Beiträge von Friesin


    Und leider rege ich mich über schlechte Arbeiten und verpasste Chancen immer noch viel zu sehr auf ...

    das ist das Erste, was man besser abstellt :D
    Ein dickes Fell brauchts ganz unbedingt als Lehrer, in (fast) jeder Beziehung. Dazu gehört auch:
    nicht so viel persönlich nehmen, Eigenverantwortung an die Schüler zurückgeben, Humor, Humor und noch mal Humor.

    Gutes Zeitmanagment vorausgesetzt, aber das hat man mit mehreren eigenen Kindern doch sowieso. Oder nicht? 8)

    aufgabenweise.
    1. das Eindenken geht gezielter vonstatten
    2. die Übersichtlichkeit. Ich muss nicht jedes mal wieder neu kramen: "Wie hatte ich Fehler AB/ Antwort CD/ Formulierung XY bei anderen Schülern noch mal bewertet, kommentiert?"
    3. hab ich dann eher das subjektive Gefühl, gut voranzukommen und das Erledigte abhaken zu können. Wie gesagt, rein subjektiv :D

    den Problemen der Schüler Raum zu geben, so dass sie sie benennen und sammeln können, ist von Mobbing noch weit entfernt.
    Im Gegenteil, das ist eine ganz normale unter den vielen Aufgaben eines Klassenlehrers.
    Was du als Moderator dann daraus machst, wie du damit umgehst und diese Gesprächsrunde moderierst und was dann letztlich als Lösungsansatz gefunden wird, das ist doch das Entscheidende.
    Und genau dort trennt sich dann auch die Mobbingplattform von einer lsösungsorientierten Gesprächsplattform

    In meiner Klasse (jetzt Jahrgang 8 )gab es letztes Jahr auch Probleme mit einer Kollegin. Zwar aus anderen gründen als im oben geschilderten Fall, aber dennoch.Ich habe mir erst mal angehört, was die Schüler zu sagen hatten, weil die einfach fast platzten vor Mitteilungsbedarf.

    Dann habe ich die Kollegin mal drauf angesprochen. Und siehe da, sie war ganz froh, dass das Thema zur Sprache kam. Als nächstes gab es ein Gespräch zwischen zwei Schülern, der Kollegin, einer der Fachkollegen und der Vertrauenslehrerin, die gleichzeitig auch Streitschlichterin ist.
    Heraus kam, dass-- wie immer, wer hätte das gedacht??!!-- beide Seiten an sich arbeiten sollten. Die Schüler, indem sie schlichtweg sich fachlich reinknieten, nicht immer gleich den Kopf in den Sand steckten und verschiedene Fördermöglichkeiten, die unsere Schule bietet, nutzen.
    Die Kollegin, indem sie statt mit Tests über Tests auf die fachlichen Probleme zu reagieren, mehr Übungszeit einräumt.

    Meine Klasse war und ist nicht einfach: laut, quirlig, voller verrückter Ideen, extrem selbstbewusst, aber auch kreativ und leistungsstark, wenn sie wollen.
    Aber für sie war es ganz wichtig, dass sie
    1.ernstgenommen werden, 2. sich auch an die eigene Nase fassten.
    Dazu helfen Fragen wie:
    "Was könnt ihr dazu beitragen, die Situation zu entspannen?"
    "Wo könnt ihr, jeder einzelne, in jeder Stunde etwas an der Situation verbessern? Ganz konkret?"

    Auch ganz wichtig:
    ich selbst habe mich rausgehalten. Ich habe lediglich, wenn ich darum gebeten wurde, Termine vermittelt und sowohl den Schülern wie der Kollegin klargemacht, dass es nicht gegen irgendjemanden oder eine Klasse persönlich ging, sondern dass beide Seiten etwas tun konnten, um die Situation zu entspannen.

    meiner Erfahrung nach hängt das in erster Linie von dem entsprechenden Elternteil ab.
    Wer es schafft, an der Schule ausschließlich die Kollegenrolle einzunehmen -- unproblemtaisch. Im Gegenzug bedeutet das, konsequent alle Teile, die mit der Elternrolle zusammenhängen, an den anderen Elternteil abzugeben.
    Also:
    keine Zettel bei Kollegen abgeben, die das Kind abgeben soll.
    Kollegen nicht nach dem eigenen Kind fragen.
    Krankmeldung, fehlende HA, usw. nicht auf dem "kurzen Diebnstweg" unter Kollegen regeln, sondern so wie alle anderen Eltern auch.
    Zu Hause nichts von der Schule erzählen. Nichts von Kollegen. Nichts von Schülern. Nichts von Planungen.
    Doppelt und dreifach vorsichtig mit Kopien u.Ä. sein.
    Wenn das eigene Kind weint, nicht als Mama hingehen. Kollegen gehen lassen.
    Zum Elterntabend/ Elternsprechtag den anderen Elternteil schicken.

    Das ist an einer Grundschule mit Sicherheit noch mal schwieriger als bei älteren Kindern.
    Bei meinen eigenen Kindern funktionierte das bestens.
    Bei meinen Kollegen funktioniert es gar nicht, und es ist für alle Beteiligten der Graus :daumenrunter:

    auf mich wirkt das Ganze wie eine total verfahrene Machtkampfsituation.
    Die Schüler lernen nicht --du gibst schlechte Noten -- sie regen sich auf und lernen noch weniger -- ein Teufelskreis.
    Nach meiner Erfahrunf gschätzen es Schüler durchaus, wenn sie bei einem Lehrer "Was lernen". Auc h wenn sie dafür gefordert werden. Auch wenn es Gemurre gibt.
    Vielleicht prüfst du ein wenig zu viel ab?
    Jede Woche eine schriftliche Abfrage in deinen Fächern kommt mir persönlich extrem viel vor, du schreibst ja keine Tests über auswendig zu lernende Vokabeln.
    Welche Möglichkeiten der mündlichen Notenbildung hast du?
    Lobst du die Klasse(n) auch mal?
    Dass du ihnen nur "Gutes" willst, glauben die Schüler erst dann, wenn sie es spüren. Wenn aber euer Verhältnis aus Bockigkeit und Druck und Bockigkeit und Druck besteht, kann das nichts werden.
    Vll kann man in einem (moderierten?) Gespräch klären, wo der Hund begraben liegt.
    Damit will ich keiner Kuschelpädagogik das Wort geben.

    Was passiert, wenn viele die HA nicht anfertigen? Wie reagierst du dann?
    Welche Rückmeldungen gibst du/ gibt die Schule den Eltern?

    Habt ihr eine zentrale Abschlussprüfung nach Klasse 10?

    Nur prüfen und abprüfen und wieder prüfen bringt nichts.

    oh weia. Das deutet auf eine handfeste Depression hin

    Was hattest du erwartet an Stellen für Geisteswissenschaftler?

    Gibt es nicht für Spanisch irgendwas im Breich Übersetzer/Dolmetscher oder Tourismus? Bafög während der Ausbildung?

    ich mache meinen Job sehr gerne.
    Selbst an das Korrigieren habe ich moch gewöhnt :D
    In jedem Beruf gibt es positive und negative Seiten, und an "meiner" Schule überwiegen deutlich die positiven.
    Aber ich brenne nicht für den Job.
    Ich opfere mich nicht auf, und ich genieße die Zeit, wenn mal nichts am Schreibtisch (für die Schule) zu erledigen ist.

    Die Millionen-Lotto-Frage kann ich nicht beantworten, darum kümmere ich mich, wenn es so weit ist 8)

Werbung