Beiträge von Bolzbold

    Sollte die Geschichte sich so abgespielt haben, wie es aussieht, hätte ich auch nicht mehr genug Vertrauen für eine Klage. Allerdings wären dann sowohl die Abordnung als auch das ohnehin seltsame Rechtskonstrukt des Schulfriedens ersichtlich missbräuchlich eingesetzt worden. Ich hoffe schon, dass da nochmal draufgeschaut wird.

    Der Ausschuss für Schule und Bildung wird sich hier in nicht-öffentlicher Sitzung mit der Thematik befassen. Die Landesregierung (d.h. hier Frau Feller) wurde bereits um einen Bericht gebeten. Falls es im Anschluss eine wie auch immer geartete Entwicklung geben sollte, könnte dies auf die Ergebnisse im Ausschuss zurückzuführen sein.

    Wow...
    Das heißt, es ist rein theoretisch möglich, dass jemand, der ein Examen in Sek 1 hat, dann sein Fach auf Sek 2 durch einen Z-Kurs erweitert, dieser Z-Kurs durch reine Anwesenheit und Hausaufgaben und nicht durch Prüfung (es ist ja je nach Z-Kurs unterschiedlich und gefühlt sind die meisten ohne Endprüfung) abgeschlossen ist und dann GKs bis zum Abi führt.
    Ich weiß echt nicht mehr, was ich denken kann.

    Was ist die Alternative? Unterrichtsausfall? Zusammenstreichen des Kursangebots?
    Wer belegt einen solchen Z-Kurs? (Das muss man wollen.)


    Vor diesem Hintergrund muss man die "Missbrauchsgefahr" bzw. die Gefahr des Niveauverfalls gegenüber den anderen, viel direkteren Folgen abwägen.

    Gleichsam ist das Problem der Schulaufsicht durchaus bekannt. Es gibt einen Grund für die Ergänzung zu § 26 Abs. 4 APO-GOSt in der dazugehörigen VV.

    "26.4.2 Der geplante Einsatz von Lehrkräften mit unbefristeter Unterrichtserlaubnis in der Qualifikationsphase ist bis zum Ende der Einführungsphase, in anderen Fällen spätestens bei Festlegung der Fachprüfungsausschüsse der für die Fachaufsicht zuständigen oberen Schulaufsichtsbehörde anzuzeigen."

    Die BR schaut sich da durchaus die entsprechenden Leute an, um dem befürchteten Niveauverfall entgegenzuwirken.

    Guten Abend,

    Ich bin ein noch sehr junge ausgebildeter Lehrer :):) für die Sekundarstufe 1 und für die Grundschule. Meine Fragen wären:

    1. Kann ich durch eine Erweiterungsprüfung zumindest mit einem Fach in der Oberstufe unterrichten?

    2. Kann man sich dann auch auf eine SEK2-Stelle bewerben?(wegen mehr Gehalt) ?

    Beste Grüße,

    Bei gesuchten Fächern ist das mit Zertifikatskursen möglich, wenn Du für das Fach das Lehramt für die Sekundarstufe I bereits erworben hast.

    Da wir eh schon OT sind: Wir haben für unsere Karre bei Wirkaufendeinauto.de einen sensationellen Preis bekommen, ohne Diskussion und mit allen Defekten, die es bekanntlich hatte. Ob das für bessere KfZ auch lohnt, weiß ich aber nicht.

    Interessant. Für mein Auto hätten sie etwas mehr als die Hälfte dessen, was ich über Kleinanzeigen bekommen habe, gezahlt.

    Verstehe ich auch nicht. Wieso sollte das ein Problem sein? Über Verwendungszwecke kann man das doch super auseinander halten. Firmen machen ja auch nicht für jeden Kunden ein neues Konto auf.

    Richtig. Aber wenn man wie oben angedeutet Lehrkräften Einsichtnahme in das einzige Schulkonto gäbe, müsste man auch damit rechnen, dass es hier zu Indiskretionen kommt. (Der Vergleich mit einem Kollegium und einem Friseur passt hier nur zu gut.)

    An meiner alten Schule hat das die Schulverwaltungsassistentin erledigt - gleichwohl wurde diese meiner Erinnerung nach auch über den Entlastungstopf des Kollegiums mitfinanziert...

    Lass mich raten: Mit Drücken des Buttons "Anzeige aufgeben" stand das Telefon nicht mehr still, und du hast viele neue Kontakte geknüpft, vornehmlich zu Menschen osteuropäischer und westasiatischer Herkunft, die dringend "letzte Preis" wissen und das Auto am besten gleich abholen wollten?

    Ich war so schlau, keine Nummer reinzusetzen. Der Rest war schon ungefähr so, wie von Dir beschrieben, wobei die Anfragen tatsächlich halbwegs zivilisiert waren. Ich habe aber dazugeschrieben, dass ich genau solche Fragen wie "letzte Preis" nicht beantworten werde.
    Die Taktiken dieser Händler waren aber - sagen wir - "interessant". Endergebnis war, dass bei den Verhandlungen vorm Haus die halbe Nachbarschaft zuhörte und mich quasi unterstützte. Am Ende habe ich den Preis bekommen, den ich haben wollte. (Der "Händler" gab vor, er hätte sich beim angebotenen Preis um 1.000 Euro "vertippt"... Netter Versuch...)

    Dieser angeblich so unschlagbare Preis ist oft die Masche, wo bei einigen Menschen der Verstand aussetzt. Diese Menschen brauchen das erhebende Gefühl, Geld gespart zu haben, bzw. ein Schnäppchen gemacht zu haben, schlauer als andere gewesen zu sein, sich einen Vorteil (ggf. auf Kosten anderer) verschafft zu haben. Kleinanzeigen ist DAS Portal, wo es letztlich nur darum geht. Und manch ein Verkäufer nutzt das seinerseits aus, um sein Gegenüber gekonnt über den Tisch zu ziehen.

    Vermutlich hat sich patti eine unangenehme Erfahrung erspart. Vielleicht hat sie sich aber auch ein Schnäppchen entgehen lassen. Mit Letzterem könnte ich an ihrer Stelle besser leben.

    Ich könnte da von meinem letzten Verkauf (Gebrauchtwagen) so einiges erzählen...

    Das Grund"problem" ist doch weniger ein rechtliches als ein pädagogisches. (Wobei natürlich bei missbräuchlicher Verwendung von Handys ein rechtliches Problem entstehen kann.)

    Ich bin kein Fan von 24/7/365-Nutzung von Handys - an meiner neuen Schule musste ich mich aber schnell der Realität stellen, dass Unterricht eine für einige SchülerInnen lästige erzwungene Unterbrechung ihrer ebenso ausgiebigen Handynutzung darstellte. (Natürlich habe ich einen adäquaten Umgang damit gefunden.) Wer Handys auf Klassenfahrten verbieten oder signifikant einschränken möchte, möge dies tun, darf sich aber darauf einstellen, dass sowohl von der Elternschaft als auch von den SchülerInnen entsprechender Gegenwind kommen kann - natürlich immer abhängig von der jeweiligen Grundhaltung zu Handys.

    Das Gefühl der Notwendigkeit, ständig überall erreichbar zu sein, weil ja jederzeit etwas passieren könnte (!), ist eine Folge der Entwicklung unserer Kommunikationsmittel. Weil es sie gibt, braucht man sie. (Die angebissene Baumfrucht hat das ja seinerzeit genial um- bzw. durchgesetzt...)

    Vielleicht braucht es aber eben diese missbräuchlichen Fälle, in denen dann auch Eltern verstehen lernen müssen, dass das auch eine von ihnen zumindest billigend in Kauf genommene Entwicklung ist. Schließlich erlauben sie ihren Kindern Apps, die Letztere noch nicht benutzen dürfen und kontrollieren die Handynutzung in den seltensten Fällen. Stichwort "Ich vertraue meinem Kind" (=> Alibi für die drei Affen)... Wer 12jährigen WhatsApp, Instagram etc. erlaubt, muss mit den möglichen Folgen leben. Leider sind die ersten, die das lernen bzw. durchleben müssen, die Kinder.

    Möglicherweise habe ich im nächsten Schuljahr eine Klassenleitung in der Mittelstufe - mal sehen, was ich dann dort so in puncto Handys erlebe...

    Und solange es Schulleitungen oder KollegInnen gibt, die das dann trotzdem über ihr privates Konto laufen lassen, gibt es seitens der Kommunen keine Handlungsnotwendigkeit.
    Ich verstehe es nicht, wieso das auch an meiner neuen Schule noch so gemacht wird - aber sobald die erste Fahrt ansteht, für die ich Geld einsammeln muss, werde ich das thematisieren. Ich bin Lehrer und kein Banker oder Buchhalter.

    Irgendwie war der Thread hier abgedriftet, aber inzwischen sind ja einige Tage vergangen, und Teile von Antworten hier fand ich schon sehr klärend für mich. Irgendwer schrieb was von Stärken - und so habe ich es jetzt für mich durchdacht. Wenn ich mir all die Handlungsfelder von SL ansehe, sind da schon viele Dinge, in denen ich meine Stärken sehe - und so würde ich nun einfach antworten, wenn ich nach meinen Motiven gefragt werde. Das ist es ja eigentlich, was es trifft und was auch stimmt, ich hatte bisweilen gedacht, ich müsste Gott weiß was für elitär-visionäre Motive haben und das Rad neu erfinden wollen - aber dafür bin ich einfach zu realistisch, und deshalb wollte ich eben nicht von Visionen schwelgen. Und andere Gründe, die eben genau jetzt dazu führen, meine bedingungslose Loyalität meiner jetzigen SL gegenüber infrage zu stellen, die spielen einfach keine Rolle. Es war eben ein EntscheidungsPROZESS.

    Dann ist es doch gut, dass Du das für dich mittlerweile klar hast. Falls Du Dich demnächst bewerben solltest, wünsche ich Dir alles Gute für den Bewerbungsprozess. Lass mal hören, wie es gelaufen ist. Das ist sicherlich auch für andere KollegInnen, die darüber nachdenken, hilfreich.

    Na bereitet dir meine Meinung nun Probleme oder nicht? Etwas abstoßend zu finden, klingt schon danach, es auch problematisch zu finden.

    Ich habe lediglich kurz zusammengefasst, was du darüber bislang geschrieben hast.

    Einer Kollegin, die Schulleitung werden möchte, mitzuteilen, dass deine Schulleitung 4 Eur weniger verdient als du, der- was genau eigentlich tut? Das finde ich in der ganz Kette deiner bisherigen Darlegungen einfach unschön. Andere regen sich über Kinderzuschläge auf, die sind mir wurscht. Es ändert sich für A nichts, wenn B Zuschläge erhält. Es ändert sich aber für A durchaus was, wenn B ein Beförderungsamt erhält oder es für ihn gar geschaffen wird und A deswegen nicht zum Zug kommt, auch wenn er sich seit Jahren darum bemüht.

    Meine Schulleitung verdient vier Komma irgendetwas Euro netto mehr (sic!) als ich. Etwas anderes habe ich in diesem Forum nicht geschrieben. Es würde auch keinen Sinn ergeben, da A16 Stufe 11 nun einmal mehr sind und mehr sein werden als A15 Stufe 11 bei gleicher Steuerklasse und Vollzeit.

    Aus der Zeit, als ich abgeordnet war und im gleichen Gang gearbeitet habe, wie die Kollegen, bei denen diese Beschwerden zuerst auf den Tisch landen: Das kann die kleinste Bagatelle sein. In der Regel ist die erste Frage natürlich: Haben Sie schon mit der Lehrkraft und dann mit der Schulleitung gesprochen? Dabei kommt häufig heraus, dass das natürlich nicht passiert ist und dann hört man nie wieder was, weil es natürlich ein reines Missverständnis war. Trotzdem ist die Beschwerde natürlich formal in der Behörde eingegangen und damit aktenkundig.

    Oft sind es in der Tat Dinge, die man mit einem Gespräch mit der zuständigen Person in der Schule leicht klären kann. Das möchten einige Menschen aber nicht, weil sie sich ja von der Schulbehörde erhoffen, dass diese in ihrem Sinne entscheidet und die gefühlte Ohnmacht der Beschwerdeführenden durch die behördliche Macht kompensiert und der Schule im Idealfall einen Einlauf gibt. Das kommt in den wenigsten Fällen vor, da das letztlich wieder an die Schulleitung zurückverwiesen wird - es sei denn selbige hätte sich etwas zu Schulden kommen lassen.

    Natürlich ist es wichtig, auch die dunkle Seite der Macht die behördlichen Argumente anzuhören, aber was davon öffentlich wurde, ist erschreckend schwach.

    Möglicherweise ist man gestern im ASB zu diesem Tagesordnungspunkt gekommen. In der Regel schafft es der ASB aber nicht, 27 TOP in seinen Sitzungen vorher abzuarbeiten. Dass das so weit hinten auf der Tagesordnung steht, hat neben formalen ggf. auch andere Gründe... Denkbar ist aber, dass der Bericht der Landesregierung, i.e. Frau Feller in diesem Fall, den Mitgliedern bereits vorliegt.
    Womöglich ist es nur eine Frage der Zeit, bis daraus etwas an die Presse durchsickert.

    Es ist auf alle Fälle nun zum Politikum geworden.

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