Gewissermaßen sind die lateinischen Texte ein "abgeschlossenes Sammelgebiet", aber es gibt soooo unendlich viele davon, dass du mit Sicherheit nicht 20/ 35 (!) Jahre lang dasselbe Zeug machen musst, wenn du es nicht willst. Dichtung, Prosa, mittelalterliches Latein, Renaissancetexte--- ach, die (Schul)Bücher bersten vor Textangeboten

Da wird es eher öde, 35 Jahre lang dieselben Anfangsunterrichtsthemen zu behandeln -- wie in alles Sprachen. Irgendwann werden if clauses ebenso zur Routine wie der abl.abs.
Aber du hast als fertiger Lehrer jede Menge Handlungsfreiheit, WIE du den Stoff den Schülern beibringst, und in der Oberstufe kannst du wie gesagt lehrplankonform abwechseln.
Falls du Latein jedoch NUR vom Latinumskurs kennst, will ich dich warnen:
das entspricht nicht in Ansätzen dem, was das Studium verlangt
Um einen Eindruck vom Sprachstudium zu bekommen würde ich für Latein weniger in eine Vorlesung gehen als --falls irgend möglich-- in ein Seminar /Proseminar oder in eine Sprachübung, je nachdem, wie das jeweils bezeichnet wird.
Ich beobachte seit wirklich sehr langer Zeit den "Markt" des Lateinunterrichts, und ich gehe fest davon aus, dass das Fach weiterhin unterrichtet wird. Aber wie gesagt, Stellenprognosen kann dir niemand geben.