Beiträge von littlemizzbecci

    Danke, in den Aufgaben aus den früheren Jahren steht da nur der Gegenstand. War das dann so reine Faktenwissenpräsentation?

    Faktenwissen ist auf jeden Fall ein wichtiger Bestandteil ja- aber nicht nur. Im Examenskurs wurde uns mitgeteilt, dass zum Bestehen auf jeden Fall ein Kapitel zu Quellen und ein Kapitel zu Forschungskontroversen erstellt werden muss. Der Erwartungshorizont einer solchen Klausur (abhängig von Schriftgröße) liegt zwischen 18-22 Seiten laut Prof.

    Hallo ihr Lieben,

    leider bin ich bei meinem Erstversuch im Examen für Realschullehramt gescheitert – bei mir lag es ausgerechnet an Geschichte, obwohl ich mich wirklich intensiv darauf vorbereitet habe. In Bayern hat man ja (bzw. hatte man bisher) nur vier Fragen, oft zu großen Epochen wie dem Mittelalter oder der Neuzeit, und die sind teilweise wirklich fies gestellt oder greifen sehr spezielle Themen auf – bei mir kam zum Beispiel das benediktinische Mönchtum dran.

    Ich habe wirklich viel gelernt und mich gut vorbereitet gefühlt, aber am Ende habe ich im Mittelalter eine 6 kassiert. Das ist natürlich ziemlich frustrierend.

    Was es für mich zusätzlich etwas bitter macht: Das war jetzt der letzte Versuch und auch die letzte Version des Examens mit nur vier Fragen. Ab dem nächsten Jahr – wohl auch wegen der hohen Durchfallquoten – hat das Ministerium ja angekündigt, dass es stattdessen neun bzw. zehn Fragen geben wird.

    Deshalb wollte ich mal eure Meinungen einholen: Wenn ich jetzt ins Ref starte, werde ich ein Jahr älter sein und wäre dann 24, wenn ich nächstes Jahr mit dem Studium fertig bin. Gehört man damit schon eher zu den Älteren im Referendariat? Im Studium ist ja alles recht bunt gemischt, deshalb habe ich ehrlich gesagt keine richtige Vorstellung davon, wie das im Ref so ist.

    Ich freue mich über eure Erfahrungen!

    Liebe Grüße

    Man darf auch nicht vergessen, dass man in Bayern in der Regel (zumindest zu meiner Zeit) eine ganze Menge Staatsexamensprüfungen hat, so dass man sich durchaus auch eine schlechtere Note in einer Klausur erlauben kann.

    Ich meine, ich hatte insgesamt sieben Examensklausuren und elf mündliche Examensprüfungen gehabt, wenn ich mich nicht verzählt habe. Da verrechnet sich so ein Ausrutscher.

    ist leider nicht mehr so :( in Geschichte gibt es überhaupt keine mündlichen mehr! nur in Sprachen oder in der Grundschule für Didaktikfächer

    Wenn ein Schwerpunkt auf den Herrscherfamilien lag, wieso hast Du dann ausgerechnet die Salier (Heinrich IV.) ausgelassen? Du hast Dich von den Merowingern (also vor 800) bis zu den Staufern (effektiv bis 1250) durchgetankt. Da ergibt es wenig Sinn, die Salier auszulassen.

    Die anderen drei Themen erscheinen mir auf den ersten Blick auch sehr speziell.

    Da hast du eigentlich absolut recht…! Mein Dozent meinte, dass das Thema nicht mehr so „brennend“ war, also habe ich nachgeguckt wann es zum letzten Mal drankam: 2020… die anderen Herrscherfamilien erschienen viel häufiger… deswegen habe ich die Salier ausgeklammert und eher noch Randthemen gelernt wie zB die angelsächsische Mission

    Ich möchte heute kurz eure Einschätzung zum Staatsexamen im Fach Geschichte (Unterrichtsfach, Bayern, Frühjahr 2026) einholen.

    Für mich ist leider trotz fünfmonatiger intensiver Vorbereitung der Worst Case eingetreten: Ich habe die Klausur letztlich leer abgegeben. Die Themen entsprachen überhaupt nicht dem, was ich vorbereitet hatte.

    Mein Schwerpunkt lag ausführlich auf den Merowingern, Karolingern, Ottonen und Staufern. Ergänzend habe ich mich noch mit der angelsächsischen Mission sowie der Christianisierung der germanischen Räume beschäftigt. Diese Themen hatte ich nicht nur inhaltlich erarbeitet, sondern auch mit Blick auf Quellen und Forschungskontroversen vertieft – auch, weil sie im Examenskurs behandelt bzw. zumindest angerissen wurden.

    Umso größer war nun die Enttäuschung. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich niedergeschlagen.

    Ich werde das Examen im Frühjahr erneut antreten, da ich aktuell noch eine mündliche Prüfung im Fach Englisch habe und bei meinem letzten Versuch kein Risiko eingehen möchte.

    Für die nächste Vorbereitung überlege ich, mich deutlich breiter aufzustellen und möglichst viele Themen des Mittelalters abzudecken.

    Daher meine Fragen an euch:

    Wie habt ihr das Examen heute empfunden?

    Habt ihr Tipps für die Vorbereitung?

    Und seht ihr vielleicht einen grundlegenden Fehler in meiner bisherigen Herangehensweise?

    Vielen Dank euch allen!

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