Beiträge von Sucher

    Ggf. Umzug an einen Ort, an dem Du mit Deinen gesundheitlichen Einschränkungen leben und arbeiten kannst, und der für den Partner nicht zu weit zum Pendeln ist.

    • Ggf. bei Kinderwunsch Prüfen der Möglichkeiten, die sich dann über Elternzeit und Versetzung (bei ihm!) ergeben könnten.

    Danke für die Schilderung und ja, das klingt auf jeden Fall nach einer sinnvollen Option. Die Möglichkeiten mit der Elternzeit kannte ich auch ehrlich gesagt noch nicht, die sehe ich mir mal an, auch wenn sie jetzt erstmal nicht relevant sind.

    Wir werden uns wohl mal vor Google Maps setzen und Pendeldistanzen diskutieren. Aktuell sind es bei uns 250 km, das ist aus meiner Sicht zu viel, um sich in der Mitte zu treffen, ich bin aber eben nicht verbeamtet, unter anderem um mir die Flexibilität zu bewahren, und kann prinzipiell leichter die Schule oder generell den Job wechseln.

    Dem widerspreche ich ja nicht.

    Aber bei mir ist gerade Bahnsperrung wegen Generalsanierung und ich schaffe es trotzdem zur Arbeit zu kommen. Auch ohne Auto.
    Wollte nur von der Pauschalität weg.

    Es ist für die meisten nicht vorstellbar ist ungleich es ist nicht möglich ohne Führerschein auf dem Land.

    Die Diskussion führt zwar etwas von der Frage weg, aber wenn du meinen Beitrag nochmal liest, ist das ja genau was ich geschrieben habe. Fahrräder sind für mich keine Option, Busse/Mitfahrgelegenheiten schon. Deshalb schrieb ich nichts davon, ich könne nicht auf dem Land leben, sondern nur, dass ich es nicht gerne will, weil ich dann immer davon abhängig bin, dass mich jemand anderes fährt. Es geht natürlich, aber man muss sich schon überlegen, ob man als erwachsener Mensch wirklich in einer Situation leben will, in der man z.B. nicht abends mal ins Kino gehen kann, wenn man nicht gefahren wird, weil dann die Busse nicht mehr fahren. Tagsüber komme ich überall hin. aber es braucht eben seine Zeit.

    Ein Umzug in die Region der Schule steht in meinem Post ja sogar mit als eine der für mich denkbaren Alternativen, die nicht perfekt aber Optionen sind. Genauso wie eine Aufgabe der Verbeamtung, die weniger an Lebenszeit und Unabhängigkeit, dafür aber mehr Geld und etwas Sicherheit kosten würde. Daher interessiert mich eben, wer in der Situation war, wie damit umgegangen wurde und welche Erfahrung ihr mit dem gewählten Weg habt.

    Hallo :)

    Mein Partner ist verbeamtet in Niedersachsen an einer IGS im ländlichen Raum, keine Mangelfächer. Weder er noch ich wollen dort langfristig wohnen. Ich kann aus medizinischen Gründen keinen Führerschein machen und "Landleben" hieße für mich, dass ich andauernd darauf angewiesen wäre, von anderen Menschen gefahren zu werden. Einen anderen Job als an der Schule findet man dort wohl auch nicht und ob ich eine 100%-Homeoffice-Stelle finde, bezweifle ich stark. Wir leben also in Fernbeziehung.

    Er würde gerne zu mir ziehen. Die Versetzung klappt aber schon lange nicht und es hieß jetzt mehrfach, dass wir ohne Heirat + Kinder gar keine Chance haben, ist aber natürlich kein offizielles Statement, sondern eine Einschätzung von zB der Schulleitung. Ich kann mir nicht vorstellen eine Familie zu gründen, während wir eine Fernbeziehung führen, denn auch dann ist die Versetzung ja nicht garantiert. Am Ende stehe ich mit einem Kind da und einem Partner, der maximal am Wochenende damit helfen kann.

    Ich fühle mich zunehmend hilflos mit diesem System, jedes halbe Jahr einen Antrag stellen, nie wissen was kommt und dann doch wieder eine Absage bekommen. Ich habe auch den Eindruck, dass vor der Einstellung nicht ausreichend gewarnt wurde, dass man an einer entsprechenden Schule lebenslänglich bleiben muss. Als mein Partner dort anfing, fand er die Schule spannend und wollte sie kennenlernen. Er wollte nicht dort alt werden. Dass er unter Umständen nie gehen kann, war ihm in der Form nicht klar, denn langfristig möchte er unabhängig von unserer Beziehung nicht dort bleiben. Vielleicht hätte er sich da mehr informieren müssen, frustrierend ist es trotzdem und ich frage mich, wie viele frisch ausgebildete Referendare diese Entscheidung gut treffen können, sowohl beim Wohnort als auch bei der Schule kann ja einiges schief gehen oder sich verändern (Beziehungen, kranke Eltern, Konflikte im Kollegium, etc. )

    Mich würde auf jeden Fall interessieren, wie andere mit einer ähnlichen Situation umgegangen sind - ist es bei der Fernbeziehung geblieben? Habt ihr die Beziehung beendet? Habt ihr dann doch an dem unerwünschten Ort gelebt? Einen anderen Job gesucht oder zumindest die Verbeamtung wieder aufgegeben?

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