Beiträge von Friesin

    ich habe überhaupt nicht verstanden, was für 6 Minuten das sind. :weissnicht:
    Wozu genau willst du die Schüler motivieren? Was genau sollen sie nach den 6 Minuten lieber machen als ohne den Einstieg
    du willst einen unangekündigten Test schreiben?
    Dann schreib ihn. Gleich.
    Wenn dann am Ende noch 6 Minuten übrig sind, kannst du den Test schon mal besprechen.
    Oder erklären, warum du bei ihnen einen unangekündigten Test geschrieben hast und wie sie so etwas zukünftig vermeiden können.
    Meine Erfahrung allerdings:
    wenn nach einem Test noch 6 Minuten der Stunde übrig sein sollten (???), ist der Adrenalinspiegel nach dem Test dermaßen hoch, dass die Schüler sich nur noch untereinander austauschen und/oder den Lehrer nach einzelnen Lösungen fragen

    Da ja die Mathematik angesprochen wurde: Wenn ein Schüler in der Oberstufe jedes Mal Produkt- und Kettenregel verwechselt und wieder und wieder die falsche Ableitungsregel anwendet, dann ist das kein Folgefehler, sondern jedes Mal ein neuer Fehler.

    wenn aber ein Schüler in den unteren Klassen beim Zehnerübergang 4 + 7 =12 rechnet, egal welcher Hunderter davor steht, ist das dann jedes mal ein neuer Fehler?

    Es geht bei "haddn't" lediglich um einen Orthographiefehler. Die Form ist ansonsten ja richtig gebildet worden. Da gibt es beim Past Perfect in der Verneinung doch wesentlich derbere Fehler.
    Und um Anwendungsaufgaben schien es nicht zu gehen, zumindest war davon nirgends die Rede.

    Aber bei einem Punkt pro Lücke enden halt irgendwann die Differenzierungsmöglichkeiten.

    genau deshalb finde ich solche Aufgaben mehr als fragwürdig.
    Das Past Perfect kann man sicher auch anders abprüfen als durch solche --sorry-- stumpfsinnigen Übungen.
    Stumpfsinn beim Einüben : ja
    Stumpfsinn beim schriftlichen Überprüfen: man sieht ja, es erleichtert nicht mal die Korrektur

    wieder ein anderer Kollege schlägt vor, die erste Lücke als falsch anzusehen und die weiteren Lücken voll zu bepunkten, da es sich um einen immer wiederholten, minderschweren Orthographiefehler handelt...

    so würde ich es machen.
    Und ansonsten zukünftig nicht mehr solche Aufgaben stellen, wo der Schüler immer dasselbe machen muss und dadurch auch, wenn er nur konsequent ist, solche Folgefehler auftreten können.

    für mich hört sich alles gewzungen an, was dermaßen regelmäßig und verpflichtend stattfindet, um irgendwelche Orga- und strukturelle Dinge zu besprechen. Eiiiiiigentlich haben wir ja ein anderes Kerngeschäft.

    Ich bin immer wieder bass erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit SL über die außerunterrichtliche Zeit ihrer Mitarbeiter verfügen wollen :pfui:

    bei uns gibt es auch keine solchen Teams, und Jahrgangstufenkonferenzen gibt es nur zu den Zeugnissen. bei den Fünfern gibt es im November noch mal eine Jahrgangskonferenz und auch kurz vor schuljahresbeginn, zur Absprache der neuen Klassenleiter.

    Ansonsten finden viele Jahrgangsabsprachen ad hoc und nach Bedarf statt, das geht gottlob sehr unkompliziert

    die dienstliche mail-adresse wird veröffentlicht, bzw. das System ist klar. Also können Eltern bei uns jederzeit mailen.
    Aber wann ich die mails lese, entscheide ich ja selbst.
    deshalb war das erste, was ich beim neuen Handy abgeschaltet habe, die Pop-Up-Funktion für die dienstlichen mails.
    Allerdings weniger wegen der Eltern, als wegen der Werbung von Schulbiuchverlagen und der SL :pfeif:


    Kollegen nerven gar nicht. Mit denen klappen Absprachen: kurz, zielgerichtet, fertig.

    Und bevor ich Infos oder Fragen per Telephon reihumm an alle richte, nehme ioch lieber whatsapp oder eben die mails.

    Wie gesagt: ICH entscheide, wann ich sie lese. :tanz:

    meist beschweren sich ja die Schüler, wenn sich ein Lehrer zu ihren Ungunsten verrechnet hat.
    melden sie sich auch im umgekehrten Fall? :gruebel:

    Ich vermute mal: nein, so dass ich das dann wahrscheinlich gar nicht mitbekomme

    ich mache mir immer wieder sehr schnell klar, dass ich Lehrer bin und kein Psycho-, Familien-, Erziehungs- oder Verhaltenstherapeut.
    Ich arbeite nicht in der Notfallseelsorge und ich habe meinen Schulabschluss gemacht.
    heißt:
    ich bin gerne bereit zu helfen, indem ich Probleme aufgreife, wenn sie erscheinen, und indem ich auf die entsprechenden Profis verweise.

    Ich helfe natürlich gerne bei Konfliktmanagement und selbstverständlich bei fachlichen Fragen,
    aber:

    ich bin -s.o.-- kein Heilsbringer für alle und jeden.

    Meine private Telefonnummer herauszugeben, würde mir im Traum nicht einfallen,
    und dienstliche Mails beantworte ich, wann ICH es für passend erachte. Meist ist das recht zeitnah, aber ich lese am WE z.B. keine dienstlichen Mails.

    Gegen Schüler muss ich mich dank meiner Haltung gar nicht groß abgrenzen, gegen Eltern auch nicht, aber meine SL macht mich da mitunter verrückt!!
    Daran arbeite ich noch. :gruebel:

    Ansonsten sind wir doch selbst schuld, wenn wir meinen, für alles und jeden zuständig zu sein :lach:

    Von mir aus sollen die digital, analog oder feinstofflich arbeiten. Von einem studierten Menschen kann ich aber erwarten, dass er sich mit seinen Werkzeugen auseinandersetzt. Tun sie [sorry, Verallgemeinerung] aber nicht. Sie wurschteln den lieben langen Tag 'rum und verpusten wertvolle Zeit. Sie haben halt keine Zeit die Axt zu schärfen, sie müssen noch so viele Böume fällen.

    Dass man um so zu arbeiten auch noch privates Geld ausgibt, ist mir wirklich nicht verständlich.

    dann ist es eben nicht verständlich.
    "Von mir aus" geht anders ;)

    Ebenso, wenn ich erkläre, dass Praktikumsbesuche mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein müssen, weil ich nicht mit einem Privatwagen fahre. Da kucken mich die Kollegen ganz vorwurfsvoll an und fragen mir in unpassendem Tonfall, was das denn nun soll. Der Besuch müsse nunmal gemacht werden und es ginge nicht anders, Dienstwagen gäbe es halt keine. Sie führen ja auch, warum ich denn so unkollegial sei. Patsch.

    dann gibts bei dem entsprechenden Schüler eben keinen Praktikumsbesuch. so what?
    Wir haben immer mal Schüler, die ca.300 km entfernt ihr Praktikum absolvieren. Irgendjemand aus dem Dunstfeld der Familie bietet dann einen Praktikumsplatz an. Soll ich da hinfahren? Egal ob mit Bahn oder PKW?
    Nein, die Schüler bleiben dann eben unbesucht.
    Oder solche Praktikumsplätze werden zukünftig nicht mehr akzeptiert.

    Ganz ehrlich? Überlebt auch jeder ;)

Werbung