keine GS, aber dennoch fleißig am Austeilen:
Ich mische das, mal so, mal so.
mein Argument zum Selberausteilen: geht oft schneller ![]()
keine GS, aber dennoch fleißig am Austeilen:
Ich mische das, mal so, mal so.
mein Argument zum Selberausteilen: geht oft schneller ![]()
Es freut und beruhigt mich sehr zu hören, dass es in Ordnung ist, wenn man die Unterrichtsvorbereitung nicht mehr so verkniffen sehen muss wie im Referendariat.
Unser Seminarleiter im Ref sagte immer "Kein Schüler erträgt 6 Stunden super Unterricht am Tag!" ![]()
Alles anzeigenDieses Kind will und kann nicht stillsitzen, zuhören, tun was Du ihm sagst. Lernen will es trotzdem.
Hast Du denn gar nichts was Du dem Kind geben kannst zum ausfüllen, zusammensetzen, auseinanderbauen, ordnen, anschauen?
Schreib ihm Mitteilungen an die Tafel und gib ihm Kreide zu selber schreiben.
Stört es, wenn das Kind sowas tut?
Dann kann ich auch nicht helfen.
Für mich war das was Kinder tun nicht Störung, sondern wichtig. Das merken sie sofort und die Arbeit wird erfreulich und erfolgreich.
Aber das glaubst Du ja doch nicht. So wirst Du nie erfahren, wie gut das für alle Beteiligten ist.
Was machst Du mit dem Kind?
Vorwürfe, Drohungen, Appelle, Eltern bestellen, Erziehungsberatung einschalten, zur Förderschule oder Sonderschule melden?
langsam beginne ich, mich aufzuregen. Es gab hier eine bestimmte Frage, auf die konkrete Antworten gewünscht wurden. Und statt Sunnys Beipsiel mit dem zirkel-piekenden Kind
konkret zu beantworten, wird es jetzt polemisch. :X: Hilflosigkeit?
ZitatIn Lateinstunden sollen sie das aber. Und dazu müssen sie halt stillsitzen und zuhören oder wenigstens so tun als ob.
woher willst du das wissen?? Mir scheint, du bist mit deiner Wahrnehmung Jahre zurück. Weltfremd traf es ganz gut.
Ich sehe das wie Eugenia.
Wenn du die Aufgabe erklärt hast, wenn die Arbeitsaufforderung auf dem Angabenblatt stand, dann sollten die schüler sich auch danach richten. Das gehört zur Lesekompetenz.
Wenn du es einreißen lässt, dass man für falsch angewandte Arbeitsaufforderungen Pluspunkte bekommt, weil man irgendetwas gemacht hat, kannst du dir zukünftig die Aufgabenstellung sparen.
ZitatSicher, unsereins schleppt sich auch schonmal mit dem Kopf unter dem Arm in die Schule - aber wir hantieren schließlich nicht mit frischen Lebensmitteln!
Aber Ansteckungsgefahr besteht nichtsdestotrotz, auch ohne frische Lebensmittel.
ZitatStärken: Reden, Vorträge (aus der Schulzeit), Fähigkeit zum Strukutieren, Sportlichkeit, Sprachen sprechen(!), Fähikeit zu begeistern, Überzeugend (Auftreten), Humorvoll & "Entertainerneigung",
Das alles brauchst du kaum als Lehrer.
Wenn dir die Begeisterung für deine Fächer fehlt, wie willst du dann das jahrelange Studium überstehen, und wie willst du die Kinder dafür begeistern?
ZitatJedoch, werde ich die Tage verfluchen an denen ich meine Studen vorbereiten muss, da mich die Themen kaum interessieren und ich viele Verständnislücken haben und Angst haben werde, unprofessionel zu sein & zu wirken. Ich werde allergisch auf jede Unruhe und Lärm reagieren. Meine Klasse müsste sehr still sein.
auch hier:Wenn dich die Schulthemen nicht interessieren (wovon du offenbar jetzt schon ausgehst), wenn du Lärm und Unruhe scheust-- vergiss es.
Ernsthaft jetzt, das ist nicht bös gemeint.
Im Schulunterricht musst dich sowohl zurücknehmen können als auch gleichzeitig sehr präsent sein, du brauchst extreme Flexibilität im Umgang mit den schülern, aber auch mit deiner eigenen Zeit, oft auch mit deinen Vorgesetzten und mit den Eltern. Du brauchst Empathie und Distanz, du musst dich durchsetzen können gegenüber Pubertierenden (außer bei GS-Lehramt), du musst eine sehr klare Linie fahren und deine Lehrerrolle überzeugend einnehmen -- wie im Einzelnen, ist gar nicht soo entscheidend.
Gerade im Sportunterricht musst du bei älteren Schülern mit einer starken Lustlosigkeit rechnen und dennoch überzeugend sein.
Und nicht zuletzt muss man im Ref. bereit sein, sich selbst immer wieder in Frage zu stellen. Du musst verschiedene Formen der Unterrichtsmethoden austesten, da ist Nichtstillsein Programm.
Du bist als Lehrer nicht (nur) der Enterainer auf der Bühne, der die leise lauschenden Schüler mit Vorträgen und Rhetorik beglückt.
Von daher finde ich deine Frage sehr berechtigt, den die gravierenden Dinge bezweifelst du ja selbst.
Das kannst du aber auch mit Gouachefarben machen, wenn du erst den Hintergrund anlegst und nach dem Trocknen den dunklen Baum draufsetzt.
Acrylfarben würden sich ebenfalls anbieten, die trocknen wasserfest auf.
Man könnte auch das Blatt vor dem 1.Farbauftrag anfeuchten, dafür sollte das Papier aber dicker sein.
Womit malen deine Schüler sonst, mit Farbkasten?
Ich gebe ihnen oft Farbkleckse auf die Mischpalette, die ich aus großen Gouacheflaschen nehme.
flüssige Aquarellfarben bekommst du auch in D., z.B. hier:
http://www.boesner.com/shop/farben/fa…quarellfarben-1
oder:
http://www.gerstaecker.com/shop/unser-ang…30420a?size=std
gibts auch einzeln.
Aquarellfarbe ist völlig anders als Plakafarbe. Plakafarbe ist nicht nur deckend, sondern als Kaseinfarbe trocknet sie wasserfest auf. Aquarellfarbe ist hochtransparent und bleibt auch nach dem Trocknen wasserlöslich.
Bis zu einem gewissen Grad kann man Deckfarben (Gouachefarben) verdünnen, so dass sie fast wie Aquarellfarben wirken. Fast.
Für Aquarellarbeiten empfehele ich günstige Aquarellfarbe in Tuben, die 3 Grundfarben. Jedem Schüler braucht man nur einen 'wänzigen Schlock" Farbe auf den Mischteller geben, denn Aquarellfarbe ist extrem ergiebig. Wenn du so vorgehen möchtest, würde ich die Grundfarben aus folgendem Sortiment nehmen:
http://www.boesner.com/shop/farben/fa…n-aquarellfarbe
Was genau willst du denn mit den Schülern erarbeiten?
Interessante Diskussion!
Ich neige auch zu Melos und Kathies Ansatz.
Warum auch sollte ich als Lehrerin traurig sein, wenn ein Kind nicht lernt? Dann bin ich vll resigniert, frustriert, verärgert, aber traurig? Und das gegenüber kleineren Kindern, die ihre Lehrerin meist mögen?
Will mir nicht in den Kopf, für mich hat es was von emotionaler Tränendrüse.
Ich finde übrigens diese Aussage auch den eigenen Kindern gegenüber unfair, à la:" Wenn du so bockig bist, wird Mama ganz traurig." Aber das ist wiede ne andere Schiene
ich als angestellte Lehrerin mit Teilzeit habe genau 18 Tage Urlaub im Jahr. Den muss ich genauso beantragen wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Tja...
edit: das mit der Anerkennung ist Schwachsinn...das Referendariat ist bundesweit anerkannt.
in Bayern werden nur Referendariate anerkannt, die besser als 3,5 als Gesamtnote haben.
Sooo weit scheint es mit der allgemeinen bundesweiten Anerkennung nicht überall her zu sein ![]()
ZitatIst ja Typsache. Ich bin sowieso eher der emotionale Mensch, null rational, null kopfgesteuert..... ups. Naja, da liegt es wohl nahe, dass ich auch gefühlsmäßig sehr stark mit meinem Beruf verbunden bin.
Birgt das nicht stark die Gefahr eines Burn Outs?
"Null kopfgesteuert" liest für mich nach - nicht böse sein, klingt jetzt böser als es gemeint ist-- fehlender Organsisation und fehlender Reflexion. Beides aber braucht es meiner Meinung ganz stark, um als Lehrer über Jahre bestehen zu können.
Hat er seinen Beruf wirklich als Hobby bezeichnet, geehrte Friesin ? Oder war es für ihn nicht eher ein herausfordernder und finanziell einträglicher Beruf, den er mit Ehrgeiz und Stolz ausgeübt hat ?
er bezeichnete seinen Breuf als sein Hobby!
Nach jeder seiner vielen Reisen freute er sich darauf, am nächsten Tag wieder zu arbeiten, und wenn Weihnachten an ein Wochenende grenzte und er viele Tage frei hatte, kam auch öfters der sehnsuchtsvolle Spruch: "Jetzt wieder einen Zahn ziehen!"
Andere Hobbies hatte er tatsächlich nicht
, was meine Mutter immer ganz nervös machte in Bezug auf seinen drohenden Ruhestand. er hat nur äußerst ungern aufgehört zu arbeiten und hat bis heute keine Hobbies. Dafür ist er allerdings erstaunlich zufrieden ![]()
Mich würde es interessieren, ob z.B. ein Zahnarzt oder Rechtsanwalt seinen Beruf als Hobby ansieht.
mein Vater war Zahnarzt, und sein einziges Hobby war der Beruf!
Was die ganze Familie vor dem Tag hat zittern lassen, an dem er aufhören würde.
ich brauchte ein Jahr nicht für meinen Lebensunterhalt zu arbeiten, und das konnte ich bestens vertragen
Allerdings habe ich die Zeit nicht in der Karibik verbracht, sondern in der heimischen Rhön.
Es ging mir bestens damit, denn meine Hobbies und Kontakte konnte ich dennoch / deswegen gut pflegen. Langeweile hab ich eh so gut wie nie.
Nun bin ich wieder in Amt und Würden, und das tut mir auch gut°.
Aber mein Hobby ist mein Beruf ganz bestimmt nicht.
mal ganz ehrlich: ist es nicht eigentlich ganz gut, dass man neben dem Beruf noch andere Interessen hat? Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: ist es nicht ein bisschen armselig, wenn der Hauptlebensinhalt, das Haupthobby der Beruf ist?
Ist nicht bös gemeint, ich will niemanden kränken-----
°Edit: was mir überhaupt nicht gut tut: ich hätte gerne deutlich mehr Stunden, aus finanziellen Gründen. Aber das ist eine andere Schiene.
Ich übe meinen Job ausgesprochen gerne aus, und ich mache die Teilzeit nur unfreiwillig.
Ich mag es, den Unterricht vorzubereiten, und Korrekturen halte ich für okay.
ABER: mein Hobby ist das definitiv nicht!! Ich habe diverse andere Hobbies, ich treffe mich gerne mit Leuten, egal welchen Berufs, und ich gehe gerne auch abends weg - mehr als mindestens einmal pro Woche mit meinem Partner und gerne auch ohne ihn.
dass ich mein ganzes Privatleben zum Thema Schule ausrichten würde, kann ich nicht behaupten: es gibt so viel Anderes, Tolles, das man machen kann ![]()
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Zitatman lernt nur das, was man sich selbst erarbeitet hat.
das Einmaleins habe ich mir - ich gestehe- nicht selbst erarbeitet. Und siehe da, ich kann es noch!
Ich habe oft den Eindruck, dass die Schüler genervt sind, wenn sie sich was selbst erarbeiten sollen. Die wollen bestenfalls alles häppchenweise vorgesetzt bekommen. ist ja auch bequemer ![]()
Hermine: so ging es mir neulich auch, als ich mein Französisch-Schulaufgabenheft aus Kl. 9 wiederfand. Nix mit Ankreuz- oder Ausfülltest, alles im Kopf umformen und/oder gar übersetzen. Passé simple und Subjonctif ganz selbstverständlich--- manches hat sich eben sehr geändert. Das Freizeitverhalten und auch die Erwartung, dass alles ganz leicht sein muss.
Allerdings klappt es im Sport ja auch mit der Leistungsbereitschaft. Das gibt mir immer zu denken......
ZitatDie anderen seien doch auch laut gewesen usw.
"Ich bin bei Rot über die Ampel gefahren? Andere aber doch auch!" Ja und? Wird durch die Anderen DEIN Verkehrsdelikt weniger schlimm?
Ein dummes Argument von seiten der Schüler (ich weiß es kommt quasi automatisch, aber genauso automatisch kommt meine Antwort mit dem Beispiel aus dem Straßenverkehr)
ich finde es gut, dass du den SL mit einbeziehen konntest. Meist ist es ja so, dass die entspechenden Kandidaten im Kollegium schon bekannt sind!
Und nein, überzeugen kann man nicht immer. Aber Konsequenzen zeigen und durchsetzen. Viel Glück weiterhin!
zum Thema Partnerarbeit:
du kannst gezielt schwächere Schüler neben stärkere setzen. Die stärkeren sollen dann den schwächeren helfen. Nicht einfach alles erledigen, sondern den schwächeren Schülern Tipps geben. Kannst du dir das in deiner Klasse vorstellen?
Oder aber du setzt etwa gleichstarke Schüler zusammen und bietest unterschiedlich schweres Material zum Bearbeiten an, so dass nicht an jedem Tisch das Gleiche gemacht wird.
Auch zum Auslosen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du könntest die Lose so präparieren, dass sie mit einer kleinen mathematischen Aufgabe verbunden sind. Wer z-B. dasselbe Ergebnis hat, arbeitet dann zusammen.
Kann man auch mit nicht- mathematischen Themen (Allgemeinbildung, Vokabeln etc. ) gut machen.
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