Danke euch allen für die vielen Rückmeldungen und die Schwarmintelligenz – das hilft mir gerade wirklich sehr.
Mir ist völlig klar, dass man eine Stelle nicht mit der inneren Haltung antreten sollte: „Ich nehme sie jetzt mal und bin dann hoffentlich möglichst schnell wieder weg.“ Vielleicht kam das in meinem Beitrag etwas zugespitzt rüber. Ich hatte heute ein sehr gutes Gespräch mit der Schulleitung, und auch nach einem Telefonat mit dem RP bin ich deutlich ruhiger geworden. Die Schule wirkt auf mich sehr klar, ehrlich und menschlich, und ich habe durchaus den Eindruck, dass ich dort etwas Sinnvolles tun und bewirken könnte. Trotzdem bleibt es natürlich ein großer Kompromiss. Der Fahrtweg ist nicht ohne, und mit Familie muss ich realistisch überlegen, ob das auf Dauer tragbar ist. Dazu kommt, dass die Stelle fachlich nicht ganz das ist, woher ich ursprünglich komme. Es geht also weniger um „Brennpunkt will ich nicht“, sondern eher um die Frage, ob Gesamtpaket, Pendeln, Familie, fachliche Entwicklung und mögliche Verbeamtung zusammenpassen.
Dass man keinen Anspruch auf eine spätere Versetzung nur wegen des Fahrtwegs hat, ist mir immer klar gewesen. Genau deshalb versuche ich ja gerade, die Entscheidung nicht leichtfertig zu treffen.
Und ja, natürlich: Wenn es irgendwann wirklich gar nicht mehr mit der Familie vereinbar wäre, bliebe im Arbeitnehmerverhältnis theoretisch immer die Möglichkeit, zu kündigen und sich später wieder auf Vertretungsstellen oder andere Stellen näher am Wohnort zu bewerben. Das wäre aber für mich keine Strategie, mit der ich jetzt starten möchte, sondern eher der letzte Ausweg, falls es sich wirklich als nicht machbar herausstellt.
Im Moment versuche ich einfach, zwischen einer realen Chance und einem sehr großen Einschnitt abzuwägen.