Beiträge von Friesin

    Dann musst du aber sicher stellen, dass das Schulessen nicht, nachdem eine Beraterfirma Qualitätssicherung betrieben hat, totgekochter Kantinenfraß ist. Dann treibst du nämlich den Teufel mit dem Beelzebub aus und statt Gelnägeln verhindern dann Managerprovisionen gesunde Ernährung.

    wer sagt denn, dass Schulessen automatisch = schlechtes Essen ist?
    wer sagt denn, dass hausgemachtes essen automatisch = hochwertiges Essen ist?
    Wer sagt denn, dass deine Forderung nicht sichergestellt werden kann?


    Eltern sorgen selbst für das Essen ihrer Kinder = dann musst du aber auch sicherstellen, dass sie den Kindern nicht irgendeine Tütensuppe/ Mac..fastfood /Süßigkeiten zu Mittag vorsetzen?

    Warum diese Schwarz-Weiß-Malerei?
    Warum überhaupt so verbissen??

    Nicht nur beschneidet das Elternrechte, sondern bestraft ausgerechnet den Teil der Elternschaft, der für das Kinderwohl eine Schicht zusätzlich arbeitet, dafür sorgt, dass das Kind ein anständiges Pausenbrot hat, beim Elternabend mitwirkt, und sich nicht vor Annies Klassenzimmer prügelt. Solche Maßnahmen würden genau den falschen Eltern in die Hände spielen.

    Die Eltern, die sich um das Wohl ihrer Kinder kümmern, werden doch in keiner Weise "bestraft", wenn ihr Kind kostenloses Schulessen u.Ä. bekäme.
    Sie können sich weiterhin völlig gelassen ihren Kindern widmen, ohne mittags ein Essen zaubern zu müssen. Als Bestrafung sehe ich das keinesfalls an, als berufstätiger Mutter mit mehr als einem Kind hätte auch ich das sehr angenehm gefunden.

    Wobei allerdings das Kindergeld ja nicht nur für Essen und Schulsachen gedacht ist.

    Eine Ausnahme bleiben aber wohl doch die Fremdsprachen ab einem gewissen Niveau: Obwohl ich mir meiner Sprachkompetenz sehr sicher bin, würde ich mir nicht erlauben, einen Text in der Fremdsprache ab einem gewissen Niveau als "authentisch" zu bezeichnen. Muttersprachler bin ich einfach trotz allem nicht.

    ja, ab einem bestimmten Level wird man mit Originaltexten arbeiten.

    Ansonsten würde es mich ehrlich gesagt wundern, wenn man die Klausurtexte NICHT selbst erstellt. :ka:
    Wie denn sonst? Ich würde nie einen Text nehmen, der in Lehrbüchern oder im Netz zu finden ist. Ganz davon abgesehen, dass das ja auch nicht zwingend ein Originaltext ist....

    wenn es darum geht, Arbeits- oder HA- Ergebnisse vorzutragen, könntest du auch formulieren:
    "wer macht den Anfang?" oder Ähnliches.

    Allerdings rufe ich in dem Fall oft jemanden auf. Mit unterschiedlichen Formulierungen wie

    "XY, leg einmal los / starte bitte/ was hast du herausgefunden..." bis zu "ABC, bitte löse ihn/ sie ab / mach mal weiter....Jemand aus der Fensterreihe übernimmt..."

    Formulierungen gibt es unendlich viele, da knsst du deine kreativität austoben lassen ;)

    Ich verzichte bei dieser Art des Vorlesens auf freiwillige Meldungen, weil das
    1. zu lange dauert
    2. ich auf "meine" Art und Weise auch die Ruhigeren dazu bringe, ihre Ergebnisse vorzutragen. So kann ich mir von ihren Leistungen doch eher noch mal ein Bild machen

    zwischen
    " "Ihr habt ja das ganze verstanden."
    und
    der interessierten Nachfrage, ob es noch Fragen gibt, liegen allerdings Welten.

    Auch letztes Anliegen fragt man oft besser in oder nach der nächsten Stunde, wenn nämlich das "Ganze" erst mal sacken konnte oder -im Idealfall- die Schüler sich noch mal mit dem Stoff auseinandergesetzt haben, z.B. in Form von HA.

    Vor Klassenarbeiten sage ich meinen Schülern immer:
    --Eure HA ist es, mir in der nächsten Stunde zu sagen, was genau ihr noch mal üben möchtet. Dann wiederum kann ich euch Übungsmaterial zusammenstellen --das ist DANN MEINE Hausaufgabe zur letzten Stunde vor der Arbeit.

    an einer der Schulen, an denen ich mal war, bekamen diejenigen, die nicht in den GoDi gingen, Grundwissen Mathematik zum Wiederholen. Das wurde im Vorfeld kommuniziert, und siehe da, die Zahl der zu Beaufsichtigenden hielt sich arg in Grenzen 8)
    Ich weiß, lauter halbe Sachen.

    Aber man kann doch als Lehrer durchaus mit mehr als seiner eigenen Klasse gehen? Gerade an kleinen Schulen kennt man die Schüler doch. 2 Lehrer mit 3 Klassen, geht das nicht?
    Wie groß sind denn bei euch die Klassen?

    ich biete Kunstkurse/ Malkurse an.
    In recht kleinen Gruppen.
    Ist auch intensiv, aber wird von den teilnehmern nicht als anstrengend empfunden :D

    Aber ob es für die Teilnehmer intensiv ist, hat ja nichts mit der Genehmigung deines Jobs zu tun ;)

    Ich biete Kunstkurse an, immer ein WE pro Halbjahr, weil ich nicht der Fan von "5xDienstags" bin.
    Gehalt ist an ortsübliche Tarife gebunden.

    Denk daran, dass du nur die gehaltenne Stunden bezahlt bekommst, also keinen Lohn bei krankheit oder Feiertagen erhältst.

    So mache ich das nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil mich der Kunstbereich und die Arbeit mit Erwachsenen locken

    die Frage nach den als "deutsch" empfundenen Namen fand ich auch höchst merkwürdig.

    "Markus" z.B. ist ein römischer Vorname, André ist ein französischer Vorname -- egal wie lange und wie weit verbreitet sie hierzulande sein mögen. Die allermeisten der in der Umfrage genannten Vornamen sind nicht deutschen Ursprungs.
    Wie kann man da einen Namen als "deutsch" empfinden, wenn er es nicht ist? :ka:

    Und vor allem:
    Ist ein als "deutsch" angesehener Vorname besonders sympathisch? Unsympathisch? Und was sagt meine Einschätzung über mich aus? :gruebel: :gruebel:

    Sind solche Überlegungen in die Umfrage mit eingeflossen?

    Mich würde das Ergebnis sehr interessieren, d.h. die Statistik und natürlich die Interpretation der Daten.

    Das stimmt so nicht: Es gibt genügend Texte, von denen es keine Übersetzung gibt. Für Ovid (v.a. Zeitaltermythos) empfiehlt sich die "Descriptio Pennsylvaniae" von Thomas Makin; für Vergils Aeneis z.Bsp. das Epos "Radetzky" von Wilhelm Menis. Für Scherze, Heiteres, etc.: Petrus Alphonsi, Disciplina clericalis (ziemlich einfach) - such halt Texte, die zum Thema passen, aber nicht die "klassischen" Schulautoren sind! (Bei Interesse kann ich gerne noch weitere Angaben liefern - ich kenne aber den deutschen Lehrplan nicht; deshalb bitte genau sagen, was du zu welchem Thema brauchen kannst)


    ich gebe deswegen andere HA als Übersetzungen.

    Doch das führt jetzt vom Thema weg

    etwas OT:

    warum gibst du HA, deren Lösung im Netz gefunden werden?
    Und was passiert, wenn du die Schüler darübr abfragst? Dann kann man doch nicht mehr auf eine 4 kommen, mit allem, was du sonst schreibst.

    Mir kommt es fast vor, als seien die Noten in den eltzten Wochen/ Monaten zu großzügig erteilt worden und asls ob es dir nun leid täte..... :gruebel:

    es ist absolut unmöglich heute schon zu sagen, welche Fächer in mindestens 8 Jahren (eher noch später) welche Einstellungschancen haben werden.
    Dafür bräuchte man eine Glaskugel ;)

    Vll machst du erst mal das Abi und überlegst im Laufe der nächsten 2 Jahre, welcher Beruf bzw. wenn es wirklich Lehramt sein soll, welche Fächer du am liebsten studieren möchtest.

    Gewissermaßen sind die lateinischen Texte ein "abgeschlossenes Sammelgebiet", aber es gibt soooo unendlich viele davon, dass du mit Sicherheit nicht 20/ 35 (!) Jahre lang dasselbe Zeug machen musst, wenn du es nicht willst. Dichtung, Prosa, mittelalterliches Latein, Renaissancetexte--- ach, die (Schul)Bücher bersten vor Textangeboten :idee: :idee: :idee:

    Da wird es eher öde, 35 Jahre lang dieselben Anfangsunterrichtsthemen zu behandeln -- wie in alles Sprachen. Irgendwann werden if clauses ebenso zur Routine wie der abl.abs.

    Aber du hast als fertiger Lehrer jede Menge Handlungsfreiheit, WIE du den Stoff den Schülern beibringst, und in der Oberstufe kannst du wie gesagt lehrplankonform abwechseln.

    Falls du Latein jedoch NUR vom Latinumskurs kennst, will ich dich warnen:

    das entspricht nicht in Ansätzen dem, was das Studium verlangt

    Um einen Eindruck vom Sprachstudium zu bekommen würde ich für Latein weniger in eine Vorlesung gehen als --falls irgend möglich-- in ein Seminar /Proseminar oder in eine Sprachübung, je nachdem, wie das jeweils bezeichnet wird.

    Ich beobachte seit wirklich sehr langer Zeit den "Markt" des Lateinunterrichts, und ich gehe fest davon aus, dass das Fach weiterhin unterrichtet wird. Aber wie gesagt, Stellenprognosen kann dir niemand geben.

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