ch halte nichts von solchen Maßnahmekatalogen, da ja die Gründe der Schüler immer individuell sind, aber auch die Art, wie sie auf solche Maßnahmen reagieren bzw. sie diese wahrnehmen.
Ja und? Die Kollegen haben ja immer noch die Möglichkeit den Schüler anzuhören und zu entscheiden, was jetzt hier als Grund vorlag und - im absoluten Einzelfall - auch mal gegen eine Maßnahme zu entscheiden. Ich habe jedenfalls in England nicht annähernd so viel Gemecker über Maßnahmen erlebt, wie hier - und sie wurden auch nicht so oft als willkürlich gesehen. Es war klar: "if I do X I'll get Y. So I better don't... " - es herrschte insegsamt eine relativ hohe Disziplin und eine relativ hohe Verlässlichkeit. Ich habe das als extrem angenehm empfunden und so hier in Deutschland nie wieder angetroffen.
Ich finde das britische Vorgehen absolut sinnvoll. An unserer Schule sind wir auch dabei, einen einheitlichen Maßnahmenkatalog für alle Lehrer auszuarbeiten.
Das sorgt für Transpartenz und Klarheit, bei Schülern wie übrigens auch bei Lehrern.
Es unterbindet diese ewigen Diskussionen à la "aber ich hab doch nur...." oder "bei Herrrn/Frau XY dürfen wir auch immer...."
Ich möchte als Lehrer auch schnell handeln können, ohne vorherige "Befindlichkeitsaufnahme".
Wer bei Rot über eine Ampel fährt, weiß, was ihn erwartet. Da ist es auch völlig wurscht, ob er den Zug noch unbedingt bekommen musste oder einfach nur gepennt hat.