DFU Ich mache mein Ref in Baden-Württemberg, danke für den Rat.
Beiträge von cat28
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Hallo Zusammen,
ich habe mich entschieden mal anonym einen Beitrag zu verfassen, da ich leider nicht mehr weiter weiß und ich auch nicht wirklich mit den Leuten in meinem Umfeld sprechen kann. Ich bin nun seit Januar im Ref und seit Anfang Februar an der Schule. Am Anfang habe ich mich noch total gefreut und die ersten Stunden, die ich geplant und gehalten habe, haben mir auch Spaß gemacht. Seit zwei Wochen bin ich jedoch nun sehr stark am zweifeln, habe ständig Angst und verspüre einen enormen Druck, so dass ich teilweise nachts nicht schlafen/ durchschlafen kann und mit Übelkeit und Herzrasen morgens aufwache. Das ganze hat damit angefangen, dass eine meiner Mentorinnen mich aufgrund meiner Unterrichtsplanung etwas dumm angemacht hat in Bezug auf den fachlichen Aspekt. Das wäre an sich kein Problem, wenn der Umgangston ein anderer gewesen wäre. Zudem habe ich bei der besagten Mentorin eine Stunde in der 6. Klasse gehalten, die total in die Hose ging. Nach dieser Stunde habe ich sogar bei der Nachbesprechung weinen müssen und sie hatte mich da eigentlich auch gut wieder aufgebaut und mir gut zugeredet. Jedoch habe ich seit dem das Gefühl, dass ich es nicht packe und dass alles was ich mache falsch ist, bereits von der Planung an bis zum Auswahl des Materials. Die Stunden muss ich auch ständig mit ihr vorbesprechen (und dementsprechend teilweise auch fast immer komplett neu planen). Zudem wird mir gesagt, dass ich noch mehr Zeit in die Planung stecken soll (ich sitze teilweise an einer Doppelstunde schon einen ganzen Tag, manchmal auch 1,5) und trotzdem bekomm ich teilweise bis kein gutes Feedback. Mir ist bewusst, dass ich dazu lerne und ich nicht alles auf Anhieb perfekt machen kann, das sagt sie mir auch. Aber auf der anderen Seite bekomme ich das Gefühl, dass bereits sehr viel vorausgesetzt wird. Ich fühle mich ständig gestresst, komme nach der Schule nachhause und muss erst mal weinen. Zudem kommt, dass ich aufgrund der gesamten Situation kaum Appetit habe, nur noch am Laptop sitze und vorbereite. Einen freien Abend hatte ich lange nicht mehr. Viele sagen mir, dass es besser wird, wenn man eigene Klassen bekommt (da man nicht ständig unter Beobachtung steht) und der Stress sich nur anders verlagert. Ich bin aber mittlerweile an einem Punkt angekommen, dass ich nicht weiß, was ich machen soll. Ich fühle mich überfordert und sehr hilflos. Mein Wunsch Lehrerin zu werden war bis zu Beginn des Refs sehr hoch und im Praxissemester hatte ich enormen Spaß am unterrichten. Mittlerweile gehe ich mit Bauchschmerzen in die Schule und muss mich fast jedes mal übergeben, wenn ich daran denke, dass ich unterrichten muss. Dementsprechend sind in mir Zweifel gekommen, ob das der richtige Weg für mich ist (oder ob ich einfach maßlos übertreibe). Ich persönlich wollte den ganzen "Horrorstorys" aus dem Ref nicht glauben, aber mittlerweile kann ich einfach nicht mehr.
Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht oder hat einen Rat für mich?
Liebe Grüße
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