Beiträge von Friesin

    die beiden Schüler, denen ich nachträgliche Manipulation nachweisen musste, waren ganz schön bedient hinterher.
    Das ist viel mehr als nur peinlich:

    nämlich schlicht und ergreifend Urkundenfälschung :pfui: und kein Kavaliersdelikt.

    Einer der Schüler war bereits über 14, d.h. durchaus strafmündig.
    Meine Schulleitung hat das dann sehr deutlich gemacht und von einer Anzeige Abstand genommen.
    Ich für mein Teil hoffe nur, dass sich meine Photographiererei langsam rumspricht :D

    zum Manipulationsversuch:

    ich photographiere alle Klassenarbeiten, bevor ich sie korrigiere.
    Ist ne doofe Arbeit, aber in diesem Schuljahr habe ich bereits zwei nachträgliche Manipulationen entdeckt X(

    Wenn ich die Arbeiten nach derr Korrektur von den Schülern wieder eingesammel habe, lösche ich die Photos von der Karte. Kopieren wäre ir zu teuer.

    Zum Verhalten des Elternteils:

    auch ich rate dir, dich deutlich abzugrenzen. Keine Gespräche außerhaölb der Sprechstunde, ggfs. mit einem Kollegen als Zeugen.

    Okay, nun ist es ja schon "passiert". In solch einem Fall würde ich mit der SL Rücksprache halten und um Unterstützung in einem evtl. weiteren Gespräch bitten.

    Rücksprache mit Schulleitung und Klassenlehrerin haben Folgendes ergeben:
    Schüler länger dabehalten zum Putzen geht nicht. Nicht mal mit einer Woche Vorlauf, um die Eltern zu informieren.

    Ich sollte mich weigern, in einem versifften Klassenraum zu unterrichten und stattdessen 3 Minuten draußen im Flur warten, bis aufgeräumt ist.
    Na toll.
    Darauf pellen sich meine Schüler ein Ei :muede:
    Androhen könnte ich auch, dass im Falle, dass das nicht klappt, die Schüler nach Unterrichtsschluss dabehalten werden. Nur: durchsetzen dürfte ich das nicht.
    ?( ?( Bitte?? Eine Konsequenz androhen, von der ich im Vorhinein weiß, dass sie nicht umsetzbar ist?????

    Ich habe dann den Schülern angekündigt, dass sie zukünftig nicht mehr vor dem Unterricht und in der zweiten Pause im Klassenraum bleiben dürfen, wenn dort Müll liegt.

    Sie wirkten bedröppelt, und ich warte nun ab, wie sich das entwickelt.

    Im Großen und Ganzen hätte ich mir ein deutlicheres Signal von dem Mann gewünscht.

    Ich bin ja noch an einer anderen Schule tätig, dort wird konsequenter vorgegangen.

    seit Schuljahresbeginn unterrichte ich eine extrem lebhafte 7.Klasse. Ich bin 2x die Woche mit je einer Doppelstunde bei ihnen eingesetzt.
    Anfängliche Probleme wie mangelnde Mitarbeit, schlechte Hausaufgabendisziplin, mangelndes Vokabellernen haben sich durch sehr konsequentes Durchsetzen meinerseits größtenteils gelöst.
    Ein Problem gibt es allerdings auf Nebenschauplätzen. So finde ich jede Woche in der 5. Stunde den Klassenraum total verdreckt vor; von Chpistüten über feuchte Papierhandtücher bis hin zu kaputtgeschnittenen Radiergummis findet sich so ziemlich alles auf dem Fußboden. Heute schossen die Jungen auch mit Papierkügelchen, die ich allerdings, wenn sie denn landeten, einfach nicht zuordnen konnte. Kurz vor Stundenschluss ließ ich dann die ganze Klasse aufräumen. Die Mädchen ekelten sich vor den angesabberten Papierkügelchen, ein Junge betonte, zum Aufräumen würden schließlich die Putzfrauen bezahlt.
    Natürlich habe ich mir ungeachtet des Stundenendes die jungen vorgeknöpft und sie scharf angemeckert, aber ich weiß genau, dass da die Nachhaltigkeit fehlt.Die Klassenlehrerin traf ich nicht mehr in der Schule an. Ich selbst bin nur 2x die Woche an der Schule (Abordnung).
    Ich würde gerne beim nächsten Mal zeitnah handeln: mir schwebt eine Art Putzdienst für die betreffenden Jungen vor, besonders für den mit der frechen Putzfrauenantwort.
    Doch darf ich das erst nach Benachrichtigung an die Eltern anordnen, d.h. mit mindestens einer Woche Vorlauf. Das ist mir eigentlich nciht zeitnah genug X(
    Reflexionsschreiben,Zusatzaufgaben, schriftliche Hinweise an die Eltern, Elterngespräche, Verweise: alles schon von mir durchgeführt, hält gerade die nächste Schulstunde vor. Besonders einer der Jungen hat notenmäßig absolut nichts mehr zu verlieren, so dass ihn selbst Nacharbeit am Nachmittag kalt lässt.
    Nun bin ich einigermaßen ratlos.
    Wer hat die coolen Tipps mir Dauerwirkung?

    Zitat

    DA sie nach der Ausbildung nicht sofort einen Job hatte, auch kein Arbeitslosengeld o.ä. bekam, kam sie eben nicht raus.

    war bei mir auch so nach dem Referendariat, 4 Monate lang.Das Günstigste war da (2008), sich mit ewig hoher Selbstbeteiligung zu versichern, so dass aber Krankenhauskosten übernommen worden wären.
    Für 4 Monate geht das mal ;)

    so wie du das schilderst, scheint das sich fast schon in Richtung "Sucht" zu bewegen. Ich weiß nicht, ob man dafür als Lehrer richtig ausgebildet ist.
    Ansprechren würde ich das auf jeden Fall. Vielleicht wären die Eltern ja auch zu einer weiterführenden Beratung bereit.
    Ansonsten könnte man überlegen, zum Thema "Übermäßiger PC-Konsum" einen Infoabend für einen oder mehrere Jahrgänge zu organisieren. Hier am Ort macht das die Caritas (Suchtberatung)

    Zitat

    [i]
    ... da wird erwartet, dass die Kinder ordentliche Aufsätze und Diktate schreiben und die Rechtschreibentwicklung bitteschön abgeschlossen ist.

    Nein, dass diese Entwicklung mit Eintritt in die 5.Klasse nicht lange abgeschlossen ist, weiß jeder SekI- Lehrer. Deshalb wird ja auch auf den weiterführenden Schulen Rechtschreibung noch weiterhin geübt.

    Wenn ich aber meinen 6. und 7. Klässlern etwas fürs Grammatikheft diktiere und merke, die sind überfordert, alle zur gleichen Zeit zuzuhören und sich dabei zu konzentrieren, dann frage ich mich schon, was in all den Jahren vorher geschehen sein mag.

    Zitat

    - Das Diktat stellt eine Form der Schreibaufgabe war, die im außerschulischen Leben praktisch keinerlei Relevanz hat (doppelte Handlungsorientierung der Grundschule).

    das wage ich doch stark zu bezweifeln ?(

    Im Übrigen: viele Wege führen nach Rom.
    Wie die Rechtschreibung eingeübt und überprüft wird, ist m.E. egal, solange die Methoden variieren. Und keiner hat hier behauptet, Diktate als einzige Überprüfungsform anzuwenden.

    auch dieses hier

    Zitat

    Die SuS haben unterschiedliche Schreibgeschwindigkeiten, was dazu führt, dass die einen gelangweilt sind und sich anderweitig beschäftigen, während die anderen kaum mit dem Schreiben nachkommen und keine Zeit zum Nachdenken haben. In beiden Fällen gibt das Resultat des Diktats nicht die Rechtschreibfähigkeiten wider.


    wundert mich. Unterschiedliches Tempo haben die Schüler in allen Bereichen.
    Was schließt man also daraus?

    Zitat

    Haben Eltern für sowas Verständnis?

    nein, und ehrlich gesagt ich auch nicht.
    wenn 3 von 4 Punkten erreicht wurden und 0 Punkte ergeben sollten, was ergeben dann 4 richtige Punkte?

    Warum bewertest du diese Aufgabe dann mit überhaupt 3 Punkten anstatt mit einem?

    P.S. 4 richtige von 10 Vokabeln wäre bei uns immer noch ne 5. ;)

    wollte doch noch mal eine Rückmeldung geben:

    habe jetzt, nach längerem Ringen, einen easy read bestellt und auch schon bekommen.http://www.easy-read-shop.de/index.php
    Und:
    er ist klasse !!!

    Zwar nicht das durchgestylte ultimative Designergerät, aber da er ja schließlich das Buch hält, sieht man sein hässliches Hinterteil nicht :D

    Und er fasst mein kleines dickes Buch wunderbar, kann zur Not auch anders eingesetzt werden.
    Hochzufriedene Grüße !

    zu den Gummibärchen fällt mir ein:

    es gibt diese kleinen quadratischen Schokowürfel, mehrere Sorten in einer Packung.

    Bei besonderen Gelegenheiten lass ich großzügig zu Stundenbeginn jeden Schüler sich eines rausnehmen, und ermahne noch: "Papierchen bitte aufbewahren, wegen dem Müll"

    Dann kommen alle Nougatesser in eine Gruppe, alle Krokantwähler etc. :D

    bei Gruppen, die sich nach dem Zufallsprinzip finden sollen, lasse ich oft nach verschiedenen Prinzipien auslosen:

    Postkarten zerschnippeln: alle diejenigen, deren Schnippel eine Karte bilden, gehören in eine Gruppe.

    Begriffe einer Wortfamilie

    Spielkarten

    Würfeln

    in meinem Fach Latein auch gerne sortiert nach Vokabeln /Synonymen / Deklinatins- und Konjugationsklassen

    Machte selbst meiner 8.Klasse im letzten Schuljahr noch riesigen Spaß, so dass wir einen "Auslosetag" in der Woche eingerichtet hatten :D
    Einmal haben die Schüler nach meinen Vorgaben auch selbst solche Auslosesysteme entwickelt.

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