Beiträge von gingergirl

    Ich denke mir auch schon länger, dass du nicht Lehrerin bist. Dein Schreibstil und deine Ausdrucksweise lassen nicht darauf schließen, dass du in der Sek II arbeitest. Ich sag nur Patschwork!
    So, Schwule sind deiner Meinung nach in der heutigen Kinderwelt allgegenwärtig? Das möchte ich nun mal doch genauer wissen. Ich habe selbst Kinder und denke, dass ich über die Vorbilder und Einflussfaktoren auf Kinder/Schüler ganz gut Bescheid weiß. Welche Vorbilder, Filme, Stars meinst du denn bitte konkret? Wie wird denn genau ein, sagen wir mal 6-Jähriger, auf Schwulsein gepolt? Durch das Sandmännchen/Grüffelo/Shaun das Schaf/Cars? Vielleicht habe ich die Transformer ja auch bisher falsch interpretiert :)
    Jugendliche zählen ja deiner Meinung nach nicht, denn deren sexuelle Idendität sei ja abgeschlossen? Bitte, bitte klär mich doch mal konkret auf, ich möchte doch meine Kinder vor dem ganzen Schmutz bewahren... Wo lauern die "Gefahren" in der bösen Welt da draußen? Ich hab da echt Nachholbedarf...
    Hier wurden im Ausgangspost ja mal Kinderbücher gesammelt, in denen das Thema Homosexualität in irgendeiner Form eine Rolle spielen. Mit Hängen und Würgen wurden 6 Bücher genannt. Angesichts des riesigen Büchermarktes eine vernachlässigbare Größe. Kennst du weitere?

    Zitat

    An meiner Schulart ist es übrigens auch üblich, dass Prüfer von außen kommen

    Aber um die Realschule geht es in dem Thread doch nicht, da finde ich Aussagen dazu auch nicht hilfreich. Wenn du nicht umziehen musstest, dann liegt das auch daran, dass an der Realschule das Ref eben anders abläuft als am GY. Ich selbst bin dreimal umgezogen und das eine Mal habe ich mit dem Preis einer überaus langen Pendelstrecke bezahlt. Mein Mann ist viermal umgezogen. Ich selbst arbeite an einer Seminarschule mit einem großen Seminar und erlebe auch dort, dass die häufige Umzieherei quer durch Bayern absolut üblich ist. Und dass die Referendare mit 17 Stunden Deputat im Vergleich zu den festen Stellen mit 23 Stunden ausgenutzt werden, kannst du bestimmt nicht abstreiten.

    Doch Hawkeye, das ist in seiner Ausschließlichkeit so haltbar. Fossi sprach von den Modalitäten, nicht von der Qualität der Seminarschulen.
    In keinem anderen Bundesland ziehst du mit großer Wahrscheinlichkeit viermal um für das Referendariat. Einmal zum Seminarort, zweimal an die Einsatzschulen und dann wieder zurück an die Seminarschule. Und dass man im Einsatz 17 Stunden Unterricht zu leisten hat, gibt's auch sonst nirgends.

    Und du hast ja leider recht, man ist völlig abhängig von seiner Seminarschule. Kann gut sein, muss ja aber leider nicht. In BW z.B. kommt zu den Prüfungslehrproben immer ein Schulleiter von außen dazu, der ist meines Wissens sogar der Prüfungsvorsitzende. Der kennt den Referndar vorher nicht, beurteilt vorurteilsfrei die eine Stunde, die er sieht. So etwas würde ich mir hier auch wünschen.

    Effi, Warum denn gleich so offensiv? Ich habe doch nie geschrieben, dass das auf Kosten der Vollzeitkollegen gehen soll. Wo liest du denn das heraus? Ich bin nur grundsätzlich ein großer Anhänger einer fairen Behandlung. Wenn also VZ-Kollgen genauso viel Vertretungen/Nachmittagsunterricht/Präsenzen/Aufsichten schieben wie TZ-Kräfte, dann passt was nicht. Ich verlange keine Extrawurst, sondern eine Gleichbehandlung. Halbe Stelle = halbe Belastung. Ganz einfach.

    Oh, wie mich das nervt, dass man sich als TZ-Kraft immer verteidigen muss. Ich arbeite nicht in der freien Wirtschaft, deswegen lehne ich Vergleiche damit auch ab. Aber ich vergleiche gerne mit anderen Stellen im Öffentlichen Dienst. Eine Bekannte von mir arbeitet als Richterin mit halber Stelle am Familiengericht. Die Sitzungstermine liegen lange Zeit fest. Dass dort kurzfristig Präsenz verlangt wird (über Nacht) oder von jetzt auf dann irgendwelche Fortbildungen/Konferenzen am Nachmittag auf dem Plan stehen oder am Freitag bekannt gegeben wird, dass ab Montag völlig neue Arbeitszeiten herrschen (wie bei uns gerne mal am Beginn des zweiten Schulhalbjahres beim Stundenplanwechsel) - völlig undenkbar. Jurist am Landratsamt - feste Arbeitszeiten. Umweltingenieurin am Landesamt für Umweltschutz - dito. Da fällt der Stift um 13 Uhr bei halber Stelle. Architekt im Bauamt dasselbe. Meine Sachbearbeiterin bei der Beihilfe erreiche ich seit Jahren nur dienstags bzw. donnerstags, da sie TZ-Kraft ist. Die angeführten Beispiele kenne ich aus eigener Erfahrung, aber ich denke, dass für Sozialpädagogen mit Stelle im Rathaus/Jugendamt beispielsweise dasselbe gilt.

    Ihr Kinderlosen könnt euch gar nicht vorstellen, unter welchem Druck man ständig steht. Ich habe noch relativ Glück, weil ich meine Eltern im Hintergrund habe. Als diese aber eine Zeit sehr krank waren und sich nicht wie gewohnt um die Kinder kümmern konnten, waren wir voll drin im Hamsterrad. Das Problem sind die kurzfristigen Termine wie Fachkonferenzen etc. (ja auch eine Woche vorher ist kurzfristig, wenn man mal wieder eine zusätzliche Nachmittagsbetreung mit offenem Ende organisieren muss). Die KiTa macht halt immer um 16.30 Uhr zu, auch wenn wir noch so lange pädagogisches Bullshitbingo im Lehrerzimmer spielen.
    Bei halber Stelle hatte ich bisher immer 2 Deutschklassen. Das unterrichten auch viele meiner Kollegen mit ganzer Stelle. 2/3 meiner Stunden waren teilweise in der Oberstufe, wäre bei voller Stunde undenkbar. Ich sitze auf genauso viel Konferenzen, Weihnachtsbasaren, Schulfesten, Elternsprechtagen, etc. wie die VZ-Kräfte. Die TZ-Kräfte bedeuten eine Entlastung für die Kollegien, das könnt ihr mir glauben. Wenn alle Volllzeit arbeiten würden, müsste man die Arbeit auf viel weniger Schultern verteilen. Wenn man mir mit halber Stelle zwei Deutschklassen gibt, dann bedeutet das defacto eine Entlastung für die VZ-Leute, die selbst natürlich nicht vier Klassen haben. Selbst für Sachen, die einem rechtlich zustehen, muss man kämpfen und wird dann auch noch blöd angeschaut. Ich habe z.B. lange Zeit auch schwanger Vertretungen/Mehrarbeit gemacht, obwohl das jeder Arbeitnehmerin in Deutschland verboten ist. Eine Zeit lang war es an meiner Schule üblich, dass auf Vertretungen/Präsenzen wenig Rücksicht genommen wurde (Argument: "Die TZ-ler haben doch mehr Zeit und "Lücken" im Stundenplan!"). :autsch: Das hat sich aufgrund von Protesten im Kollegium und Wechsel im Vertretungsplan-Team zum Glück gebessert.
    Noch einmal: Ich verdiene nicht aus Blödelei weniger Geld, habe mal bedeutend weniger Pension, sondern für meine Halbzeitstelle habe ich eigentlich nur eine Antriebskraft: Ich möchte meinen Vorschulkindern die in Deutschland äußerst bescheidene Ganztagsbetreuung so gut wie möglich ersparen.
    Ich unterstelle der Threadstarterin die gleiche Intention und verstehe deswegen ihren Unmut, wenn sie mit halber Stelle eine Ganztagesbetreuung bezahlen soll und ihre Kollegen mit voller Stelle auch die gleiche Belastung am Nachmittag haben.

    Ach ja, nele, biete mir doch bitte mal einen Akademiker/in im ÖD - am besten verbeamtet - mit Halbtagsstelle, die ähnliche Belastungen nachmittags/am Abend und ständige Unplanbarkeiten in Kauf zu nehmen hat wie wir.

    Zitat

    Bin leider kein Mitglied im BLLV, sodass ich vom SL keine vernünftige Auskunft bekomme.

    Die Aussage verstehe ich nicht. SL ist doch der Schulleiter, oder? Was hat der denn mit dem BLLV zu tun?
    In einen Lehrerverband kannst du übrigens doch immer eintreten. Dort kann man dir dann weiterhelfen. Die Anmeldung geht sogar online :)
    An die Personalräte kannst du dich bis hoch zum Hauptpersonalrat auch ohne Verbandsmitgliedschaft wenden, der ist schließlich für die Belange aller Lehrer da.
    Zur Sache selbst kann ich dir leider nichts sagen. Hast du denn schon eine Reha gemacht?

    Vielleicht von überregionalem Interesse und bisher hier noch gar nicht diskutiert:

    Er soll "eigenmächtig und selbstherrlich" gehandelt haben: Der Rektor
    eines Coburger Gymnasiums ist verurteilt worden, weil er Abi-Noten nach
    oben korrigiert hat - aus Sorge um den Ruf seiner Schule (Quelle: Süddeutsche)


    http://www.sueddeutsche.de/bayern/geschoente-abi-noten-rektor-muss-euro-strafe-zahlen-1.2012038</a>
    http://www.infranken.de/regional/cobur…n;art214,738231

    Was meint Ihr dazu?

    Uff, wahrscheinlich hat die Threadstarterin ihr Studium bereits abgebrochen, weil sie sich vor der versammelten Klugbesserei der versammelten Germanistik-Fachschaft fürchtet :)

    Ich hätte das mit dem Süden wohl besser eingrenzen sollen...
    Die TS kommt wie ich aus dem Ländle. Im Schwäbischen wird "zwecks" durchaus synonym mit "wegen" für Begründungen verwendet:
    "Zwäggs Zeidmangel han i mein Hood weggääbe".

    Die TS ist also weder cool noch schlampig, sondern nur a bissle durch ihre Hoimet geprägt worden.

    Örks, da hat jemand eine echte Lebenskrise und dann wird er rundgemacht, weil er "zwecks" und "wegen" angeblich nicht richtig verwendet.

    Unter http://www.duden.de/rechtschreibung/zwecks wird als Synonym für "zwecks" auf jeden Fall auch "wegen" angeführt. Ich kenne das auch so, dass man die beiden Wörter synonym verwenden kann. Vielleicht ist diese Verwendung im Süden der Republik aber auch geläufiger.Zurück zum Ausgangspost: In Bayern sieht es mit der Kombi Deutsch/Englisch in den nächsten Jahren wohl eher sehr mau aus. Ich finde es schon richtig, sich rechtzeitig über Alternativen schlau zu machen. Du schreibst, dass du gern Musik machst. Hast du dir schon mal überlegt, Musik und Englisch für RS/Gemeinschaftsschule oder wie der Studiengang jetzt auch immer heißen mag, zu machen? Vielleicht sind dann die Chancen besser? Und die Anforderungen sind auch glaube ich nicht so hoch wie auf der Musikhochschule.

    An deiner Stelle würde ich jetzt erst mal nicht großartig in ein Hochbeet investieren bzw. lange Arbeit in den Bau eines Hochbeetes reinstecken. Man kann z.B. schon in einer gewöhnlichen Klappbox, mit Saftkartons oder in einer alten Bäckerkiste auf dem Balkon gärtnern. Das Blog http://simpleleben.wordpress.com/2012/05/26/mei…die-klappkiste/ zeigt ganz gut ein paar sehr billige Alternativen zum Hochbeetbau. Wichtiger als das Beet ist die Erde (hast du eine Kompostquelle?) und die Samen/Pflanzen, die du einsetzt. Viele Pflanzen, die im Garten gut werden, gedeihen auf dem Balkon nicht so gut. Andererseits haben findige Balkongärtner wohl schon alles mögliche auf dem Balkon gezogen, sogar Kartoffeln sollen werden. Und meine Tomaten und Wassermelonen vom Balkon gelingen definitiv besser als die aus dem Garten...

    Ich kann dir wärmstens das Buch Handbuch Bio-Balkongarten von Andrea Heistinger empfehlen. Da steht alles drin, was man zum Balkongärtnern wissen muss.

    Hmmm, ich sehe das mit dem Deutschstudium nicht ganz so unkritisch wie meine Vorschreiber. Ich selbst hatte schon einiges mit Referendaren zu tun, die Deutsch als Notfach gewählt haben. Häufig in Kombination mit Sport. Die verzapfen manchmal Sachen, da bekommt man Schnappatmung.... Da sind dann rhetorische Mittel beispielsweise grundsätzlich Metaphern oder der Referendar unfähig, selbst eine klassische Dramenszene zu analysieren. Wie soll man das dann den Schülern beibringen können? Gerade in der Oberstufe sollte es schon Hand und Fuß haben, was du erzählst.

    Beim Durchlesen deines Posts habe ich mich gefragt, wieso jemand, dem ein sicherer Job wichtig ist, das Duale Studium nicht ernsthaft in Erwägung gezogen hat. Da gibt's doch schon Geld während des Studiums und die Übernahme ist so gut wie garantiert? Als Lehrer bekommst du übrigens auch erst nach Jahrzehnten im Dienst die Gehaltsendstufe und über die Angst vor dem Schichtdienst habe ich gerade herzhaft gelacht. Es ist gerade Samstag kurz vor Mitternacht und ich halte mich mit der Antwort auf diesen Post gerade erfolgreich vom Korrigieren ab. Irgendwie bin ich auch Schichtarbeiter.

    Hast du mal in Erwägung gezogen, ob Englisch plus Musik an der PH (Lehramt (Werk)Realschule) was für dich wäre? Ich glaube jetzt nicht, dass asiatische Musikroboter massenhaft die PHs stürmen. Klar, Aufnahmeprüfung und z.B. ein zweites Instrument (Gitarre oder Klavier) muss dort bestimmt auch sein, aber das Anforderungsniveau ist vielleicht dann doch nicht mit den Musikhochschulen vergleichbar.

    Die Erfahrungen aus den anderen Ländern würden mich auch brennend interessieren...

    Folgender Fall: Schüler XY hat im Fach Deutsch genau zwei kleine Leistungsnachweise in diesem Schuljahr. Einer ist die Note aus dem Ländervergleichstest und ein anderer eine echte mündliche Note, beispielsweise eine Abfrage. Rein rechtlich doch wohl völlig in Ordnung. Nun will der Schüler aber nicht mehr, dass seine Note aus dem Vergleichstest zählt. Und nu? Laut Schulordnung müssen zwei kleine Leistungsnachweise vorliegen, Notenschluss ist schon in Kürze. Was tun?


    Würfel suchen gehen???

    Was ist denn eine GFS?
    Wie alt ist der Schüler? Ich finde deine Idee, was der Schüler leisten soll, ziemlich ambitioniert. Aber ich kenne mich mit den Gepflogenheiten in BaWü hinsichtlich Portfolio nicht aus.
    Schau mal hier zur Weißen Rose und Umfeld (Zeitzeugen):
    http://www.weisse-rose-stiftung.de/images/pdf/WRS…40df9353f6a5a86
    Ich weiß jetzt nicht, wo du im Ländle zu Hause bist, aber vielleicht seid ihr ja nicht allzu weit weg von Ostwürttemberg, dort ist eine Elser-Gedenkstätte und ein Elser-Arbeitskreis: http://www.georg-elser-arbeitskreis.de/

    Ich bin am GY und hatte noch nie eine 5. Klasse, deshalb möchte ich mich zur Stunde an sich nicht äußern. Was mir aber aufstößt, ist dein Schluss der Stunde. Ich finde die Entscheidung "Daumen hoch oder runter zum Thema Elfchen" dann doch zu simpel und oberflächlich. Was sollen die Schüler denn davon haben? Weder wird die Stunde sinnvoll abgerundet im Sinn einer Zusammenfassung, Reflexion o.Ä. noch erfolgt eine Vertiefung. Bei uns im Seminar wurde gerade gegen Ende des Refs großen Wert darauf gelegt, dass der Schluss der Stunde passt. Mir fällt aber im Moment auch nichts ein, was abrundender/anspruchsvoller wäre.

    Mit einem Refplatz kann ich dir nicht dienen, aber mit einer Anmerkung. Bitte lerne schnellstens, wie man das Bundesland richtig schreibt, in dem du dein Ref absolvieren willst. Mir Ländlekind wurde das seinerzeit schon von meinem Grundschullehrer eingebläut. Die Schwaben können vielleicht kein Hochdeutsch, legen aber großen Wert auf die korrekte Schreibung des Ländles.

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