ich bin auch an einer sehr kleinen Schule (14 Kollegen!), wo jeder jeden kennt, aber das geschilderte Verhalten empfinde ich nach dem Lesen immer noch als distanzlos. Wenn die beiden Mädchen Fragen haben, können die ja auch anders als mit langem Aufenthalt vor dem Lehrerzimmer geklärt werden, und mit Vornamen möchte ich nicht angeredet werden. Ich möchte auch nicht, dass Schüler mit mir über Kollegen deren Vornamen nennen. Das würde ich unterbinden.
Nicht, weil ich so ein Geheimnis darum machen würde. Schüler fragen mich als Lehrer auch oft mal nach privaten Dingen (Hobbies, Familie u.Ä.), das macht mir kein Problem. Trotzdem gibt es gewisse Dinge, die ich als übergriffig oder grenzüberschreitend empfinde.
Die Vornamen der Lehrer sind bei uns allein schon aus der dienstlichen Mail erkennbar. Aber für mich wäre es eine Grenzüberschreitung, wenn Schüler in meiner Gegenwart Lehrer mit Vornamen benennen würden. (Was sie zu Hause unter sich machen, steht auf einem anderen Blatt).
Wie gesagt, mich würde interessieren, was genau sich die Mädchen von ihrer "Vertraulichkeit" erhofften. Dass du ihnen dankbar bist? Dass du die andere Klasse zur Rede stellst? Welche Reaktion würden sie sich von dir wünschen? Vielleicht magst du sie das bei eienr Wiederholung mal fragen
Wenn du dir nämlich unreflektiert diesen Vorwurf zu Herzen nimmst, lässt du dich von den beiden Mädchen benutzen. Egal, ob du die entsprechenden älteren Schüler zu einem Gespräch bittest oder ob du still vor dich hin leidest, bzw. unsicher wirst. Das würde ich möglichst vermeiden wollen. Wie gesagt, wer Probleme mit dir hat, soll sich direkt an dich wenden oder zur Not an den Vetrauenslehrer. Gerade an einer kleinen Schule sollte das doch möglich sein
Lass dich nicht manipulieren!
Ein gutes Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern ist für mich eine übrigens deutlich andere Sache als plumpe Vertraulichkeit oder Grenzüberschreitung. Und diese beiden 8t-Klässler tun gerade Einiges, um das Klima zu vergiften ![]()