Mhh, ziemlich viel Zündstoff für Ärgernis...
Ich frage mal ganz dumm (Ich weiß dass ich dumm bin, sehr dumm sogar!): Wozu überhaupt noch Tag der offenen Tür?
Ich meine, die Schüler haben doch eh eine Schulpflicht. Insofern braucht man nicht für Kunden zu sorgen. Und dunsemal zu meiner Schulzeit in den 1960ern hatte ihn auch niemand vermisst.
Und dann noch ein anderer Aspekt: Sollte man sich nicht lieber Gedanken machen, den Arbeitsplatz Schule für die kommende Lehrergeneration attraktiver zu gestalten?
Es ist doch Realität, dass das Nachwuchsproblem noch größer werden wird. Samstagsarbeit macht ihn nicht attraktiver. Ist die veränderte Realität in den oberen Hierarchien des Schulsystems noch nicht ins Bewusstsein angekommen?
In Regionen, gerade in Städten, wo Schulen sich einem Konkurrenzdruck ausgesetzt sehen, war der TdoT ein Mittel, um aktiv um SchülerInnen zu werben. In den Nuller- und Zehnerjahren war das für einige Schulen ihm wahrsten Sinn des Wortes existenziell. In vielen Städten stellt sich das Problem nicht mehr in der Form, als dass bei den hohen Übertrittsquoten an Gymnasien diese sowieso ihre Plätze voll bekommen.
Es ist aber offenkundig Teil der Tradition.
Man kann hinterfragen, wieso das gerade ein Samstag sein muss, da Wochenenden auch für die Familien oft "heilig" sind und man dann nicht an drei aufeinander folgenden Wochenenden an sechs Gymnasien vorbeischauen möchte. Aus meiner Sicht wäre auch ein Freitag(spät)nachmittag problemlos machbar. Der Probeunterricht im Vormittagsbereich am Samstag wird ohnehin überbewertet - und Mitmachaktionen auch an Unterricht angelehnt, kann man auch nachmittags anbieten.
Da ist es dann eine Frage des Mutes, wann die erste Schule sozusagen aus der Reihe tanzt und ein entsprechend überarbeitetes Angebot vorlegt.