Gib mal in die Suchmaschine Fibel ein, dort findest du einige Threats, die sich mit der Methodenvielfalt im Anfangsunterricht auseinandersetzen.
Es gibt noch nicht viel kritische Literatur, die in Schulen angekommen ist - mir fällt nur Wolfgang Metze ein, der sich auf seinen Internetseiten auch kritisch mit dem Ansatz auseinandersetzt, dort findest du auch einen Aufsatz dazu.
Wie auch immer, ich denke, die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte und es wird so kommen, dass sich auch diese Methode relativiert. Kinder, die legasthen sind, scheinen besondere Schwierigkeiten mit dieser MEthode zu haben, das habe ich von einigen LRS-Therapeuten gehört.
Gegen die Theorie der Wortspeicherung gibt es einen Test, der immer gerne angeführt wird, nämlich, dass du auswendig ein genaues Firmenlogo reproduzieren sollst, was du 1000 mal gesehen hast, aber kaum abgespeichert hast (z.B. Hipp).
Es scheint im Moment erste Bewegungen zu geben gegen die Methode in Reinform. Das hilft nur deinem Kind nicht weiter.
Wenn du die Vermutung hast, dass eine schwache Rechtschreibung aufgrund der MEthode vorliegt, dann würde ich auf alle Fälle gegensteuern. Es gibt z.B. das Computerprogramm "GUT", mit dem ich jeden Tag oder 3 mal in der Woche 10 Minuten arbeiten lassen würde. Außerdem würde ich dann den Wortschatz noch üben, indem ich die Wörter diktiere. Das war es auf die Schnelle.
Zeigen sich aber in spätestens 3 Monaten keine Erfolge, würde ich genauere Schwierigkeiten abtesten lassen, bevor sich sekundäre Symptome äußern.
flip