzählen von 5. Aber: erst weitersprechen, wenn wirklich alle still sind – auch wenn es am Anfang ewig dauert. Die Konsequenz ist hier wichtiger als Lautstärke.
🔹 Lautstärke sichtbar machen
Eine einfache „Lautstärke-Skala“ an der Tafel (0 = still, 1 = Flüstern, 2 = Gruppenstimme). Immer wieder ruhig darauf zeigen statt ständig ermahnen. Das nimmt dir Stimme und Nerven.
🔹 Positive Schüler bewusst verstärken
Die Braven leiden gerade am meisten. Vielleicht gezielt loben: „Danke, dass hier vorne schon alle bereit sind.“ Nicht ironisch, sondern ehrlich. Oft ziehen einzelne dann nach.
🔹 Sitzordnung als pädagogisches Werkzeug
Wenn viele durcheinander reden, hilft manchmal nur strategisches Auseinandersetzen der „Hotspots“. Ist mühsam, wirkt aber oft Wunder.
🔹 Störenfriede einzeln rausnehmen – nicht nur sanktionieren
Nicht im Ärger, sondern ruhig irgendwann sagen:
„Ich hab das Gefühl, du rutschst gerade in eine Rolle, die dir selbst schadet. Ich brauch dich auf meiner Seite.“
Viele reagieren überraschend gut, wenn sie merken, dass es nicht nur Strafe ist.
🔹 Mit der Klasse offen reden
Vielleicht eine Stunde investieren und thematisieren:
„So wie es gerade läuft, können manche nicht lernen. Ich auch nicht gut unterrichten. Wie kriegen wir das gemeinsam besser hin?“
Manchmal entstehen daraus Klassenregeln, die mehr tragen als unsere.
Und ganz wichtig:
Ein einzelner Tag, an dem man laut werden muss oder nur noch „schreiben schreiben schreiben“ macht, macht dich nicht zu einer schlechten Lehrerin. Das ist Überlebensmodus – und völlig okay.
Dass du sie magst, ist übrigens eine riesige Ressource. Beziehung ist langfristig stärker als Strenge – sie braucht nur manchmal ein klareres Gerüst außen herum.
Fühl dich gedrückt. Wirklich. 💛
Das war ein harter Tag, aber keiner, der definiert, was für eine Lehrerin du bist.
Liebe Grüße
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Keine Sorge, ich poste jetzt nicht dauernd ChatGPT-Antworten. Aber ich nutze das Tool mehr und mehr selber, um mich beraten zu lassen. Ist nicht perfekt und ersetzt keinen menschlichen Ratgeber, hat aber oft erstaunlich gute Ansatzpunkte. Ob das aus deiner Sicht jetzt hier der Fall ist, kannst nur du selbst entscheiden. Viel Glück.