Beiträge von ilovemypudding

    Dann werde konkret und raune nicht selbst und informiere dich, was Beutelsbacher Konsens bedeutet.

    Da habe ich wohl direkt ins Wespennest getroffen. Deine Antwort ist eine Red Flag. Bei deiner patzigen, selbstgefälligen Antwort halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass du genau so ein Lehrer sein könntest, der bereit ist und es sogar für richtig halten könnte, Schüler politisch zu beeinflussen und dabei glaubt, dass die eigene politische Ansicht allein demokratisch sein könne. Genau das widerspricht aber dem Beutelsbacher Konsens. Den Wortlaut kann jeder wiederholen, aber es umsetzen offenbar nicht jeder. Offenbar gibt es Lehrer, die uneinsichtig sind, warum es Themen und Ansätze gibt, zu denen sie kein Recht haben, auf Schüler einzuwirken. Würde ich so ein Verhalten bei einem Kollegen mitbekommen, würde ich sofort zur Petze werden und die nötigen Schritte einleiten, und dabei wäre mir egal, ob ich es mir damit beim übrigen Kollegium verspiele.

    Ja, stimmt, man kann selbst die Arbeitszeiterfassung vornehmen und darauf hoffen, dass sie vor Gericht zumindest teilweise anerkannt wird, wie hier, und den Klageweg beschreiten und, auch wie hier, nach Jahren und ggf. schon in Pension, eine Nachzahlung erhalten. Diesen Weg hatte ich nicht bedacht, mir scheint, es ist auch ein sehr selten gewählter, nicht mal ein Trampelpfad.

    Ich habe den Eindruck, ilovemypudding lotet aus, ob der Beruf der Lehrkraft passen könnte und fragt nach den Bedingungen. Dazu gehört, dass die Arbeitszeiterfassung nach EU-Recht für Lehrkräfte in D bisher nicht umgesetzt wurde und die Vergütung von Mehrarbeit bisher seitens des Schulamtes nur für Unterrichtsstunden (bei uns heißt es Stunden am Kind) realisiert ist.

    Ich lote es tatsächlich aus. Ich versuche hier ein paar offene Frage beantwortet zu bekommen. Ein Neustart mit Lehramtsstudium schließe ich aber aus, sondern es dürfte eher um den Quereinstieg ins Ref gehen. Da ich Wirtschaftswissenschaften studierte, wäre wohl der einstieg in kaufmännische Berufsschulen am naheliegendsten. Falls es bei mir klappt, dann auch erst zum zweiten Halbjahr ab nächsten Jahres (wegen Fristversäumnis).

    Einige hier schreiben ja recht hohe Zahlen an Vertretungsstunden. Wenn ich dann bedenke, dass das pro Lehrer stattfindet, dann ist das echt viel. Bei meiner Frage nach Mehrarbeit geht es mir auch darum, abzuleiten, ob es einen hohen Bedarf an extra eingestellten Vertretungslehrern geben könnte. In meinem BL kann man sich auch jeweils für ein halbes Jahr jeweils als Vertretungslehrer bewerben. Dabei werden nicht nur Leute mit Lehramtsstudium angesprochen, sondern auch Leute mit anderen Abschlüssen wie mich mit meinem Master. Das würde also bedeuten, direkt in die Klasse ohne Ref und ohne Erfahrung. So könnte ich die Zeit bis zum Vorbereitungsdienst bereits für Erfahrung nutzen und überlegen, ob es wirklich was für mich ist. Vielleicht käme es auch gut an für die Bewerbung aufs Ref. Aber andererseits überlege ich, ob das so nicht sogar etwas zu heftig ist, direkt in den Lehrdienst ohne Ahnung geworfen zu werden.

    Hallo, kommt es bei euch oft vor, dass ihr Mehrarbeit machen müsst? Wenn ja, wieviel Stunden und wie hoch wird das entlohnt?

    Was sind die Gründe, etwa unbesetzte Stellen oder Fächerwahl?

    Müsst ihr oder könnt ihr?

    :wink_1:

    Ernsthafte Frage?

    Jeder, der es besser weiß, kann mit ihnen Kontakt aufnehmen und falls es stimmt, wird es geändert.

    Allerdings wird von extrem rechts behauptet, dass dies nicht stimmt, Belege werden allerdings nicht angeführt. Extrem rechts raunt wie du irgendetwas, typisch, aber nicht überzeugend.

    Ergänzung

    Angebliche Falschaussagen zum Potsdamer Treffen wurden inzwischen oft von Gerichten überprüft. Nur unbedeutende Teilaussagen konnten nicht belegt werden und wurden zurück gezogen, auch wenn rechte Seiten es anders darstellen.

    Dein Beitrag ist sehr passend und ironisch, denn du verlässt gerade selbst den angemessenen Weg, das Thema zu behandeln. Die Frage muss absolut ernst behandelt werden und dabei geht es gar nicht darum, ob man etwas selbst besser wüsste als Correctiv. Gerade wenn man es eben nicht weiß, ist der Aspekt doch höchst relevant, ob man Aussagen ungeprüft annehmen kann. Correctiv hat außerdem oft genug gezeigt, dass sie eben nicht verlässlich korrekt sind. Darüber hinaus stützen sich viele Darstellungen auf bestimme "Lehrmeinungen" oder Schwerpunkte, lassen aber andere aus. Das ist dann auch wieder zweifelhaft. Der selbstgewählte Name hat dann nicht viel Aussagekraft.

    Problematisch ist bei dem Thema eigentlich auch, dass hier gerne "abweichende" Meinungen gerne als Verschwöhrungstheorie betitelt werden, und damit die Thematik gar nicht sachgemäß strukturiert wird. Das sind eigentlich alles verschiedene Dinge. Gerade auch beim Thema Politik kann man nur hoffen, dass sich Lehrkräfte am Beutelsbacher Konsens orientieren, aber ich habe so meine Zweifel.

    "Französisch bis zum Abi gehabt" wäre noch eine Basis auf der man irgendwie von einer fachlichen Eignung sprechen könnte, aber was wäre mit "hatte zu Schulzeiten eine andere Fremdsprache gelernt, danach eine andere Fächerkombination gewählt und auch sonst nie mit dieser Fremdsprache irgendwelche Berührungspunkte"?

    Zum zweiten Absatz: Es gibt bei uns Kollegen (m/w/d), deren Fächerkombi genug Bedarf hergibt, dass sie auf absehbare Zeit definitiv nicht fachfremd eingesetzt werden müssen. In den Fällen, in denen das doch bisher notwendig war, habe ich mitbekommen, dass man niederschwellig auf potentielle Kollegen (m/w/d) zugeht und versucht, einen Kompromiss in beidseitigem Interesse zu finden. Mir ist bewusst, dass an anderen Schulen die Personalsituation deutlich angespannter ist und die Organisation von fachfremdem Unterricht dort zum Tagesgeschäft gehört.

    Also könnte es eine gute Strategie sein, ein Hauptfach + gefragtes kleines Fach zu haben, evtl. noch gefragtes nachzertifiziertes Drittfach, um zu vermeiden, dass man noch irgendwas anderes machen muss, das einem eigentlich nicht gefällt! Denn so bekommt man sein Deputat schon voll.

    Ja, könnte ich, möchte ich aber nicht - für den/die mir unsympathische TE ist mir meine Zeit zu schade. In NDS ist ein Quereinstieg sowieso nur mit einer beruflichen Fachrichtung und einem Unterrichtsfach möglich; NDS käme also für den/die TE eh nicht in Frage.

    Interessant, dass du dir für einen persönlichen und abwertenden Seitenhieb Zeit nimmst, aber nicht für eine normale sachliche Antwort. Die Information zu Niedersachsen hätte völlig gereicht.

    Aber ich verstehe jetzt immerhin, womit ich es zu tun habe. Manche projizieren ihren eigenen Frust offenbar lieber auf Fremde im Internet, statt einfach professionell zu bleiben.

    Dass so ein Ton ausgerechnet von einer Lehrkraft kommt, spricht jedenfalls nicht besonders für das pädagogische Selbstverständnis.

    Mich würde mal interessieren: Bei welchen Fächerkombinationen habt ihr direkt ein bestimmtes Klischee im Kopf? 😄

    Also so Gedanken wie:
    – „Da wollte jemand nur einen entspannten Beamtenjob.“
    – „Da hält sich aber jemand für intellektuell überlegen.“
    – „Das ist maximal viel Gerede bei minimalem Aufwand.“
    – „Typische Wichtigtuer-Kombi.“
    – oder einfach: „Da verdrehe ich innerlich direkt die Augen.“

    Natürlich alles mit einem Augenzwinkern 😅 Gerne auch mit Berücksichtigung der Schulform.:engel:

    Bin gespannt auf eure Takes 👀

    Ich nehme an, dass ist witzig gemeint, ich seh nur den Witz nicht. Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung und es ist traurig genug, wie selbstverständlich es für die Mehrheit zumindest meiner SuS ist, dass ihre Eltern ihnen Ohrfeigen verpassen, den Hintern versohlen oder sie „etwas schubsen“ dürfen (bin alle Jahre wieder in Ethik und GK entsetzt, wenn ich mit Klassen über Kinderrechte, Erziehungsstile oder auch Konflikte in der Familie diskutiere, was ich dabei alles erfahre an Unsäglichem).

    Bist du überhaupt angemessen im Lehrfach Ethik gelehrt? Es klingt eher so, als wärst du da mal reingerutscht. Ich finde deine Aussagen in Zusammenhang, worum es sich bei Ethik handelt, sehr fragwürdig.

    Insbesondere, dass du „Ethikunterricht“ und „Kinderrechte“ praktisch synonym verwendest. Recht beschreibt aber zunächst nur geltende Normen, Ethik fragt erst, warum diese Normen gelten sollten und ob ihre Begründungen tragen. Ethik in sich erkennt also auch die Subjektivität und andere Haltungen als Ergebnis an.

    Gerade jemand, der Ethik unterrichtet, sollte den Unterschied zwischen moralischer Überzeugung/Recht und Ethik kennen. Statt Argumente offenzulegen, präsentierst du jedoch fertige Gewissheiten und moralische Empörung. Das wirkt weniger wie Ethik als wie Dogmatik mit pädagogischem Anstrich. Also ethische Kompetenz sieht anders aus.

    Im Grunde war mir das zwar klar, dass es hier keine Massen geben kann, die nur darauf warten, hier darüber zu berichten, warum sie keine Lehrer geworden sind 😅

    Aber vielleicht gibt es ja zumindest welche, die zumindest in einer Situation waren, in der sie selbst am überlegen waren. Oder vielleicht kennt Ihr welche, die sich gegen den Lehrerberuf entschieden haben. Da wäre es interessant zu wissen, was das wohl für Gründe waren.

    Hi. Danke erstmal für die Antworten bis hierhin.

    Also ich habe schon Fachoberschulen gesehen, die haben ganz explizit Fächer für BWL, VWL, Rechnungswesen jeweils. Insgesamt hört es sich also so an, dass ich als Lehrer dann womöglich überall eingesetzt werden kann, wo es was mit Wirtschaft zu tun hat und egal welche konkrete kaufmännische Schulform innerhalb des Bildungszentrums.

    Aber zum Thema Referendariat, das mir sehr wichtig zu verstehen ist: Springe ich da auch so hin und her, mache ständig was anderes oder sagt man z.B. "für Ihre eigene Ausbildung und Prüfung zum 2. Staatsexamen machen Sie das Fach Rechnungswesen an der Handelsschule, VWL an der FOS und Lernfeld Wirtschaft bei den Außenhandelazubis"?

    Also es geht mir darum zu verstehen, ob das ganze schulfachmäßig und klassenmäßig chaotisch oder genau strukturiert abläuft, und in welchem Ausmaß.

    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, ob es hier Leute gibt, die Lehramt studiert und abgeschlossen haben, sich danach aber letztlich gegen den Lehrerberuf entschieden haben.

    Dabei meine ich sowohl:

    • Leute, die nach dem Studium gar nicht erst ins Referendariat gegangen sind,
      als auch:
    • Leute, die sogar das zweite Staatsexamen gemacht haben, aber anschließend trotzdem nicht als Lehrer gearbeitet haben oder den Beruf sehr schnell wieder verlassen haben.

    Mich würde interessieren:

    • Warum habt ihr euch dagegen entschieden?
    • Gab es bestimmte Erlebnisse oder Erkenntnisse?
    • Lag es eher an:
      • Schule selbst,
      • dem System,
      • Stress,
      • Referendariat,
      • Schülern,
      • Kollegium,
      • fehlender Passung,
      • besseren Alternativen,
      • Gehalt,
      • psychischer Belastung,
      • oder etwas ganz anderem?

    Und vor allem:
    Wie blickt ihr heute darauf zurück?

    War es rückblickend:

    • eine gute Entscheidung,
    • eine schlechte Entscheidung,
    • oder etwas dazwischen?

    Bereut ihr eher, nicht Lehrer geworden zu sein — oder seid ihr froh darüber?

    Mich interessieren ehrliche Erfahrungsberichte, gerade auch von Leuten, die ursprünglich eigentlich fest davon überzeugt waren, Lehrer werden zu wollen.

    Danke euch.

    Hallo zusammen,

    ich informiere mich aktuell über den Quereinstieg bzw. Vorbereitungsdienst an kaufmännischen berufsbildenden Schulen und hätte eine Frage zur praktischen Fächer- bzw. Unterrichtsverteilung im Bereich Wirtschaft.

    Wenn jemand im wirtschaftlichen Bereich quereinsteigt (z. B. mit BWL/VWL/Business-Management-Hintergrund, ohne Zweitfach also mit Doppelfach Wirtschaft), wie läuft dann später konkret die Zuweisung der Unterrichtsfächer bzw. Lernfelder ab?

    Wird man typischerweise fest einem bestimmten Bereich zugeordnet, z. B.:

    • nur BWL,
    • nur Rechnungswesen,
    • nur VWL,

    Oder werden definitiv alle drei Bereiche abzudecken sein? Oder sagt man BWL und Rechnungswesen oder BWL und VWL?

    Oder ist es eher üblich, dass man alles völlig gemischt unterrichtet, auch zwischen versch. Schulformen sogar? Also z. B.:

    • BWL,
    • Rechnungswesen,
    • VWL,
    • Lernfelder,
    • verschiedene Ausbildungsberufe,
    • verschiedene Klassenstufen usw.

    Obwohl ich mir das so nicht vorstellen kann, denn das wäre ja für Referendare eigentlich keine Struktur mehr.


    Wie flexibel oder festgelegt ist das in der Praxis?

    Kann man dabei Wünsche äußern oder ergibt sich das einfach aus dem Bedarf der Schule bzw. aus dem Stundenplan? Vielleicht sind dabei wohl auch Antworten hilfreich von Leuten, die den Quereinstieg nicht machten, sondern regulär nach Wpäd-Studium regulär das Ref. machten. Wie wurden denn da die Fächer zugeteilt, die man machen sollte?

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