Beiträge von Friesin

    Viele jüngere Kollegen haben inzwischen auch schon ihren anfänglichen Idealismus verloren. Leistung wird eben auch nicht honoriert in unserem Beruf. Da lohnt es sich irgendwann nicht mehr, sich für seine Schüler aufzureiben, wenn man sich genauso gut einen Faulen machen kann, ohne negative Konsequenzen zu spüren.


    da lag in meinen Augen die falsche Herangehensweise vor:

    Begeisterung für den Beruf: ja.
    Idealismus: bitte nein!! Idealismus ist super beim Hobby, beim Beruf eher kontraproduktiv und unprofessionell.

    Sich für seine Schüler aufzureiben: Neeeein!!! Begründung s.o.
    So sind Burn Outs vorprogrammiert.

    Wer sich für seine Schüler aufreibt, ist irgendwann ausradiert. Worin besteht da die Leistung?

    Was auch immer guten Unterricht ausmacht, sich selbst aufzureiben gehört ganz sicher nicht dazu.

    Zitat

    m Schulwesen finde ich das besonders schlimm, weil wir den Kindern zwar die Pflicht auferlegen eine Schule zu besuchen, ihnen aber gleichzeitig keinen qualitativ hochwertigen Unterricht garantieren.

    ich gehe davon aus, dass jemand, der sein 2. Staatsexamen bestanden hat, in der Lage ist, guten Unterricht zu machen. Mit Abstrichen und Ausnahmen, ganz gewiss. Also ganz so ohne Garantie ist es gar nicht. Über Einzelfälle muss man sicher reden.

    Aber das idiotischste Kriterium, das man für guten oder schlechten Unterricht anlegen kann, ist doch wohl die Notenverteilungen in den Klassen und Fächern.

    Zitat

    ch hatte vor dem Direktor geschwiegen, da meine Stelle eh befristet war.

    Zitat

    Auch hatte ich mal eine Kollegin, die darauf bestand, dass ich ihre Meinung auf Konferenzen kundtue, weil sie wieder mal einen Termin hatte. Und wenn die Ergebnisse nicht nach
    ihrem Wunsch ausfielen, dann mobbte sie

    ein wenig ketzerisch gefragt:
    warum opfert man sich für so etwas auf? Warum schweigt man, auch wenn man, da eh befristet, nichts groß zu verlieren hat? Und fühlt sich hinterher als Opfer, dem alle bös mitspielen?
    Warum lässt man sich vor den Karren der Kollegin spannen und so wie beschrieben mit sich umgehen?

    Gehören nicht immer zwei Leute zu solchen Situationen?

    ich war während des Refs privat versichert (auch schon vorher, x Jahre lang). Aus Altersgründen kam ich für eine Beamtenstelle nicht in Frage. Zwischen Ref und fester Stelle lagen 4 Monate, in denen ich arbeitssuchend war. In denen war ich privat mit einem abenteuerlichen Sondertarfif versichert (extrem hohe Selbstbeteiligung, dafür Abdeckung aller Krankenhauskosten). Danach dann GKV, weil angestellt. Uff.

    wie läuft was dann?
    ALG II bekommst du doch nicht, anhängig davon, ob du was eingezahlt hast . ALG II = Hartz IV, wird nach Bedürftigkeit berechnet. Sozialhilfesatz.

    wenn du ALG II beziehst, bist du automatisch in der GKV versichert.
    Bekommst du kein Hartz IV, musst du dich privat zum Mindesttarif (oder wie das bei deiner PKV genau genannt wird) weiterversichern.

    Hat aber auch nur funktioniert, weil andere Kollegen mit dem Projekt einverstanden waren und bereit waren, sich auf Stundenplanänderungen und Vertretungen einzulassen.


    klingt nach einem doch arg aufwendigen System.
    Ich habe auch gerne Mehrarbeitsstunden angesammelt, aus finanziellen Gründen.
    Ob ich nun aber Mehrarbeit machen möchte, weil eine Kollegin meint, sie müsste den Mount Everest besteigen? *Zweifel* Im Schulbetrieb kommt schon aus dienstlichen und aus Krankheitsgründen so viel Zusatzplanung, ich glaube, auch als Vetretungsplanschreiber hätte ich für Obiges nur wenig Verständnis... :ka:

    In Thüringen ist es tatsächlich so, dass bei einer gewissen Anzahl an Überstunden einzelne Lehrer einenTag daheim bleiben, der dann natürlich von Kollegen vertreten wird. Eine never ending story. :autsch:
    An meiner Schule allerdings gibt es das nicht, wir bekommen Mehrarbeit bezahlt. Jeder schreibt mit, die SL notiert sich auch alles, ebenso der Stundenplaner, und irgendwann bekommt man das dann ausgezahlt.

    ein bisschen off topic nun:

    was soll daran ehrenrührig sein, Spezialisten zu beschäftigen? Ich muss doch nicht alles selbst machen können; ob ich nun Handwerker engagiere oder eine Putzfrau, einen Steuerberater oder jemanden, der mir die Winterreifen wechselt-- die Leute haben das gelernt (Putzfrau vll eher nicht) und beherrschen ihr Metier. Die Haare schneide ich mir schließlich auch nicht selbst. Auch das Dienstleistungsgewerbe will leben

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