An der französischen Schule, die mit uns den Austausch macht, gibt es eine Bibliothekarin, die Leseabende und Ähnliches organisiert. Das meine ich mit Projekten. Und Austausch etc. halte ich für entspannt, wenn der ganze Orgakram übernommen wird.
Beiträge von gingergirl
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Warum sollte man nicht den Aufwand fürs Geld gegenrechnen? Das hat meine französische Kollegin doch gerade gemacht und für sich bei Kenntnis beider Systeme beschlossen, dass sie nicht mit Deutschland tauschen möchte. In Bayern ist es an kleinen Schulen mittlerweile auch oft so, dass man an zwei Standorten eingesetzt wird. Ich selbst war auch schon an zwei andere Schulen abgeordnet. Mit 25 km dazwischen. Und Berufsanfänger landen in München und versuchen dann jahrelang vergeblich sich nach Oberfranken versetzen zu lassen.
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Ja, so gesehen wird die Differenz noch größer. An französischen Schulen arbeitet praktisch niemand Teilzeit. Mag einer besseren Kinderbetreuung geschuldet sein oder auch der Tatsache, dass man dort ein volles Lehrerdasein schafft, weil man nur Unterricht hat. Ich bin ehrlich, ich würde Vollzeit angesichts der ganzen Nebentätigkeiten nicht packen. In Frankreich macht auch niemand Projekte und Aktivitäten neben dem Unterricht. Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt's dafür auch wieder extra Personal.
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In Frankreich beträgt eine Unterrichtsstunde 55 min. Eine französische Lehrkräfte verbringt bei einem 18 Stunden Deputat also 990 Minuten im Unterricht. Eine deutsche bei 25 Stunden 1125 min. An der Mittelschule bei 28 Stunden noch länger. Es gibt in Frankreich auch keine Aufsichten, weder auf dem Pausenhof noch bei Prüfungen. Mündliche Prüfungen werden, wenn ich das richtig verstanden habe, extra bezahlt.
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Mit Deputat meine ich die Stunden, die ein französischer Lehrer mit Unterricht zubringt. Diese Zeit liegt hochgerechnet unter der deutschen Verpflichtung.
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Französische Lehrkräfte sitzen in der Mittagspause fröhlich in einem extra Raum und haben Pause. Aufsicht übernimmt extra Personal. Wir halten Aufsicht und erziehen während des Essens unsere Schüler.
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Die Deputatsverpflichtung in Frankreich liegt unter der in Deutschland. Und dann wird nur unterrichtet, es gibt keinerlei Nebenaufgaben. Die Lehrerin, bei der ich in Frankreich beim Austausch untergebracht war, hat 10 Jahre in Deutschland gelebt und meint, dass sie nicht mit mir tauschen möchte, obwohl wir mehr verdienen. Schau dir allein die Organisation des Austauschs an. Die französische Lehrerin hat den ganzen Orgakram dafür abgegeben. Bus etc. hat alles eine administrative Kraft organisiert, die für sowas angestellt ist. Wir holen drei Angebote an, schreiben unzählige E-Mails, müssen unsere SL nerven, die dann den Semon unterschreibt, holen das Geld bei den Schülern ein, rechnen die Fahrt ab, stellen zig Föderanträge bei Landkreis, Jugendwerk etc. Die französische Lehrerin überlegt sich allein ein Bespaßungsprogramm, alles andere wird erledigt. Bespaßungsprogramm kommt bei uns natürlich auch noch dazu.
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Das Lehrerdasein in F hat aber auch attraktive Seiten: keinerlei Vertretungen, keinerlei administrative Aufgaben, keine sozialpädagogischen Aufgaben. Und die Deputatsverpflichtung liegt unter der deutschen Arbeitszeit. Ich behaupte mal, der nominelle Stundenlohn unterscheidet sich nicht so sehr vom deutschen.
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Und es ist eine Krux, dass auch heute viele Frauen wenig zur Rentendeckung beitragen, sondern in Minijobs festhängen. Die gehören echt abgeschafft.
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Ein BEM-Gespräch kann ja aber immer noch stattfinden. Das kannst du auch selbst beantragen. Ich sehe da eine Möglichkeit ergänzend zum Wiedereingliederungsplan der Ärztin noch Punkte anzubringen. Solche Details stehen üblicherweise nicht in Arztbriefen, sondern dafür sind ja gerade die BEM-Gespräche da.
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Nierenprobleme und Risikoschwangerschaft?! Da gibt es nichts zu überlegen und keine falschen Rücksichten zu nehmen. Du gehörst in keine Brennpunktschule mehr. Es ist so schon herausfordernd in unserem Job genug zu trinken und regelmäßig aufs Klo zu kommen. Und wenn dann noch eine Schwangerschaft hinzukommt, dann hörst du auf den ärztlichen Rat und bleibst zu Hause.
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Studenten und Schüler haben doch eine großzügig bemessene Steuerbefreiung, die weit über 3000 Euro liegt.
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In Franken gibt es noch kleinere Molkereien. Wann immer es geht, kaufe ich Milch aus diesen Betrieben.
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Staffelsee?
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Ja, du hast es doch richtig erraten.
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Ich sehe da keinen Konflikt, sondern ein Machtspielchen von Seiten des Chefs. Nie selbst im Lehrerzimmer sich aufhalten und dann aber die Plätze bestimmen wollen?!
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Das Vorgehen ist wie immer bei seltsamen Anweisungen. Lasst euren Personalrat um eine schriftliche Dienstanweisung bitten mit Nennung der rechtlichen Grundlage für diese Anordnung. Ich denke, dass sich es dann erledigt hat mit der Sitzplatzanweisung im Lehrerzimmer.
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