Beiträge von Friesin

    ich denke auch, es nimmt sich nichts.

    Ob man berufliche Vorteile hat, wenn man Spanisch spricht, das ist ein Hype, den ich nicht ganz nachvollziehen kann. In manchen Berufssparten wäre da ein gepflegtes Mandarin sicher hilfreicher. :D

    Beide Sprachen haben ihre Tücken, in keiner sitzt Mama mit im Klasenraum, in beiden muss man Grammatik lernen, müssen die Schüler aufpassen, büffeln, redeaktiv sein und schauspielern, um die Satzmelodie gut zu intonieren.
    Bei Französich mag die Rechtschreibung schwieriger sein, aber ob das den Ausschlag geben sollte?

    Hallo Silentium,

    mit genau deiner Fächerkombi habe ich auch vor 5 Jahren meine erste volle Stelle mit Klassenleitung angetreten. Ich habe allerdings keine einzige Stunde Geschichte unterrichtet, "nur" Latein.
    Und ich fand es nicht so schlimm.
    Wobei ich das BL gewechselt hatte und somit viel Neues auf mich zukam.

    Klar gibt es immer gewisse Hauptkampfzeiten im Schuljahr, (Nov. und jeweils vor den Zeugnissen), aber da muss man durch. Hat man in anderen Branchen auch.

    Ich hatte neben meinem vollen Deputat noch die Zeit für 1 oder 2 VHS-Kurse (als Dozentin) im Schulajhr.

    Allerdings muss ich dazusagen, dass ich vor dem Ref 4 Kinder großgezogen hatte -- dagegen sind eine volle Stundenzahl mit Ferien und Wochenende ein Kinderspiel ;)

    Also nur Mut, du schaffst das! Du wirst die Vorbereitungen kürzer abhandeln müssen als im Ref., aber das tut den Stunden meist sigar ganz ngut.

    Unser Seminarleiter im Ref (Nds) sagte immer: "Kein Schüler erträgt 6 Stunden super Unterricht am Tag!"

    Es ist schaffbar. In meinen Augen gut schaffbar!

    erst Mal: Kopf hoch!!!!
    Ähnlich ging es wahrscheinlich fast allen hier!!

    Mit D und Ge hast du eine der aufwändigsten Fächerkombinationen überhaupt, und beide sind sicherlich auch sehr arbeitsintensiv bei der Vorbereitung. Da finde ich es sehr gut, dass du dir sagst:" keine 60 Stunden -Woche ". Das ist ein sehr gesunder Ansatz!!

    So intensiv wie im Ref kann man bei einem größeren Stundendeputat seine Vorbereitungen nicht mehr machen. Da muss man Abstriche machen. Wo genau, das ist wahrscheinlich sehr schwer zu beantworten, weil wir ja nicht deine Stunden sehen.

    Vielleicht helfen dir folgende Beispiele:

    Versuche, möglichst viel im Team zu arbeiten. Oder dich zumindest mit Parallelkollegen abzusprechen. Auch Fachkollegen, die gerade nicht im selben Jahrgang unterrichten wie du, kannst du um Rat und/oder Material bitten. Parallel arbeiten bietet sich besonders für Klassenarbeiten und Korrekturen an. Du machst das ja auch bereits.

    Versuche, dich möglichst nicht von Stunde zu Stunde vorzubereiten. Gerade in Geschichte habe ich die Erfahrung gemacht, dass es leichter fällt, in einem Rutsch ein ganzes Thema vorzubereiten und es dann auf die einzelnen Stunden aufzuteilen. Das gibt Luft unter der Woche.
    Wenn ihr auch das Doppekstundenprinzip habt, kannst du versuchen, möglichst viel in Freiarbeit oder als Wochenplan erarbeiten zu lassen. Dann setzt du den Schülern einen Termin, zu dem sie ein bestimmtes Ziel erreicht haben müssen. Du stellst ihnen Materialien (Quellen, Fragen, Arbeitsblätter) zur Verfügung, die SuS selbst bestimmen ihr Tempo und evtl. die Reihenfolge der Bearbeitung. Deine Aufgabe ist es, helfend zur Seite zu stehen, wenn sie nicht mehr weiterkommen. So bist du nicht in jeder Stunde der Kaspar, der vorne die SuS "bespaßt" und hast einen hohen Anteil an Eigenaktivität bei den Schülern. Das bedeutet in meinen Augen allerdings auch eine verstärkte Anzahl an Lernzielkontrollen. Doch auch die kann man sich ja korrekturfreundlich gestalten ;)

    Und last not least:

    mach dich nicht verrückt!!
    Deine Aufgabe ist es nicht, für Stimmung in der Klasse zu sorgen.
    Deine Aufgabe ist es, guten Unterricht zu machen. Dass du das kannst, hast du ja im Ref bewiesen!!
    Du wirst es auch nie allen Schülern recht machen können.

    Mach dir bewusst, dass deine Ansprüche an dich selbst nicht überhöht sein sollen und dass auch woanders nur mit Wasser gekocht wird.
    Die Ansprüche aus dem Ref gehen da völlig an der Alltagsrealität vorbei.

    Ein fettes Trösterle und Aufmunterungs *umarm* !! :troest:

    Normalerweise gibst du nur die gefahrenen Kilometer an. D.h. du schaust in den kalender, an welchem Tag im Schuljahr du von wo nach wo gefahren bist. Nichtzu vergessen Extratermine wie Schulfest, Konferenzen, Elternabende usw.

    Ist vermutlich ziemlich fummelig, wenn du ständig zwischen mehr als 3 Orten hin und herfährst. Bei 2 Schulen geht es aber, habe ich gemerkt.
    Die Fahrtkostenpauschale, bekommst du die mit dem Gehalt abgrerechnet? Dann müsste sie auf deinem Gehaktsschreiben angeführt sein.

    Zitat

    Dieses entsetzte "Man wird doch wohl noch Neger sagen dürfen" ist einfach furchtbar. Ist es nicht schön, dass es mehr Sensibilität für Diskriminierung gibt? Und dass das auch sprachlich sichtbar wird? Ich finde das selbstverständlich.

    negros (altgriech.) heißt nichts anderes als "dunkel, schwarz".
    Wo ist da eine Diskriminierung enthalten?
    Die ergibt sich doch immer nur aus dem Kontext.


    edit: hat sich überschnitten mit dem Beitrag von tina40

    Ich habe als Kind sogar den Trotzkopf gelesen, aber never ever würde ich das meiner Tochter auf den Nachttisch legen - vielleicht mal wenn sie 25 ist.


    Warum nicht? Wie alt ist denn deine Tochter? Besteht da eine gewisse Angst, dass sich deine Tochter das Trotzkopf-Weltbild zu eigen machen könnte?
    Das war schon zu meiner Zeit überholt, und ich habe mich (mit 13) darüber genauso amüsiert und es genauso verschlungen wie meine eigenen Töchter. Genauso wie wir in den Sissy-Verfilmungen geschwelgt haben. :D

    Ganz so dramatisch sehe ich das Problem also nicht, nicht nur aus den von nele angeführten Gründen.

    ich handhabe es wie SuperLion unmd leihe den absoluten Großteil an Freizeitlektüre aus der Bibliothek. Geht neuerdings auch bei e books.
    Ich miste regelmäßig aus und trenne mich rigoros von Teilen meines Bestands, denn auch bei mir ist der Platz begrenzt, bzw. mir dann doch zu schade für Bücher.
    ich mag so volle Regale nicht um mich haben und finde das eher bedrückend als gemütlich.

    Zitat

    Wenn dabei plötzlich Begriffe auftauchen, wie Neger, Türke, Chinesenmädchen, welche im Buch ganz unbedarft und natürlich benutzt werden, dann kommt man doch ins Straucheln, wenn im klasseneigenen Auditorium Türken, Asiaten und dunkelhäutige Kinder sitzen.

    Was ist denn daran so schlimm, einen Türken als solchen zu benennen? Ich ahbe die entsprechende Textstelle gerade nicht vor Augen, weiß also nicht, ob da inhaltlich eine Diskriminierung mit verbunden ist.
    Ich finde es wichtig, den Kindern zu erklären, dass früher vieles den Menschen exotischer vorkam als heute, einfach weil sie anders lebten.
    Und ob das China von Jim Knopf zu Mandala gemacht werden muss --- tut mir leid, die Idee finde ich geradezu lächerlich.

    Warum nicht solche Schilderungen aufgreifen und darüber reden?

    Ach übrigens, ich oute mich als eine derjenigen, die ihren Kindern sowohl den Struwwelpeter wie auch Max und Moritz und Jim Knopf wie auch Grimms Märchen und Otfried Preußler vorgelsesn hat.
    und nein, ich habe bei meinen reichlich vorhandenen, numehr erwachsenen Kindern keinen Rassisten und keinen Menschenverachter dabei :P

    *mal Dampf ablassen musste*

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