Beiträge von Friesin

    aus NDS kommend, tat ich mich auch anfänglich schwer mit dem geringen Spielraum bei der Zeugnisnotenvergabe, habe aber dann sehr schnell die Vorteile eingesehen:
    keine Diskussionen
    kein Gejammer
    keine nächtelangen Überlegungen

    aber eben auch weniger pädagogische Möglichkeiten :schimpf:

    Und in anderen Bundesländern werden mehr Schulaufgaben geschrieben, auch in den sogenannten Nebenfächern.
    Was da schülerfreundloicher ist, bleibt dahingestellt....

    Die Idee, das alles mal nach Bundesländern zusammenzufassen, find ich übrigens super ! ;)

    Zitat

    Original von SteffdA
    Cool bleiben, die Reflexionsaufgabe benoten nach Inhalt, Ausdruck, Rechtdchreibung und Grammatik (so war's bei meinen Aufsätzen früher), einen Dreizeiler mit den Noten an die Eltern (der Schülerin mitgeben und unterschreiben lassen) und gelassen auf die Reaktion warten.
    So what?

    Ich glaube, das wiederum darf man (hier) nicht !

    [quote]Nun das Problem: An vielen Schulen stelle ich fest, dass großer Wert auf erzieherische Einigkeit gelegt wird. Ist es nicht wichtiger, dass jeder Erziehungsprofi voll hinter seiner persönlichen Reaktion auf solches Verhalten steht als dass "mit einer Zunge gesprochen wird"?[quote]

    Ich finde es auch sehr wichtig, dass innerhalb einer Schule an einem Strang gezogen wird.

    Timm:
    allerdings habe ich den Thread komplett gelesen.

    Ich halte in diesem Fall nur nichts von der Methode: und ich gebe dir noch eine Chance und wenn du die nicht nutzt, bekommst du eine weitere. Unanbhängig von der zu schreibenden Seitenzahl.

    Erinnere dich bitte, das Mädchen hatte jede Chance der Welt, diese "Strafarbeit" konfliktfrei zu erledigen.

    Zitat

    Original von alias
    I
    Eine (IMHO) adäquate Reaktion wäre:
    "Du hast die Aufgabe nicht gelöst. Ich erwarte einen vernüftigen und akzeptablen Aufsatz im Umfang von 2 Seiten. Falls dieser nicht bis ... abgeliefert ist, erhältst du die Möglichkeit, diesen Aufsatz an einem Nachmittag innerhalb von 2 Stunden abzufassen."

    die Möglichkeit,den akzeptabklen Aufsatz abzugeben, hatte sie bereits !

    ich lese hier immer etwas von "KIndergartenkram"; was bitte heißt denn das ?
    Ich kann in dem verhakten der Schülerin nichts kindergartenmäßiges erkennen. In meinen Augen provoziert sie überdeutlich, das zeigt ihr ganzes Verhalten.
    Und - so wie ich Pubrtierende kenne- will sie eine Reaktion des Lehrers. Auch oder gerade Pubertierende wollen Grenzen aufgezeigt bekommen !

    Das Dümmste wäre in meinen Augen, nicht zu reagieren.

    meine Tochter hatte vor Ewigkewiten auch mal Läuse, und natürlich war ich auch schnell beim "iiiiiihhh"

    der Kinderarzt, der mir das Killerzeug verschrieb, meinte nur schulterzuckend:
    "Es sind halt saubere Läuse" :lach2:

    Zitat

    [
    Und irgendwie habe ich bei diesem Thread den Eindruck, dass ich als Lehrer in Bayern stellenweise ... Probleme hätte, weil mir die Regelungen zu ... schülerfern sind. ;)


    kl. gr. Frosch

    schülerfern ? ist es schülerfern, wenn man bestimmte Regeln aufstellt und die auch einhalten will ?
    Ich bin neu nach Bayern gekommen, und ich bin überrascht, wie schülernah vieles geregelt wird (Anzahl der Schulaufgaben pro Woche, LRS etc). Die Sache mit der Beliebigkeit der Anwesenheit in der Schule gehört meiner Meinung nach geregelt, sonst kommt und geht jeder, wie es ihm passt.Da fallen mir besonders die Urlaubsplanungen ein mit Billigflügen kurz vor Ferienbeginn...

    Caliope, dein Gedicht ist ja cool !!!!

    Ich würde es nicht übergehen !
    Schon das ursprüngliche Ansinnnen, du mögest den Brief vor der gesameten Klasse vorlesen, ist doch nichts als eine Provokation, mit der das Mädchen sich produzeiren und dich bloßstellen möchte; ebenso der Vorschlag, ihren Freund hinzuzuziehen.
    In meinen Augen ist das eine ganz eindeutige Provokation, der ein erzieherischer Riegel vorgesetzt gehört.
    Auch, um vor den Mitschülern ein Zeichen zu setzen.
    Mit Humor würde ich bei einer 12 jährigen nicht darauf reagieren.


    wenn ich dich recht verstanden habe, ist jetzt ein Gesprächstermin anberaumt zwischen der Schulleitung, den Eltern, der Schülerin und dir ?

    Steht der Termin schon ?
    Lädt die Schulleitung dazu ein, oder musst du das machen?

    Ich würde diesen Termin abwarten und das Mädchen im Unterricht möglichst "neutral" behandeln, mit einem kühlen Unterton. Du könntest auch, je nach Unterrichtsanliegen, scheinbar besorgt auf ihre Rechtschreibung eingehen.
    Vielleicht ein Übungsdiktat ansetzen ? Nach dem Motto: "wenn schon eine eigentlich gute Schülerin solche orthographischen Probleme hat, müssen wir die Rechtschreibung verstärkt üben".

    Aber vielleicht führt das auch zu weit. Sprich dich mit der Schulleitung ab über das weitere Vorgehen.
    Und dann bin ich ja mal gespannt auf das Gespräch !!!!!


    Viel Glück !!!!!

    Zitat

    Original von Eliah
    Friesin
    Natürlich ist ein Vokabeltest nicht mit einer Klassenarbeit/Schulaufgabe vergleichbar, aber wenn ich in der 10. Klasse in Englisch einmal eine Arbeit schreibe, in der die Schüler sehr viel eigenständigen Text formulieren und dann - aus welchen Gründen auch immer - in der nächsten Arbeit plötzlich Lückentexte sinnvoller sind, dann kann ich nicht in beiden Fällen 50% als Schwellenwert nehmen. Das macht einfach keinen Sinn.

    Wie gesagt, das hat NICHTS damit zu tun, dass ich immer den gleichen Schnitt will. Aber eine Arbeit ist immer ein "Gesamtkunstwerk", bei dem die Aufgabenstellung und das Bepunktungsschema aufeinander abgestimmt sind.

    ja klar ! Aber dennoch kann doch mal eine Schulaufgabe unerwartet gut oder, leider häufiger, schlecht ausfallen?

    Und sind in deinen Fächern nicht die Art der jeweiligen Klassenarbeit vorgegeben ?

    aber das wird jetzt off topic :D

    Zitat

    Original von Bolzbold
    Also ich bin doch sehr verwundert, dass hier so viele auf "6 geben und kein Nachtermin" plädieren. Begründung hin oder her.

    Gruß
    Bolzbold

    Um keinen Präzedenzfall zu schaffen und weitere Schwierigkeiten zu umschiffen.....

    Mich regen immer solche Eltern auf, die mich als Lehrer durch ihr Verhalten in diese Bredouillen bringen ! Und treffen tuts eh die Kinder :schimpf: Tolle Eltern !!!! :qualm:

    Weichst du denn von der 50% = 4 -Regel auch ab, wenn eine Arbeit mal schlechter ausfällt ?

    Einen Vokabeltest bewerte ich auch anders als einen eigenständig verfassten Text. Dennoch sollten im Vokabeltest auch die Fleißigen eine Chance haben, die, denen andere Anforderungsbereiche schwerer fallen.
    Und wenn sie gut gelernt haben, warum dann keine guten Noten im Endergebnis?

    Ein Vokabeltest wird ja wohl kaum mit einer Klassenarbeit gleichgesetzt werden.....

    nun ja, als vor kurzem ein Schüler bei mir mitten in der Schulaufgabe wegen Bauchkrämpfen abbrach, durfte er ausnahmsweise mit Genehmigung der Schulleitung auch nachschreiben, und zwar nicht zuletzt, weil ich aus Unwissenheit nicht gleich die 6 druntergeschrieben hatte.

    Aber wirklich nur als Ausnahme, alle Kollegen sind noch mal auf die rechtliche Situation hinmgewiesen worden (die in meinen Augen völlig zu Recht besteht).

    Zitat

    Original von Herr Rau

    Allerdings erreicht man bei uneinsichtigen Eltern nichts: Die schreiben dann einfach "krank" hin statt "Kieferorthopäde", und da kann man dann nichts machen.

    Das gibt sich ganz schnell, wenn man den Kindern in einer ruhigen Stunde mit Bedauern klar macht, dass - in sprachlichen Fächern- die Nachschreibschulaufgabe nur 2. Wahl sein kann, weil die erste Wahl ja schon für die eigentliche Schulaufgabe verbraten wurde. :D
    Und dass das bedeutet, sie ist oft sogar schwieriger als die eigentliche Schulaufgabe. 8o

    Christoph mit sch ? nun ja :D

    ich persönlich mag Namen, denen man nicht sofort das Geburtsdatum des Kindes ablesen kann.

    aber bei französischen Namen tue ich mich schwer, weil deren Endbetonung m.M. nach nicht zur deutschen Wortbetonung passt.

    (jaaa, da bin ich ein wenig pingelig :D)

    dieses Vehalten von Müttern, das du beschreibst, scheint zuzunehmen.
    Jeder meint mitreden zu können, denn zur Schule sind wir ja alle mal gegangen, und was das Beste für das eigene Kind ist, weiß eh Mama am genauesten :explodier:

    Ich weiß selbst mitunter nicht, wie damit umgehen.

    Kann dir also kaum Tipps, sondern nur Mitgefühl bieten :troest:

    Doch ich finds schon mal ganz wichtig, dass ihr Kollegen euch nicht gegeneinander ausspielen lasst !!!

    wie kann man die eigene und eine Fremdsprache bewusst einsetzen, wenn man keine Ahnung von Satzgliedern hat ?

    das muss auch nichtklangweilig oder abstrakt sein, denn gerade im Deutschen, einer Sprache mit Flexionsendungen, kann man damit z.B. interessante Puzzlespiele vernastalten und schauen, wie sich was durch die Stellung im Satz bzw. durch einen Funktionswechesl verändert :D

    Malina: man sollte beides können. Intuitiv eine Fremdprache lernen, ist auch ein hehres Ziel, klappt aber bei vielen Schülern nicht, weil z.B. das Englische eben nicht die Mutterprache ist, die man Tag und Nacht um sich hat.
    Da ist für manche Schüler ein kognitiver, strukturierter Zugang, den sie lernen könne, ganz hilfreich

    bei "die Erwachsenen sehen den Brand auch" wird die Tätigkeit, das Sehen also, spezifiziert. Das "auch" bezieht sich hier nicht aufs Subjekt, sondern auf die gesamte Satzaussage . Von daher könnte man es wirklich als Adverb zum Prädikat ansehen.

    Hilft dir das weiter ? ;)

    Leichter und für Kinder sicherlich verständlicher kannst du die Zweitstellung des Prädikats demonstrieren, indem du Zeitadverbien nimmst.

    Und ganz besonders deutlich wird es bei zusammengesetzten Prädikaten mit "sein", "haben", "werden" oder mit Modalverben.Ist einfacher als mit "auch" , wobei ich jetzt niocht weiß, ob den Kindern die Hilfsverben als Verben überhaupt bewusst sind ;)

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