Beiträge von Friesin

    auch wenn du es nicht lesen willst:
    Ich würde es lieber mit disziplinären Maßnahmen versuchen (z.B. viel schreiben lassen, enges Unterrichtskonzept) versuchen, bevor ich mir irgendetwas in die Ohren stopfe.

    Zumal die Unruhe ja nicht nur deine Ohren, sondern auch deine Nerven und den Arbeisterfolg schädigt

    wenn sich vor den Sommerferien bei Eltern und Schülern die Meinung breitmacht: "Da wird ja eh nichts mehr gearbeitet" -- dann kann ich das fast noch verstehen. Was nicht heißen soll, dass ich eigenmächtigen vorzeitigen Urlaubsbeginn gutheiße.

    Vor allen anderen Ferien aber wird doch ganz normal Unterricht gemacht. Also auch Arbeiten geschrieben, neuer Stroff behandelt usw. So müsste es eigentlich im Sinne der Schüler (und ihrer Eltern?) sein, anwesend zu sein.
    Müsste.
    Eigentlich.
    Ich weiß :pfeif:

    Fragwürdig ist es, die Schüler früher gehen zu lassen. Darf ich gar nicht. Stichwort Aufsichtspflicht.
    Außerdem geht das nicht, wenn es sich z.B. um die 2.Schulstunde handelt.


    bei uns ist die freie Lernzeit in den Stundenplan eingebunden. Die Hauptfachlehrer stellen Material zur Verfügung. Ein Hauptfachlehrer ist immer in dieser Stunde anwesend. Die Kinder entscheiden dann selbst, ob sie Mathe, deutsch oder Englisch üben. Die Aufgaben sind zielorientiert gestellt, d.h. das Ziel ist angegeben, nicht: du musst diese und jene Aufgaben machen. Sondern: Ziel ist: du kannst sicher die Fragestellung mit to do im Präsens bilden.
    Wer das schon kann, übt das natürlich nicht mehr. Auch wenn es zu dem Thema ein ganzes Übungsblatt gibt.
    Vokabellernen gehört bei uns übrigens nicht zur Freiarbeit, das muss man zu hause machen.

    ich finde es obendrein völlig OK, wenn die SuS in unterschiedlichen Fächern verschiedene Unterrichtsformen kennen lernen. Es muss ja nicht jeder den gleichen Zirkus veranstalten.

    Selbstredend.

    damit die Schüler die differenzierten Aufgaben ihrem Niveau entsprechend bearbeiten, weise ich sie ihnen ganz einfach zu ;)

    "Schüler A,F, K und L bearbeiten dies uns jenes,
    Schüler B, E, M, N und X folgende Aufgaben" usw.

    Leistungs- oder Niveaubezogene Aufgabenstellung.

    Bei freier Aufgabenwahl wählen oft die stärkeren sSchüler die leichtesten Aufgaben, oder ...grrrrrr: alle machen einfach das, was als Erstes auf dem Aufgabenblatt steht.


    Bislang hat sich noch niemand beschwert wegen angeblicher Diskriminierung. Die Schüler wissen sehr gut, ob sie stark oder schwach sind im jeweiligen Fach.


    Und den schwächeren unter ihnen tut es oft richtig gut, Aufgaben zu bekommen, die sie schaffen können!

    Der lateinische Dünkel aus Thüringen hingegen ist schon einzigartig!

    Missverständnis:
    das ist eine völlig ernst gestellte Frage.

    Kannst du sie mir nicht beantworten? Dann ist dieser thread überflüssig.
    Willst du sie nicht beantworten? Weil ich ins Schwarze getroffen habe?
    Warum so angefressen?

    Ntaürlich kann man auf eine 1,0 hinarbeiten. Ich gehe übrigens davon aus, dass jeder im Examen so gut wie möglich abschneiden will. Aber dann lerne ich so gut wie möglich, unabhängig davon, "was ich brauche".

    Im Ernst, ich verstehe deine Frage nicht. Auf mich wirkt sie wie die eines Schülers vor dem Test.

    Lerngelegenheiten werden angenommen, wenn die Lerner einen Sinn dahinter sehen. Nota bene!

    in der Theorie ja. Bei älteren Schülern vielleicht auch.

    Wir haben an der Schule ab Klasse 5 ein ausgefeiltes Lernkonzept, das auf Zielvorgaben, Einsicht und Selbstreflexion basiert. In den 3 Hauptfächern fallen deshalb keine HA an (Ausnahme: Vokabeln in Englisch)

    Spätestens ab Kl. 6 aber missverstehen die meisten Schüler das Konzept: für sie ist es eine Aufforderung, nichts zu tun. Sich nicht zu hinterfragen. Nicht ehrlich an den Defiziten zu arbeiten, weil nicht arbeiten bequemer ist. Und noch ärgerlicher: sie meinen, an einer Schule zu sein, die generell keine HA aufgibt. Was so nicht stimmt, sich aber als Gerücht hartnäckig hält.
    Am Ende von Klasse 6 spätestens tauchen die Probleme auf: die Übung fehlt, die Einsicht, dass mit Schulschluss noch kein Ende des Schultages eingeläutet ist, fehlt auch.
    Vielleicht liegts am Alter.
    Denn in Kl.7 wird es nicht besser mit der Einsichtsfähigkeit und der Umsetzung guter Vorsätze.
    Ach so, nicht dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht: 2x im Jahr führen Lehrer mit Schülern und Eltern Gespräche über die Lernentwicklung. Abgesehen von all den vielen Gelegenheiten, bei denen die Lehrer zwischendurch das Gespräch mit den Eltern erbitten. Die Schüler werden mit der Einischt in ihre Defizite also nicht allein gelassen....

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